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Anstifter 2, 2021 der Stiftung Liebenau Österreich

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Forum Schulungsstandort

Forum Schulungsstandort Stiftung Liebenau Einige Mitarbeitende der Stiftung Liebenau in Oberösterreich waren grundsätzlich bereit, die Ausbildung zum Fachsozialbetreuer mit Schwerpunkt Altenarbeit zu absolvieren. Ein Hindernis stellte allerdings die Entfernung zum Schulungsstandort Auszubildende zur Fachsozialbetreuerin oder zum Fachsozialbetreuer mit Schwerpunkt Altenarbeit. Linz dar. Um die potentiellen Fachkräfte für sich zu gewinnen, holte die Stiftung Liebenau den Schulungsstandort kurzerhand nach Stadl-Paura. Dort bot sich das Hotel Kapellerhof mit seinem modern ausgestattetem Seminarraum für den theoretischen Unterricht an, das Sozialzentrum Kloster Nazareth für den praktischen. Im Herbst vergangenen Jahres führte Regionalleiterin Doris Kollar-Plasser gemeinsam mit Hotelleiterin Elisabeth Holzinger und Hausleiterin Stefanie Freisler ein richtungsweisendes Gespräch mit Wilhelmine Steinbacher-Mittermair von der Altenbetreuungsschule. Kurz darauf konnte das Aufnahmeprozedere starten. Neben acht Mitarbeitenden der Stiftung Liebenau haben sich weitere Interessierte aus dem Bezirk Wels-Land beworben, im März ihre Ausbildung begonnen und bereits die ersten Prüfungen und Praktika absolviert. Auch bei der Ausbildungsfinanzierung konnte die Liebenau Österreich punkten: Als gemeinnützige GmbH hat sie Förderungen seitens des Arbeitsmarktservices und europäischen Sozialfonds bewilligt bekommen und an die Auszubildenden weitergegeben. (sf) Gerontopsychiatrische Fachkompetenz? Zertifiziert! Zum Abschluss des Projekts „Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Kompetenz in der stationären Langzeitpflege“ hat Gerhard Hofer, Pflegedienstleiter und stellvertretender Hausleiter im Sozialzentrum Mariahilf, das Zertifikat von Landesrätin Katharina Wiesflecker entgegengenommen. Die coronabedingt schlichte Feier fand Ende Mai in Dornbirn statt. „Ich freue mich, dass sich nach dem Seniorenheim Tschermakgarten jetzt auch das Sozialzentrum Mariahilf in seiner gerontopsychiatrischen Kompetenz weiterentwickelt und die neuen Erkenntnisse in den Regelbetrieb übernommen hat“, sagt Markus Schrott, Gesamtleiter der Stiftung Liebenau in Bregenz. Im Laufe des zweijährigen Projekts haben die Pflege- und Betreuungskräfte unter anderem gelernt, genauer zu beobachten, sich weiteres Wissen über physiologische, psy chische und neurologische Veränderungen anzu­ eignen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Psychiatern und Psychologen zu vertiefen oder herausforderndes Verhalten zu analysieren. „Die gesteigerte Selbstwirksamkeit* und leichtere Konsultationsmöglichkeit von externen Fachkräften kommt dem Team und schließlich den Bewohnerinnen und Bewohnern sehr zugute“, resümiert Markus Schrott. Das Projekt wird im Zweijahresrhythmus seit 2012 im Auftrag des Vorarlberger Sozialfonds unter der Leitung der connexia in Kooperation mit pro mente Vorarlberg durchgeführt. (eb) * Selbstwirksamkeit beschreibt die subjektive Überzeugung, gewünschte Handlungen aufgrund eigener Kompetenzen erfolgreich bewältigen zu können. Zertifikatsverleihung mit Landesrätin Katharina Wiesflecker, Referent Christian Müller-Hergl, Theologe an der Universität Witten / Herdecke, und Martin Hebestreit, Geschäftsführer der connexia (vorne, 3., 4. und 5.v.r.). 18 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2021

Praxis aus VORARLBERG Mit Empathie zum Diplom SCHRUNS – Irmtraud Piazza hat ihre Ausbildung zur Diplom-Seniorenbegleiterin nach sieben Monaten im Mai erfolgreich abgeschlossen. Sie arbeitet seit April 2017 im Pflegeheim St. Josef, wo sie das Team schon als ungelernte Pflegehilfskraft im Aufenthaltsbereich unterstützte. „Irmtraud Piazza hat ihre Tätigkeiten von Anfang an mit viel Empathie ausgeführt und schnell den Draht zu den Menschen gefunden“, berichtet Hausleiterin Jutta Unger. „Sie kann sich gut einfühlen und spürt zur rechten Zeit, was wer benötigt.“ Da ihr das Miteinander mit den älteren Menschen gut gefiel, absolvierte Irmtraud Piazza im Jahr 2018 die Ausbildung zur Heimhelferin und bildete sich anschließend zur Diplom-Seniorenbegleiterin weiter. „In dieser Weiter bildung habe ich viele Impulse bekommen, wie ich die Ressourcen unserer Bewohnerinnen und Bewohner stärken, ihnen Sicherheit im Alltag und Wertschätzung vermitteln kann“, sagt Irmtraud Piazza. Wichtig in diesem Zusammenhang seien vor allem auch die Lebensgeschichten der älteren Menschen und ihre Alltagserlebnisse. „Da höre ich ihnen jetzt mit einem neuen Verständnis zu“, sagt die frischgebackene Diplom-Seniorenbegleiterin. (eb) Petra Ganahl (links), Wohnbereichsleitung gratuliert Irmtraud Piazza zur bestandenen Prüfung. Ziegen vor dem Haus BARTHOLOMÄBERG – Die Idee mit den Ziegen war im Frühjahr unter den Mitarbeitenden des Hauses St. Anna aufgekommen – und gefiel auch dem Bürgermeister sowie weiteren Gemeindevertretern. Die Landwirte Keßler-Schluchter erklärten sich bereit, ihre Ziegen auf dem Gelände vor dem Haus weiden zu lassen, sodass die Idee in die Tat umgesetzt werden konnte. Seitdem sorgen die zutraulichen Ziegen für Kurzweil bei Mitarbeitern und Bewohnern, sind ein willkommener Anlass für kleine Spaziergänge und beliebtes Fotomotiv für Gäste und Passanten. (lr) Besuch von Bischof Elbs BARTHOLOMÄBERG – Ein Bewohner im Haus St. Anna ist ein großer Fan von Bischof Benno Elbs. So gut wie jeden Tag äußerte er, dass er sich über einen Besuch des Bischofs sehr freuen würde. „Da fragten wir einfach mal bei ihm an und bekamen prompt eine positive Rückmeldung“, berichtet Verwaltungsmitarbeiter Lukas Radebner. Im April war es dann soweit: „Bei einem gemütlichen Hock, zu dem auch die Mieterinnen und Mieter des heimgebundenen Wohnens eingeladen waren, wurde viel geredet, gelacht und gesungen. Ein besonderes Ereignis, ganz besonders für unseren Fan und auch diese Bewohnerin rechts im Bild.“ (eb) anstifter ÖSTERREICH 2 | 2021 19

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