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Anstifter 2, 2019 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Schwerpunkt Leichte

Schwerpunkt Leichte Sprache Freiheit hat manchmal Grenzen In Deutschland leben Menschen frei und selbst-bestimmt. Der eigene freie Wille ist ein wichtiger Wert. Das ist im deutschen Grund-Gesetz geregelt. Auch für die Stiftung Liebenau ist Selbst-Bestimmung wichtig. Begleitete Menschen leben hier möglichst selbst-bestimmt. In sehr schwierigen Lagen nimmt man Menschen die Freiheit. Das ist zu ihrem eigenen Schutz. Manchmal ist es zum Schutz für andere. Zum Beispiel vergessen Menschen mit Demenz viel. Manchmal suchen sie ohne Erfolg den Weg zum Pflege-Heim. Oder sie tun sich mit dem Verkehr schwer. Dann ist ihre Gesundheit sehr gefährdet. Manchmal verletzen sich psychisch kranke Menschen selbst. Manchmal schlagen sie auch die Mitarbeiter. Dann kommen sie zum Beispiel in einen geschlossenen Raum. Das kommt manchmal in der St. Lukas-Klinik vor. Aber die Person kann trotzdem Nähe zu Mitarbeitern haben. Dafür sind zum Beispiel Gitter in der Tür. Man darf Menschen nur selten die Freiheit nehmen Dafür muss zum Beispiel ein Heim unbedingt ein Gericht fragen. Es darf nie selbst darüber bestimmen. Die Richterin Sigrid Scharpf kennt sich gut mit dem Gesetz aus. Als Richterin hat sie immer gute Lösungen mit Heimen gefunden. Betroffene Menschen haben sich weiterhin frei bewegt. 20 anstifter 2 | 2019

Schwerpunkt Jugendliche testen Mitarbeiter Conny Gerson arbeitet als Schul-Sozial-Arbeiterin. Sie arbeitet im Fach-Zentrum für Kinder und Jugendliche. Ganz wichtig ist hier das Vertrauen zueinander. Am Anfang haben die Schüler Conny Gerson getestet. Zum Beispiel haben sie mit Stühlen geworfen. Sie haben wissen wollen: Kann man zu Conny Gerson Vertrauen haben. Conny Gerson hat eine weitere Ausbildung gemacht. Das schwere Wort heißt: Deeskalations-Trainerin. Als Trainerin verhindert sie aggressive Sachen von Anfang an. Auszubildende unter-schreiben einen Vertrag Im Berufs-Bildungs-Werk machen junge Menschen eine Ausbildung. Zusammen-leben ohne Gewalt ist allen wichtig. Dazu gehört ein rücksichts-voller Umgang. Mitarbeiter sollen soziale Fähigkeiten von den Jugendlichen fördern. Manche Jugendliche haben große Probleme. Aber bei der Aufnahme unter-schreiben alle einen Vertrag. Darin steht: Gewalt hat im Berufs-Bildungs-Werk keine Chance. Alle Schüler halten sich daran. Mitarbeitende brauchen viele Gaben für ihre Arbeit. Das sind zum Beispiel: Geduld, Stolz, Mut. Wichtig ist auch der Zusammen-Halt. Dann schaffen sie gemeinsam eine Atmosphäre ohne Gewalt. anstifter 2 | 2019 21

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