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Anstifter 3, 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Brückenbauerin wird

Brückenbauerin wird geehrt Sr. Canisia Maurer erhält Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau von Helga Raible LIEBENAU/DRESDEN – Sr. Canisia Maurer wurde im Mai mit dem Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau ausgezeichnet. In einer Feierstunde beim Christlichen Sozialwerk in Dresden würdigte Prälat Michael H. F. Brock (Vorstand der Stiftung Liebenau) die Verdienste der Generalsekretärin der St. Josefskongregation Ursberg, die sich seit mehr als 30 Jahren für Menschen mit Hilfebedarf im Sinne der Stiftung engagiert. Bis in die 1980er Jahre zurück reicht die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Liebenau und der St. Josefskongregation. Sr. Canisia Maurer engagierte sich zusammen mit dem damaligen Stiftungsvorstand Monsignore Dr. Norbert Huber im Verband der Katholischen Einrichtungen und Dienste für lern- und geistig behinderte Menschen (VKELG). Aus diesem Engagement entwickelte sich die gemeinsame Trägerschaft für das Christliche Sozialwerk (CSW) in Dresden, das stationäre und ambulante Angebote der Eingliederungshilfe, Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Bildungsangebote für jährlich rund 2500 Menschen erbringt. „Mit Ihrer Entschiedenheit, Ihrer hohen fachlichen Kompetenz und in jahrzehntelanger Kontinuität haben Sie Brücken gebaut zwischen Hilfesuchenden und Helfern, zwischen Verbandsvertretern und Praktikern, zwischen unterschiedlichen Institutionen, zwischen Ost und West“, so Brock in seiner Laudatio. Ihrer gewinnenden und überzeugenden Art sei es zu verdanken, dass die Partner stets vertrauensvoll und gleichberechtigt zusammenarbeiten konnten. Ein weiteres Anliegen, das Sr. Canisia mit der Stiftung Liebenau verbindet, ist die Aufarbeitung und Bewussthaltung der nationalsozialistischen Verbrechen an Menschen mit Behinderung. „Der Anmaßung eines verbrecherischen Regimes, über den Wert menschlichen Lebens entscheiden zu wollen, haben Sie das christliche Menschenbild entgegengestellt, die feste Überzeugung, dass der Mensch in jeder Im Kreise ihrer Mitschwestern bekam Sr. Canisia Maurer das Ehrenzeichen vom Vorstand der Stiftung Liebenau, Prälat Michael H. F. Brock, verliehen. Foto: privat Gestalt das Ebenbild Gottes ist“, betonte Brock. Auf diese Weise sei Sr. Canisia stets Vorbild für das Leitwort der Stiftung Liebenau „In unserer Mitte – Der Mensch“ gewesen. Sr. Canisia dankte für das Ehrenzeichen, das sie „als Auszeichnung für die gesamte St. Josefskongregation“ verstanden wissen wollte. Das Christliche Sozialwerk gemeinnützige GmbH unterhält Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe und der Altenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in zehn Standortgemeinden in Sachsen. Gesellschafter der gGmbH sind zu je 50 Prozent die St. Josefskongregation Ursberg und die Stiftung Liebenau. 18 Stiftung Liebenau

Lösungen sind ganz individuell Zustifterrente hat sich etabliert von Steffen Braun LIEBENAU – Vor über zehn Jahren hat die Stiftung Liebenau ihr Modell der so genannten ZustifterRente entwickelt. Ein Erfolgsmodell: Denn während der Markt für ein solches Finanzprodukt stark fluktuiert und viele Anbieter schnell wieder ihr Engagement in diesem Bereich beenden, steht die Stiftung Liebenau nach wie vor hinter ihrer ZustifterRente. Aber zuerst: Was ist die Zustifter- Rente? Die Stiftung Liebenau bietet Immobilienbesitzern – Alleinstehenden oder Paaren ab etwa 68 Jahren – eine Immobilienverrentung an. Dazu erwirbt die Stiftung Liebenau die Immobilie, und dem „ZustifterRentner“ wird ein lebenslanges, im Grundbuch gesichertes Wohnrecht in der eigenen Immobilie eingeräumt. Auch die Frage ‚Was passiert später Christoph Sedlmeier: nimmt sich für jeden einmal mit meinem Haus?‘ kann eine wichtige Motivation für ältere Menschen sein. „Mit der Zustifter- Interessenten Zeit und kennt alle Zustifter- Rente trifft diese Frage auf eine geeignete, innovative Lösung, die nicht nur für den ZustifterRentner Rentner persönlich. Foto: Kästle Vorteile bringt, sondern darüber hinaus langfristig auch dem Gemeinwohl dient“, stellt Vorstand Dr. Markus Nachbaur fest. Christoph Sedlmeier, Leiter der Abteilung Zustifter- Rente und Konzeptentwicklung, der das Modell konzipiert und aufgebaut hat und bis heute verantwortet, nimmt sich für jeden Interessenten Zeit. So verschieden die einzelnen Immobilien der zukünftigen ZustifterRentner sind, so verschieden sind auch die Lebensgeschichten und -umstände der Eigentümer. „Es ist nie eine leichte Entscheidung, die eigene Immobilie zu verkaufen, in die man meist über mehrere Jahrzehnte Geld und Herzblut investiert hat“, weiß Sedlmeier. „Im Vorfeld des Verkaufs führen wir viele Gespräche vor Ort, schauen uns das Haus an und sind für jede Art von Rückfragen offen. Ich kenne jeden der mehr als 60 ZustifterRentner persönlich und stehe mit jedem einzelnen auch nach Vertragsabschluss im Kontakt“, berichtet er. Fester Bestandteil der ZustifterRente ist nach dem Verkauf das lebenslange Wohnrecht. Optional kann eine monatliche Zahlung, ein Einmalbetrag oder eine Kombination aus beiden Methoden gewählt werden. Durch die monatliche Zahlung durch die Stiftung Liebenau können die ZustifterRentner ihr Einkommen aufbessern. Wofür die Zahlung schlussendlich verwendet wird, ist dem Begünstigten selbst überlassen. Auch wenn sich die Lebensumstände im Alter schnell ändern, steht die Abteilung ZustifterRente ihren ZustifterRentnern mit Rat und Tat zur Seite und findet flexible Lösungen für jeden einzelnen Fall. So ist zum Beispiel die Umwandlung des Wohnrechts der ehemaligen eigenen Immobilie in eine altengerechte Wohnung der Stiftung Liebenau denkbar. „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass wir gut auf diese Situationen reagieren können und alle Beteiligten zufrieden sind“, so Christoph Sedlmeier. Die Nachfrage nach der ZustifterRente ist wachsend, ein Limit aber noch lange nicht erreicht. Die Stiftung Liebenau wurde für ihr Modell der Immobilienverrentung der „ZustifterRente“ prämiert: Seit 2012 trägt die Stiftung Liebenau den Titel „Deutschland – Land der Ideen – Ausgewählter Ort 2012“, der von der Bundesrepublik Deutschland initiiert wurde. Dabei steht der Titel nicht nur für die innovative Idee, sondern signalisiert auch, dass die Stiftung Liebenau ein solider und zuverlässiger Partner ist. Aber nicht die Preise sind das Entscheidende für Christoph Sedlmeier: „Der Mensch steht im Mittelpunkt.“ Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.zustifterrente.de Stiftung Liebenau 19

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