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Anstifter 2, 2019 der Stiftung Liebenau Österreich

Schwerpunkt Ein Fest

Schwerpunkt Ein Fest fürs ganze Dorf Hauseröffnung in Bartholomäberg Kaum hatten die Glocken den sonntäglichen Gottesdienst ausgeläutet, strömten die Menschen aus der barocken Kirche in das moderne Gebäude schräg gegenüber. „Was mag da los sein“, staunte eine Bergtouristin und hätte keinesfalls auf die Eröffnung eines Pflegeheims geschlossen. Doch für die Einwohner von Bartholomäberg, die Bärgerinnen und Bärger, ist das Haus St. Anna eindeutig mehr als ein Pflegeheim. So wie davor schon im alten Seniorenheim bringen sich Vereine, Gruppen und persönlich Engagierte begeistert ein, wenn Aufgaben und Aktionen zum Wohl der älteren Menschen anstehen. Gemeinschaftlich gestalteten sie Mitte Mai daher auch die Eröffnungsfeier für das neue Haus, das mit seinen familiären Hausgemeinschaften, den offenen und öffentlichen Räumen selbst die Gemeinschaft fördert. Die Resonanz war groß: Im Laufe des Tages haben sich über 1 000 Gäste ein eigenes Bild von den Räumlichkeiten gemacht, sich ausgetauscht und wohlgefühlt. 4 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2019

Schwerpunkt Neben den Bärgerinnen und Bärgern haben sich zahlreiche Gäste aus den umliegenden Dörfern, außerdem Landeshauptmann Markus Wallner, Landesrätin Katharina Wiesflecker sowie weitere prominente Vertreterinnen und Vertreter des Landes, der Gemeinde und der Stiftung Liebenau eingefunden. „Es sind wirklich alle gekommen und noch viel mehr“, freute sich Hausleiter Florian Seher. „Das ist gut so, denn die Pflege und Betreuung der älteren Menschen geht uns ja alle an.“ Schon vormittags haben jede halbe Stunde jeweils bis zu 20 Interessierte an den Führungen durch das moderne Pflegeheim teilgenommen. Beeindruckt waren sie von den hellen Räumen, der hochwertigen Ausstattung und den modernen Wohnküchen, aber auch von der liebevollen Tischdekoration und der bunten Fotowand, die von einem lebendigen Miteinander zeugen. „Die Wohnküche ist der gemeinsame Mittelpunkt jeder Hausgemeinschaft. Hier können sich die älteren Menschen nach den eigenen Wünschen und Fähigkeiten am Alltagsgeschehen beteiligen oder einfach dabei sein“, erklärte Wohnbereichsleiterin Claudia Ganahl das Betreuungskonzept, das durch die offene Raumgestaltung unterstützt wird. „Das ist ein öffentlicher Bereich, wo die verschiedenen Berufsgruppen in einem Team arbeiten, sich Angehörige und Ehrenamtliche gerne einbringen. Wo auch immer mal wieder wer vorbeischaut, sei es die Physiotherapeutin, die Friseurin oder der Pfarrer. Wo gekocht, gebacken, geredet, hin und wieder auch gesungen und viel gelacht wird.“ Gemeinschaftlich zum Wohle aller Selbstverständlich kann sich jede Bewohnerin und jeder Bewohner jederzeit in das eigene Zimmer zurückziehen. Doch selbst an dem turbulenten Festtag der Hauseröffnung nahmen nur wenige diese Option in Anspruch. Noch während ihrer Ausführungen hatte Claudia Ganahl eine Bewohnerin zu einem der Sessel im Wohnbereich begleitet, wo schon andere die Szenerie beobachteten. „Das ist eine schöne Abwechslung heute“, bemerkte Christine Stockhammer zufrieden, die zum Tag der offenen Tür gerne und stolz ihr Zimmer zur Besichtianstifter ÖSTERREICH 2 | 2019 5

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