Mediathek der Stiftung Liebenau
Aufrufe
vor 5 Jahren

Anstifter 3, 2015 der Stiftung Liebenau

  • Text
  • Liebenau
  • Stiftung
  • Menschen
  • Behinderung
  • Altenhilfe
  • Inklusion
  • Kinder
  • Arbeit
  • Liebenauer
  • Gemeinde
Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Leben in Oberteuringen

Leben in Oberteuringen Oberteuringen ist eine große Gemeinde im Bodensee-Kreis. Sie liegt zwischen Friedrichs-Hafen und Ravens-Burg. Bald werden hier noch mehr Häuser gebaut. Es gibt dann auch Wohnungen für Menschen mit Behinderung. In einem Haus können 18 Menschen zusammen-leben. Sie leben in kleinen Gemein-Schaften. Jeder hat sein eigenes Zimmer. Fach-Kräfte der St. Gallus-Hilfe unterstützen die Bewohner. In zwei Wohnungen leben Menschen mit ambulanter Begleitung. Das heißt, dass eine Fach-Kraft manchmal hilft. Zum Beispiel beim Einkaufen. Oder bei Anträgen. In Oberteuringen gibt es auch Arbeit für Menschen mit Behinderung. 12 Menschen können hier arbeiten. Sie kommen morgens zur Arbeit. Abends gehen sie wieder nach Hause. In der Nähe ist ein Kinderhaus. Und ein Altenheim. Es gibt auch ein Café. Und eine Bücherei. Hier kann sich jeder Bücher und Filme ausleihen. Ganz nahe ist auch ein Veranstaltungsraum. Hierher kann jeder kommen, wenn was los ist. Informationen über das neue Projekt gibt es bei: Bernhard Hösch, Telefon 0 75 42 10 - 20 03 30 Menschen mit Behinderung

Wer „sprechen“ kann, kann teilhaben Unterstützte Kommunikation: überregionale Beratungsstelle am Start von Anne Oschwald HEGENBERG – Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung sind häufig auch in ihrer Kommunikation eingeschränkt. Die St. Gallus-Hilfe bietet in ihrer neu eingerichteten Beratungsstelle Hilfe in Sachen Unterstützte Kommunikation (UK). Die ausgebildete Fachberaterin UK berät Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe, aber auch externe Einrichtungen, und das überregional. Steffi Sommer (rechts) kommuniziert mit Steffi Sommer (Name geändert) spricht nur sehr eingeschränkt und lediglich einzelne Wörter. Bei der UK-Fachberaterin Elke Schätzle über Vorstellung der Beratungsstelle für Unterstützte ihr Ich-Buch. Kommunikation blättert sie in ihrem Ich-Buch und Foto: Oschwald zeigt auf Bilder und Inhalte, die ihr gefallen, aber auch auf Dinge, die sie nicht mag. Mit ihrem Ich- Buch kann sie mit der Umwelt in Kontakt treten. Bevor Steffi Sommer wieder zurück zur Arbeit geht, bekommt sie den gelben Bigpoint mit. Darauf hat Elke Schätzle gesprochen, dass sie heute ein Interview gegeben hat und viele Fotos von ihr gemacht wurden. Mit dieser Hilfe kann sie anderen so vom Erlebten „berichten“. Die Freude von Steffi Sommer ist offensichtlich. Elke Schätzle ist die UK-Fachberaterin und erste Ansprechpartnerin der Beratungsstelle. Sie kann auf eine Vielzahl von Hilfsmitteln zurückgreifen, die zum Einsatz kommen können. Diese teilen sich auf in nichtelektronische wie Karten, Piktogramme, Bilder, Kommunikationstafeln und Leichte Sprache, für die die St. Gallus-Hilfe Übersetzer und Prüfer ausgebildet hat. „Auf der anderen Seite stehen elektronische Hilfsmittel wie Bigpoint, Anybook-Reader – wie sie bei Kinderbüchern Verwendung finden –, Talker und sogar iPads“, erklärt sie. Um zu wissen, welche Hilfsmittel sich für wen gut eignen, muss die Fachfrau den künftigen UK-Nutzer intensiver kennenlernen. Dann berät sie, probiert aus und schult sowohl den Anwender als auch Mitarbeiter oder Angehörige. Manche Hilfsmittel kann sie selbst mit den Anwendern erstellen, wie das Ich- Buch von Steffi Sommer, oder einen Kalender, der von unten nach oben verläuft und bei dem der jeweils vergangene Tag unten abgeschnitten wird. Dieses Hilfsmittel eignet sich zum Beispiel gut für Menschen mit Autismus. „Bei UK geht es um Struktur und um Visualisierung“, schildert Markus Wursthorn (Bereichsleiter Wohnen Erwachsene Bodenseekreis und Sigmaringen), zu dessen Verantwortungsbereich die Beratungsstelle gehört. Auch externe Interessenten können sich an die Beratungsstelle wenden, etwa Eltern und Angehörige, Fachärzte, Schulen oder Einrichtungen der Altenhilfe. Denn auch fortschreitende Demenz ist oft mit Kommunikationsproblemen verbunden. Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation Elke Schätzle, UK-Fachberaterin nach ISAAC, Telefon: 07542 10-2402 E-Mail: elke.schaetzle@st.gallus-hilfe.de Menschen mit Behinderung 31

Stiftung Liebenau Österreich