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Anstifter 3, 2016 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Pflege, Teilhabe, Bildung, Gesundheit, Familie und Service.

Gemeinsame Arbeit,

Gemeinsame Arbeit, „inklusive“ Begegnungen Beim Sozialen Tag schauten Mitarbeiter hinter die Kulissen von Anne Oschwald VILLINGEN-SCHWENNINGEN – Strahlend weiße Wände, ein zauberhafter Innenhof, leckeres Essen und Begegnungen: Ein Glanzstück in Sachen Teilhabe war der soziale Tag der Baugenossenschaft Familienheim und der Werkstatt der St. Gallus-Hilfe in Villingen-Schwenningen. Rund 60 Personen aus den beiden Unternehmen arbeiteten Ende Juni einen Tag lang zusammen. Zur schweißtreibenden Arbeit gesellte sich bei allen Beteiligten viel Spaß hinzu. Pünktlich zu Dienstbeginn begrüßte Barbara Reichstein (Leiterin der Region Schwarzwald-Baar-Kreis der St. Gallus-Hilfe) die Akteure zum sozialen Tag. Vom „Familienheim“ waren 28 Mitarbeiter und drei Rentner am Werk, von der St. Gallus-Hilfe über 30 Personen. Sie fanden sich anschließend in mehreren Arbeitsgruppen, die in der Pontarlierstraße und in der Prinz-Eugen-Straße ihren Aufgaben nachgingen. Einen Tag lang arbeiteten 60 Mitarbeiter das Gartenteam errichtete eine lauschige Ecke für die Die einen strichen Innenwände und Außenfassaden, der St. Gallus-Hilfe Pausen. Auch das Cateringteam war gefragt: Alleine und der Baugenossenschaft Familien- Dass nicht nur die Arbeit im Vordergrund stand, zehn Kilogramm Kartoffeln mussten geschält werden. heim Hand in Hand. zeigten die vielen Gespräche und das häufige Lachen, Foto: Weinacker das an beiden Einsatzorten zu vernehmen war. Wie nebenbei und selbstverständlich fanden die Begegnungen statt. „Wir haben bemerkt, dass wir gemeinsame Bekannte haben“, erzählten zwei Mitarbeiterinnen. Auch der Familienheim-Geschäftsführer Sebastian Merkle zeigte sich begeistert: „Ich habe Einiges über die Leute erfahren“, schilderte er. Im Alltag treffe man sich eher im Vorübergehen. Ansinnen des Geschäftsleitungsteams der Baugenossenschaft war es jetzt aber, dass die Mitarbeiter hautnah Einblicke in die tägliche Arbeit der St. Gallus-Hilfe erhielten. Die beiden Unternehmen verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. In der Pontarlierstraße sind sie unter einem Dach angesiedelt. Die St. Gallus-Hilfe nutzt unter anderem auch den Konferenzraum des Partners für Veranstaltungen an denen wiederum Familienheim-Auszubildende teilnehmen. Bei den „SAMI“-Jobs – sozial, aktiv, motivierend, integrierend – verrichten Mitarbeiter der beiden Unternehmen gemeinsam Hilfsarbeiten in den Büros der Baugenossenschaft. Ziel des gemeinsamen sozialen Tages war es auch, den Innenhof der neu eingerichteten Werkstatt in der Prinz-Eugen-Straße für den nahenden Tag der offenen Tür ansprechend zu gestalten. Beim Schleifen der Garagentore oder Befestigen eines Bretterzaunes wirkten manche Teams wie schon lange eingespielt. Und wenn die Führungskraft vom „Familienheim“ dem Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe handlangerte, gab es keinerlei Berührungsängste. Derweil herrschte auch in der Holzwerkstatt, wo Schriftzüge hergestellt wurden, angeregte Stimmung. Die Frage wer nun wem geholfen hat, brachte eine Familienheim-Mitarbeiterin auf den Punkt: „Uns wurde geholfen.“ Nämlich dabei, noch mehr zu verstehen, was Inklusion bedeutet. 26 Menschen mit Behinderung

Spielplatz für junge Patienten Abenteuer-Landschaften bieten Möglichkeiten zum ausgelassenen Spiel von Svenja Kranz LIEBENAU – Ein Stück Freiraum zum „Kind sein“ ermöglicht der neu gestaltete Garten den jungen Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie der St. Lukas-Klinik. Im Sommer wurde er seiner Bestimmung übergeben und eingeweiht. Die Augen entspannt in den Himmel gerichtet, so lässt sich Cathrin in der Nestschaukel hin und her wiegen und genießt die leichte Bewegung. In einer anderen Ecke des neu gestalteten Gartens rast eine Gruppe Jungen mit einem robusten „Wägele“ über den Weg, der sich durch die Grünanlage schlängelt. Im hinteren Bereich, in dem ein Bachlauf an einem Sandkasten entlang läuft, hat sich Francesco zurückgezogen, buddelt ganz versunken im Sand. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, in dem neuen Garten verschiedene Regionen zu schaffen, die Möglichkeiten für aktives Spiel und Rückzug vereinen“, so Sebastian Schlaich, Geschäftsführer der St. Lukas-Klinik. „Diese Abenteuer-Landschaften bieten viel Raum für das Spiel der Kinder und schaffen eine gute Atmosphäre. „Jedes Kind ist individuell, der Spielplatz soll es auch sein“, erklärt Sebastian Schlaich die Entscheidung für die besonderen und hochwertigen Geräte. Die Kosten für den gesamten Umbau des Spielplatzes beliefen sich auf etwa 100.000 Euro. Da die Maßnahme nicht über die Pflegesätze abgedeckt wird, wurde ein nicht unerheblicher Anteil aus Spendenmitteln finanziert, der Rest von der Stiftung Liebenau getragen. Aufgrund der besonderen Patienten lag bei der Gestaltung ein Schwerpunkt auf dem Thema „Sicherheit“. So wurde der große Spielturm mit mehreren Seilen und zusätzlichen Brettern gesichert. Bei den vorherrschenden Krankheitsbildern wie beispielsweise Epilepsie sind solche Maßnahmen äußerst wichtig. Viele Medikamente vertragen sich nicht mit der Fabian und Klinik-Clown August erkunden den neuen Kletterturm. Foto: Kranz Sonne, über den Sandkastenbereichen können bei Bedarf Sonnensegel gespannt werden. In der St. Lukas-Klinik werden Kinder und Jugendliche mit einem breiten Spektrum an Therapiemöglichkeiten kinder- und jugendpsychiatrisch behandelt. In der Regel verbringen junge Patienten etwa acht Wochen in dem Fachkrankenhaus. Der Garten ist ein wichtiger Ort, um ausgelassen zu spielen, sich selbst und andere kreativ zu erleben oder einfach nur Kind sein zu können. „Und für das Fachpersonal ist es zu diagnostischen Zwecken oft sehr wichtig, die Kinder so in ihrem Spiel sehen zu können“, erzählt Dr. Jutta Vaas, Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Auch der Garten der Eltern-Kind-Station der St. Lukas-Klinik ist sanierungsbedürftig. Für ein Spielhäuschen und eine Wiese zum Kicken werden 30.000 Euro benötigt. Spendenkonto Sparkasse Bodensee Stiftung Liebenau IBAN: DE35 6905 0001 0020 9944 71 Gesundheit 27

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