Mediathek der Stiftung Liebenau
Aufrufe
vor 4 Tagen

Anstifter 2, 2022 der Stiftung Liebenau Österreich

Das Schwerpunkt Thema

Das Schwerpunkt Thema Schwerpunkt Was bringt die Zukunft? Weil es um den Menschen geht 25 Jahre Liebenau Österreich „Menschlichkeit, Kompetenz und Wirtschaftlichkeit sind ebenso zeitlose wie fundamentale Werte. Sie bestimmen die Arbeit der Stiftung Liebenau schon seit über 150 Jahren und gehen Hand in Hand mit einer aktiven Sozialraumgestaltung. Ich bin überzeugt, dass sie auch in Zukunft eine gute Pflege und Betreuung gewährleisten“, sagt Klaus Müller, Geschäftsführer der Liebenau Österreich. Die nachfolgende Zeitreise zeigt die Entwicklung des Unternehmens von 1998 bis 2022 und darüber hinaus. „Dass Menschlichkeit und Menschenwürde nicht von gestern sind, sondern Haltungen für morgen, stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Liebenau in ihrer Arbeit täglich neu unter Beweis.“ Benno Elbs, Bischof von Feldkirch 1999 Im April übernimmt die Liebenau Österreich, die noch St. Anna-Hilfe heißt, das St. Josefshaus in Gaißau vom Orden der Franziskaner Missionsschwestern in Frastanz. 1998 1999 2000 um das Ansehen des Alters. Die Grundhaltung muss stimmen, hinsichtlich seiner Bedürfnisse nicht wesentlich verändert. Es die in der Gesellschaft und die jedes Einzelnen. Dann wertet geht darum, diese Bedürfnisse jeweils zeitgemäß mit den gege­ sich das Berufsbild von selbst auf. benen Möglichkeiten und Standards zu beantworten. Wie wird sich die Pflege für die älteren Menschen verändern? Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft der Pflege? Wird es überhaupt noch Pflegeheime geben? Welche Rolle Dr. Berthold Broll: Dass wir auch in Zukunft viele Menschen Was bringt die Zukunft? werden Pflege-Roboter spielen? Filiz Bezen: Der Mensch wird immer und bis zu seinem Lebensende Beziehungen brauchen. Daran wird sich nichts ändern. finden, die mit Begeisterung in der Pflege tätig sind und große Erfüllung in dieser Arbeit finden. Und dass wir als Gesellschaft trotz der aktuellen Krisen nicht die Freude am Miteinander verlieren. Denn nur so bleiben wir offen für neue Entwicklungen. „Roboter sollten nicht das Ziel in der Pflege und Betreuung sein“. 1998 2000 Florian Seher: Das ist auch meine Meinung. Da Pflege zu 80 Prozent auf Beziehungsarbeit basiert, braucht es Empathie und Kommunikation. Das kann kein Roboter leisten. Mir erscheinen andere technische Hilfsmittel wie Sturzsensoren oder Florian Seher: Dass starre Systeme wie die Personalschlüssel flexibler gestaltet werden. Dass die Behörden stattdessen individueller in die einzelnen Einrichtungen reinschauen. Branka Govedarica, Alltagsmanagerin im Sozialzentrum Kloster Nazareth Die Stiftung Liebenau gründet ihr erstes gemeinnütziges Tochterunternehmen im Ausland: Die Liebe­ Die St. Anna Altenhilfe Bregenz gGmbH wird im Dezember 2000 in St. Anna-Hilfe für ältere Menschen gGmbH umfirmiert. intelligente Matratzen mit Pflege-App sinnvoller, um zum Bei­ nau Österreich, die zu Beginn als spiel die nächtlichen Rundgänge zu reduzieren. Filiz Bezen: Dass die Gesellschaft älteren Menschen und St. Anna-Altenhilfe Bregenz gGmbH eigentlich jedem Menschen gegenüber mehr Achtung entge­ firmiert. Im Rahmen der Gründung Dr. Berthold Broll: Wir erproben laufend neue, technische Ent­ genbringt. Dann lösen sich alle Krisen und Herausforderungen übernimmt sie die Trägerschaft für wicklungen direkt in den Einrichtungen. Das ist spannend, von selbst. drei Bregenzer Altenheime: Tscher­ aber auch ich glaube nicht, dass es welche geben wird, die die makgarten, Schlossberg und Kron­ Beziehungsarbeit ersetzen könnten. Aus den Unterlagen unse­ Vielen Dank für das Gespräch! halde. Geschäftsführer sind Manfred rer Schwesterstiftung (der Hospitalstiftung zum Heiligen Geist, King und Kaspar Pfister. Anm. d. Red.) um das Jahr 1600 geht hervor, dass die Kernaufgaben damals dieselben waren wie heute. Der Mensch hat sich 6 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2022 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2022 7

Hier finden Sie Impulse für den Alltag

Anstifter

Stiftung Liebenau Österreich