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Anstifter 2, 2020 der Stiftung Liebenau

Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Stiftung Liebenau Teilhabe und Familie Medaillen für die Champions Eine Woche so aufregend wie erfolgreich: Die zehn Wintersportler des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) Don-Bosco-Schule maßen sich bei den Nationalen Winterspielen von Special Olympics Deutschland mit anderen Aktiven. Insgesamt gingen Anfang März 900 Wettkämpfer mit geistigen Behinderungen an den Start. Nach der Einstimmung konnte nichts mehr schieflaufen: Der Ankunft und der offiziellen Akkreditierung im Alpen-Congress folgte abends der erste Höhepunkt. Vor Tausenden von Gästen wurden die Spiele mit einem bunten Spektakel am Königssee gebührend eröffnet. Doch schon bevor das Olympische Feuer entzündet wurde, waren die Hegenberger Feuer und Flamme. Gleich am ersten Tag der Finals gelang es ihnen, einen ganzen Satz an Medaillen zu gewinnen. Besonders hervor getan haben sich die Zwillinge Max und Moritz Pärschke. Max sicherte sich beim 100-m-Schneeschuhlauf Gold. Sein Bruder Moritz Silber. Ebenfalls auf das Podest kam Kevin Kurtz, der die Bronzemedaille gewann. Schwieriger indes hatten es die Athleten im alpinen Skilauf. Nach sehr guten Fahrten bei der Klassifizierung wurden Sabine Vogel und Fabian Romer einer starken Konkurrenz zugeteilt. Beide bestätigten im Riesenslalom jedoch ihre gute Form und belegten mit dem vierten und sechsten Platz ausgezeichnete Ränge im großen Teilnehmerfeld. Am vorletzten Tag der Entscheidungen bewiesen die Schneeschuhläufer bei den Langdistanzen über 200 Meter große Ausdauer. Sowohl Nico Pätzel als auch Miro Stiewe-Geiger rannten in ihren Läufen als erste durchs Ziel und bekamen hochverdient die Goldmedaille. Völlig unbeeindruckt von den Kontrahenten legte Sabine Vogel einen Traumlauf im Slalom hin und holte sich sensationell die Silbermedaille. Ein letzter Höhepunkt folgte kurz vor Ende der Nationalen Spiele. Im 4 x 100-m-Staffel-Schneeschuhlauf startete das Team der Don-Bosco-Schule mit zwei Mannschaften. Unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer trieben sich alle Teilnehmer zu Höchstleistungen an. Auf der Zielgeraden lieferte sich Marco Mayer ein enges Rennen mit der Konkurrenz und schaffte es, die Silbermedaille für sein Team zu sichern. Stolz und Freude über das Geleistete und Erlebte überwogen die ganze Woche. Zurück auf dem Hegenberg wollten die jungen Sportlerinnen und Sportler nur noch los und möglichst jedem die Medaillenausbeute zeigen. (fh) Sponsoren mit im Boot Die Teilnahme an derart großen Sportveranstaltungen stellt einen finanziellen Kraftakt dar. Anreise, Unterkunft, Verpflegung, Ausrüstung: All das kann nur durch die Unterstützung von Sponsoren realisiert werden. So stellten Sport Reischmann die Skibekleidung, die Firma Voplan Trainingsanzüge und das Autohaus Zwerger einen Team-Bus zur Verfügung, außerdem leisteten die WGV-Versicherungen, das Uli Schuh Büro- und Kommunikationszentrum und die Radio 7 Drachenkinder Spenden für die Reise zum Austragungsort. Allen Sponsoren herzlichen Dank! 20 anstifter 2 | 2020

Praxis Stiftung Liebenau Service und Produkte Nähen, um andere zu schützen Nähwerk Mitarbeiterin Chinasa Ejimogu (links) und Leiterin des Weltladens Tanja Sommer-Mangold bei der Übergabe der Alltagsmasken. Ob gepunktet, mit Blümchen oder gestreift: Wer nähen kann, kann in diesen Zeiten etwas für sich und seine Mitmenschen tun. Nämlich einen Mundschutz selber nähen. Das Liebenauer Nähwerk macht es vor: Es stattet nicht nur die Mitarbeitenden mit dem Behelfs-Mund-Nasen-Schutz in den unterschiedlichsten Bereichen aus. Gestartet wurde mit der Küche und der Wäscherei. „Die Idee im Nähwerk, in der aktuellen Situation Behelfs- Mund-Nasen-Masken anzufertigen, kam sehr schnell auf“, berichtet die Projektleiterin des Nähwerks Claudia Graßmann. Aufgrund des behördlich erlassenen Betretungsverbotes mussten zwar die Menschen mit Unterstützungsbedarf zuhause bleiben, jedoch hat die Stiftung intern reagiert. „Schon frühzeitig arbeiteten auch Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen hier bei uns an den Nähmaschinen. Außerdem konnte der eine oder andere Werkstatt-Beschäftigte im Homeoffice zum Beispiel Stoffe zuschneiden oder konfektionieren“, beschreibt Graßmann die Lage im Nähwerk. Doch damit nicht genug: Im April kam spontan eine Zusammenarbeit mit dem Weltladen in der Ravensburger Innenstadt zustande. Leiterin Tanja Sommer-Mangold berichtet von einem großen Bedarf. Das Nähwerk händigte rasch 1000 gefertigte Masken aus und freut sich über die neu gewonnene Verkaufsstelle. Außerdem sind die Alltagsmasken im Liebenauer Landleben und an den Ständen des Liebenauer Landlebens auf den Wochenmärkten der Region zu bekommen. Firmenkunden können sie per E-Mail bestellen naehwerk@stiftungliebenau.de, Privatkunden online unter www.stiftung-liebenau.de/mund-nasen-maske. Eine Video-Anleitung für die Maske gibt es bei der Stiftung Liebenau auf Facebook oder Instagram. anstifter 2 | 2020 21

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