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Anstifter 2, 2020 der Stiftung Liebenau Österreich

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Schwerpunkt Leichte

Schwerpunkt Leichte Sprache Corona hat das Leben im Heim verändert Noch im Februar hat fast niemand an Corona gedacht. Doch dann hat sich für alle viel geändert. Im Haus St. Josef in Gmunden erinnert man sich. Februar: Bewohner und Mitarbeiter feiern gesellig Fasching. Es gibt Faschings-Krapfen, Bier und Bingo-Spiel. Man wählt gemeinsam das schönste Faschings-Kostüm. März: Plötzlich ist auch im Haus St. Josef Besuchs-Verbot. Mitarbeiter beschäftigen sich mit der Sicherheit von Menschen. Bewohner basteln Nachrichten und Herzen für ihre Familien. April: Der Kontakt zu anderen ist anders. Alle müssen auf einen Abstand von 1,5 Metern achten. Im Haus St. Josef näht man Masken. Es gibt Gespräche mit Besuchern über den Zaun. Bei Gesprächen im Internet sehen Bewohner ihre Angehörigen. Die Blechbläser-Gruppe hat einmal Abwechslung gebracht. Mai: Besucher und Besucherinnen müssen sich anmelden. Für Besuche gibt es zum Schutz einen speziellen Raum. Man testet alle Mitarbeiter auf das Corona-Virus. Keiner hat das Virus. Alle sind erleichtert. Juni: Die Corona-Zeit hat alle näher zusammen-gebracht. Das finden die Menschen im Haus St. Josef in Gmunden. 10 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2020

Schwerpunkt „Wir haben massiv aus der Krise gelernt“ Interview mit Landesrätin Birgit Gerstorfer Zu Beginn der Corona-Krise Mitte März ging es zunächst darum, insbesondere die ältere Generation vor einer Infektion mit dem neuartigen Virus zu schützen. Die strengen Hygienevorschriften und das Besuchsverbot in Einrichtungen der Pflege und Betreuung sorgten für größtmöglichen Schutz, aber auch für verwirrte Bewohner, überlastete Pflegende und frustrierte Angehörige. Im Interview bewertet Birgit Gerstorfer, Soziallandesrätin und SPÖ-Vorsitzende in Oberösterreich, die durchgeführten Maßnahmen und die Chancen aus der Krise. Die Fragen stellte: Elke Benicke Frau Gerstorfer, die Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus kamen plötzlich und wirkten umfassend. Sind Sie zufrieden mit dem Verlauf des Lockdowns in Oberösterreich? Birgit Gerstorfer: Bis Ostern waren die drastischen Maßnahmen sicher sinnvoll und notwendig. Die Ereignisse in Ischgl haben uns gezeigt, wie rasch und unkontrolliert sich dieses Virus ausbreiten kann. Dass wir im internationalen Vergleich bisher relativ gut dastehen, ist unserem guten Gesundheitsund Sozialsystem und der Disziplin der Bevölkerung zu verdanken. Zum einen, weil wir schnell reagiert haben, zum anderen, weil wir in Oberösterreich wesentlich höhere Standards in den Pflege- und Betreuungseinrichtungen haben als in anderen Ländern Europas. Anfangs war die Akzeptanz aller mit Covid-19 in Verbindung stehenden Maßnahmen sehr groß. anstifter ÖSTERREICH 2 | 2020 11

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