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Anstifter 2, 2022 der Stiftung Liebenau Österreich

Spiritueller Impuls

Spiritueller Impuls Glossar | Forum Jubiläum Regionale Varianten einer Sprache „Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden“, sagt Konfuzius. Und wenn sich die G e sprächspartner trotz guten Willens und der Zuhilfenahme des Glossars nicht verständigen könnnen? „Dann hilft ein Lächeln“, rät Mitarbeiterin Jutta Unger. schriftdeutsch vorarlbergerisch oberösterreichisch kärntnerisch tirolerisch feiern fira, fäschta feiern metn es krachn lassen kleines Geschenk a Krömli a Kleinigkeit a Klanikeit a Kloanigkeit schallend lachen gänza lochn kuttan juchzn prahlen gschiedla gscheidln ongebn angebn Vom Auftanken und Kraft schöpfen von Prälat Michael H. F. Brock Kopfschmuck der Tracht Schäppili Goldhauben, Schwammerlhut Kopftaichl Haubn Rausch Schleuderer Rausch Tutn zua sein an Fetzn hobn arbeiten wärcha hackeln hackln buggln gut gekleidet wech fesch schoaf, schneidig schian unzogn Woher nehmen wir die Kraft in Zeiten immer neuer Herausforderungen und anhaltender Belastungen durch Pandemie, Krieg, Energieknappheit und Inflation? Ich kenne Menschen, die beinahe durchdrehen, andere verfallen in Depressionen und immer wieder fragen Menschen, wie man in solchen Zeiten die Ruhe behält, den Überblick und vor allem, wie man die Hoffnung nicht verliert. Ich habe keine allgemeingültigen Antworten, aber eine kleine Beobachtung aus meinem Alltag hilft mir: Ich habe seit einem Jahr ein Elektroauto und musste damit umgehen lernen, dass die Reichweite meines neuen Wagens auf circa 360 Kilometer bei 90 Prozent Ladung der Batterie begrenzt ist. Das machte mich bereits bei der ersten Fahrt nervös. Wie weit werde ich mit der Energie wirklich kommen? Finde ich rechtzeitig eine Ladestation? Habe ich genügend Zeit zum Aufladen, wenn ich dann neue Energie brauche? Anfangs stellte ich den Wagen auch mal mit 30 Prozent Energieladung in die Garage und wachte nachts auf, schaute nochmals in den Kalender mit der bangen Frage, ob die Energie wohl für den nächsten Tag reichen würde. Mit der Zeit fiel mir auf, dass Menschen mit ihrer Frage nach ausreichend Energie für den Tag vor genau denselben Fragen stehen, jeden Tag. Ist meine Lebensenergie, an Tatkraft, Lebensfreude, Hoffnung und Belastbarkeit morgens bei 90 Prozent oder starte ich den Tag bei 30 Prozent? Habe ich Augenblicke und Begegnungen, die mir Energie schenken oder brenne ich aus? Und wie kann ich eine gesunde Balance finden: Zeiten, in denen ich voller Energie umtriebig und agil sein kann und Zeiten, in denen ich zur Ruhe kommen kann, gelassener werde und auch Kraft schöpfen kann durch Menschen, die mir guttun. Ich habe bemerkt, dass es ganz verschiedene „Ladetypen“ gibt, zumindest beim Batterie aufladen. Bei meinem Auto ist es ungefähr so: Das Aufladen der Batterie von ungefähr 40 Prozent auf 80 Prozent dauert etwa zwanzig Minuten. Von 80 auf 90 Prozent nochmals zwanzig Minuten und von 90 auf 100 Prozent etwa nochmals eine Stunde. Eine Weile hat es mich geärgert, dass ausgerechnet das Laden von 90 auf 100 Prozent so unangenehm lange dauert. Bis mir die Erkenntnis kam, dass ich in meinem Leben auch nur selten mit 100 Prozent Energie arbeite und lebe. Da bin ich häufig schon mit 80 Prozent durchaus zufrieden. Da ich – wie im wirklichen Leben – bei einem Ladezustand unter 40 Prozent schon ziemlich nervös werde, habe ich mir folgende Ladestrategie zurechtgelegt: Ich lade so gut es geht meine Batterie im Wagen meist bis circa 40 Prozent auf, und in der Regel genügen mir die ersten 20 Minuten bis zum Ladezustand von 80 Prozent. Diese Zeit finde ich in der Regel auch. Das macht dann bei einer Fahrt von über 600 Kilometern ungefähr zwei bis drei kleine Pausen, die mir ohnehin guttun, anstatt bis unter 10 Prozent zu fallen und mich dann anhaltend über die Stunden zu ärgern, die ich dadurch „verliere“, um wieder auf 100 Prozent zu kommen. Ich muss ein wenig schmunzeln. Ich kenne solche Menschen auch in meinem Leben. Menschen, die ihren Energiehaushalt an Lebensenergie ständig in der Spannung zwischen null und hundert fahren. Solche Menschen empfinde ich meist als überdreht oder extrem ausgelaugt. Ich finde das anstrengend. Ich fühle mich wohl mit meiner 40/80 Strategie: nie ganz leer, nie ganz voll. Anders als die Batterie kann ich meist selbst entscheiden, wann und wie ich mehr Energie gewinne. Ich achte darauf, dass ich jeden Tag auftanken und Kraft schöpfen kann, durch Augenblicke und Menschen, die mir guttun. miteinander zalbander miteinander zomman zammen Warum das Warum zählt An der dreitägigen Klausur Ende Mai im Tagungshaus Schloss Wohlgemutsheim in Baumkirchen (Tirol) haben 13 Führungspersonen der Liebenau Österreich teilgenommen. Marketing ­ • Mitarbeitende zu Markenbotschafterinnen und -botschaftern machen, unter anderem durch Teamentwicklungen oder bewusstes Vorbildsein. spezialist Hannes Freudenthaler moderierte das Thema ‚Marke und Kommunikation mit Schwerpunkt Mitarbeitergewinnung‘. • Externe Aufmerksamkeit erzeugen, unter anderem durch Schulbesuche oder Tage der Offenen Tür. „Er hat uns dafür sensibilisiert, die Stiftung Liebenau als Arbeitgeberin aus Sicht der Zielgruppe zu sehen“, berichtet Regionalleiterin Doris Kollar-Plasser. „Außerdem hat er uns eine Kommunikation von innen nach außen entsprechend dem ‚Golden Circle‘ nahegelegt.“ Bei diesem Modell geht es um die Fragen Warum, Wie und Was: Die meisten Unternehmen kommunizieren vor allem, was sie tun, dann erst das Wie und Warum. Menschen kaufen jedoch nicht, was ein Unternehmen macht, sondern, warum es das macht. „Dass es um das Warum geht, zeigte nicht nur unsere Zielgruppenrecherche, sondern bestätigten auch die Interviews mit einigen Jugendlichen, die gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Altenheimen absolvieren und zufällig ebenfalls im Tagungshaus • Klassische Kommunikationsinstrumente wie Ausschreibungen oder Bewerbungsgespräche optimieren. (eb) logierten“, sagt Doris Kollar-Plasser. Aus den neuen „Was erwartet ihr ihr von von eurem künftigen Erkenntnissen der Klausur haben sich zusammenfassend folgende Aufgaben für die Führungsperso­ Arbeitgeber?“, fragte Regionalleiterin Doris Kollar-Plasser (stehend) die die im im Tagungshaus anwesenden ebenfalls anwesenden Jugendlichen. Jugendlichen. nen der Liebenau Österreich ergeben: 12 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2022 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2022 13

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