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Anstifter 2, 2020 der Stiftung Liebenau

Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Leichte Sprache Das

Leichte Sprache Das Bundes-Teilhabe-Gesetz Jeder Mensch hat eigene Wünsche. Jeder Mensch hat eigene Vorstellungen. Auch Menschen mit Behinderungen sagen: So will ich leben. So will ich arbeiten. Das will ich in meiner Freizeit machen. In Deutschland gibt es ein neues Gesetz. Es heißt Bundes-Teilhabe-Gesetz. In kurz sagt man: BTHG. Das Bundes-Teilhabe-Gesetz macht viel möglich. Es sagt zum Beispiel: Jeder darf selbst aus-wählen. Das Gesetz bringt viele Veränderungen Das neue Bundes-Teilhabe-Gesetz sagt: Ab 2020 gibt es 2 Bereiche von den Leistungen. Zum einen Bereich gehören: Miete, Essen und was man jeden Tag braucht. Manche haben zu wenig Geld dafür. Das Geld kommt vom Sozial-Amt. In Alltags-Sprache heißen diese Leistungen. Existenz-sichernde Leistungen. Die anderen Leistungen heißen Fach-Leistungen. Das sind Leistungen speziell für Menschen mit Behinderungen. Zum Beispiel für Therapie. Oder für die Begleitung bei einem Konzert oder einem Ausflug. Das Geld kommt vom Landrats-Amt. 18 anstifter 2 | 2020

Schwerpunkt Der Wunsch nach Unterstützung Axel Weigele wohnt in Markdorf. Er wohnt in einer schönen Ein-Zimmer-Wohnung. Er mag es sehr sauber und gepflegt. Manchmal ist ihm die Arbeit im Haushalt aber zu viel. Er wünscht sich hin und wieder Unterstützung. Er will auch gerne in einer Musik-Gruppe mitspielen. Das Bundes-Teilhabe-Gesetz macht es vielleicht möglich. Axel Weigele macht auch bei einem speziellen Projekt mit. Der Bodenseekreis und die Stiftung Liebenau machen es. Alle finden zusammen heraus, wie das neue BTHG im Alltag sein muss. Das neue Gesetz macht viel Arbeit Gerold Abrahamczik ist Sprecher von den Angehörigen. Er vertritt sehr viele Menschen mit Behinderungen. Er sagt: Angehörige finden das Bundes-Teilhabe-Gesetz gut. Aber manche haben auch Angst. Sie sagen: Menschen mit sehr schweren Behinderungen bekommen vielleicht nicht, was sie brauchen. Fach-Leute in der Verwaltung müssen viel umstellen. Zum Beispiel die Abrechnungen. Alle Mitarbeiter bekommen Schulungen. Sie müssen alle das Gleiche wissen. Zum Beispiel wie man heraus-findet, was jemand genau braucht. Doktor Stefan Thelemann schult die Mitarbeitenden. Er arbeitet beim Berufs-Bildungs-Werk Adolf Aich. Das Berufs-Bildungs-Werk hat Erfahrung mit dem neuen System. anstifter 2 | 2020 19

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