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Anstifter 2, 2022 der Stiftung Liebenau Österreich

Forum Forum | Praxis aus

Forum Forum | Praxis aus Vorarlberg Nachruf Manfred King Zauberer, Zoo und Zuckerwatte Gartenfest zum Jubiläum der Lebenswelt St. Antonius Mitte Juni haben Klientinnen und Klienten, Mitarbeitende und Angehörige das zehnjährige Bestehen der Lebenswelt St. Antonius im hauseigenen Garten gefeiert. „Dabei ist unsere Lebenswelt-Familie wieder ein Stück mehr zusammengewachsen“, freut sich Hausleiterin Kirsten Ratheiser. Manfred King war zusammen mit Kaspar Pfister der erste Geschäftsführer der Liebenau Österreich, die damals noch als St. Anna-Altenhilfe firmierte, und leitete sie von 2002 bis 2006 zusammen mit Klaus Müller. „Manfred King war eine Führungspersönlichkeit mit ausgeprägten menschlichen Qualitäten. Seine Fachlichkeit habe ich in meinen Anfangsjahren bei der Liebenau Österreich sehr geschätzt“, sagt Klaus Müller. „Vieles von dem, was die Stiftung Liebenau in Österreich heute prägt und ausmacht, ist immer noch auf die Ideen und auf das Mitwirken von Manfred King zurückzuführen.“ Er ist am 2. Oktober in Meckenbeuren mit 80 Jahren verstorben. Er wird allen Mitarbeitenden des Unternehmens in dankbarer Erinnerung bleiben. (eb) Entspannte Begegnungen im eigenen Garten. „Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Lebenswelt St. Antonius sowohl baulich als auch inhaltlich weiterentwickelt und dabei vor allem an den Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten orientiert. Auch das familiäre Jubiläumsfest entspricht dieser Haltung“, erklärt Kirsten Ratheiser. Die Lebenswelt-Familie wuchs auf insgesamt 150 Gäste an, denn mit von der Gartenpartie waren nicht nur Klientinnen, Klienten und Mitarbeitende, sondern auch deren Familien, außerdem die Wohnungspatinnen Ulrike Haselsteiner und Elisabeth Florian, die Initiatorin Ina Maria Lerchbaumer sowie weitere Gründungsmitglieder, Regionalleiterin Doris Kollar-Plasser und Geschäftsführer Klaus Müller. Bunt schillernd, bezaubernd klebrig Schon beim Betreten des Gartenfestes sorgten sommerliche Blumenarrangements und vier kleinere Festzelte, gesponsert von Ina Maria Lerchbaumer, für ein heimeliges Ambiente. Während der Feier brachte ein Zauberer die Gäste direkt an ihren Tischen zum Staunen und Lächeln. Riesige Seifenbla­ sen zogen durch den Garten, wurden ein Stück begleitet und platzten schließlich unter freudigen Rufen. „Es gab auch eine Candybar, wo wir Zuckerwatte selbst drehen durften“, erinnert sich eine Klientin begeistert, „außerdem Dosenwerfen, einen Streichelzoo, eine Softeismaschine und eine Fotobox. Wir haben alles ausprobiert.“ In einer Fotogalerie waren die gelungensten Bilder von Klientinnen und Klienten ausgestellt. Aufgenommen hat sie Künstlerin Angelika Kampfer im Laufe der vergangenen Monate (siehe anstifter 1/2022, Seite 24). Urkunden, Rosen, Wein und Kulis Von Anfang an dabei: Zehnjähriges Jubiläum feierten auch viele Klientinnen, Klienten sowie Mitarbeitende. Regionalleiterin Doris Koller-Plasser und Geschäftsführer Klaus Müller gratulierten und überreichten Urkunden mit anerkennenden Worten. Die Klientinnen und Klienten erhielten außerdem personalisierte Bonbonieren, die Mitarbeitenden Rosen, Wein aus der Stiftung Liebenau sowie die heißbegehrten mehrfarbigen Kugelschreiber. Ein besonderer Dank ging an Ina Maria Lerchbaumer als Initiatorin der Lebenswelt St. Antonius, die beiden Wohnungspatinnen sowie die Vorstände der DEKIS-Privatstiftung. „Zu einem guten Fest gehört immer auch ein gutes Essen. Das wurde uns von Gourmet-Koch Egbert Folkersma, unterstützt durch Doris Kollar-Plasser und Mitarbeiterin Silvia Leitner, aus dem Haus St. Josef in Gmunden geliefert“, berichtet die Hausleiterin. „Es gab Burgervariationen, Eclairs und Shortbread sowie viele Kuchen, die die Gäste mitgebracht haben. Alles vom Feinsten.“ (eb) Verantwortliche und Freunde der Lebenswelt St. Antonius am Jubiläumstisch (v.l.): Dr. Robert Briem, Dr. Heidemarie Briem, Ina Maria Lerchbaumer, Kirsten Ratheiser, Dr. Anni Bauthen, Ulrike Haselsteiner und Klaus Müller. Den ganzen Tag gut betreut Abwechslung für Gäste, Auszeit für Angehörige NÜZIDERS – Aktuell wird das Angebot der Tagesbetreuung Keltengasse begeistert angenommen. „Wir spüren einen hohen Bedarf, haben rund zehn Gäste pro Tag; pro Woche außerdem ein bis zwei Schnuppergäste“, berichtet die Leiterin, Daniela Kraml. „Die Seniorinnen und Senioren genießen die Abwechslung in der Gemeinschaft, ihre Angehörigen die Auszeit.“ Die ersten Gäste werden um 8.30 Uhr gebracht. Bei Marmeladenbrot und Kaffee fällt das Ankommen leicht, bald sind alle im Gespräch. Nach dem Frühstück gehen die einen mit auf einen Spaziergang, während sich die anderen mit einem jahreszeitlich passenden Thema beschäftigen – im Herbst zum Beispiel mit dem Schulbeginn, dem Almabtrieb und dem Wandern. In der Mitte des Stuhlkreises liegen jeweils passende Gegenstände wie Schultüte, Federmäppchen oder Schiefertafel. Alles darf in die Hand genommen und untersucht werden. „Viele erinnern sich dann leichter und berichten zum Beispiel, wie sie selbst noch auf einer Schiefertafel geschrieben haben“, erklärt Daniela Kraml, „das ist Aktivierung- und Erinnerungsarbeit, die bei unseren Gästen gut ankommt, sie fordert und fördert.“ Gelebter Alltag und schöne Begegnungen Mittags gibt es Essen auf Rädern, zur Nachmittagsjause um 16 Uhr dann oft auch kleine selbst zubereitete Speisen, wie Apfelstrudel oder Wurstsalat. „Die meisten Gäste beteiligen sich gerne an den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, schneiden Zutaten klein, helfen beim Backen, Tischdecken und -abräumen oder beim Anbringen der Herbstdeko“, berichtet Daniela Kraml. „Im Sommer haben wir das Essen auf Rädern auch mal abgesagt und auf dem Balkon gegrillt.“ Nach der Mittagsruhe gibt es weitere Angebote zum Gedächtnistraining, hin und wieder gemeinsam mit den Bewohnern des benachbarten Sozialzentrum St. Vinerius, wohin die Tagesgäste ein kurzer Spaziergang führt. „Viele kennen sich und freuen sich auf die Begegnungen. Oft stimmen wir ein Lied an und motivieren die Bewohnerinnen und Bewohner zum Mitsingen.“ Um 17 Uhr werden die letzten Gäste von ihren Angehörigen abgeholt, die inzwischen neue Kraft für die Pflege schöpfen konnten. (eb) Tagesbetreuung Keltengasse Mo bis Fr 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr Ansprechpartnerin: Daniela Kraml Tel.: +43 5552 322657 keltengasse@stiftung-liebenau.at Tagesbetreuung Brändlepark Mo bis Do 8.30 bis 17.00 Uhr Ansprechpartner: Markus Rapp Tel.: +43 5574 4936-19 tagesbetreuung.braendlepark@stiftung-liebenau.at Anfang September tauschen sich die Tagesgäste zum Thema Schulbeginn aus. Einige erinnern sich noch gut an das Schreiben auf Schiefertafeln. 14 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2022 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2022 15

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