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Anstifter 2, 2018 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Service und Teilhabe.

Aus der

Aus der Praxis Stiftung Liebenau Pflege Baustart für zwei neue Einrichtungen Realisiert wird ein Haus der Pflege von der Stiftung Liebenau in Weidenbach (Landkreis Ansbach). 34 Einzelzimmer wird es in dem Komplex nahe des Mehrgenerationenhauses und der späteren Mehrgenerationen-Wohnanlage in der Ortsmitte geben. Aufgeteilt sind sie in zwei Wohngruppen, dazu gibt es je einen Gemeinschaftsraum und die Möglichkeit, zusammen in der Wohnküche zu essen. Der gemeinsame Fokus liegt auf der Qualität des Lebens älterer Menschen; sie sollen in Würde ihr Leben gestalten können. Ohne das Engagement von Weidenbachs Bürgermeister Gerhard Siegler wäre es nie so weit gekommen, betonte beim offiziellen Spatenstich (Foto) Stefanie Locher, Geschäftsführerin derLiebenau Leben im Alter“. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für August 2019 geplant, die Baukosten werden auf rund 4,6 Millionen geschätzt. Gefördert wird das Vorhaben von der Deutschen Fernsehlotterie. Wohn- und Pflegegemeinschaft in Ulm Die Bauarbeiten für das „Olga-und-Josef-Kögel-Haus für Wohnen, Pflege und Begegnung“ in Wiblingen haben begonnen. Bauherren sind die „Olga-und-Josef-Kögel-Stiftung für Wiblingen“ und die Stiftung Liebenau. In dem südlichen Stadtteil Ulms entsteht ein Haus mit 45 Plätzen nach dem Konzept der Wohn- und Pflegegemeinschaft. Das Angebot umfasst eine 24-Stunden-Betreuung und ist charakterisiert durch den Einsatz eines multiprofessionellen Alltagsteams aus Mitarbeitern der Pflege, der sozialen Betreuung sowie der Hauswirtschaft. Auf dem Gelände entstehen außerdem 18 Servicewohnungen, die vermietet werden. Ein weiterer Bestandteil ist der Olga-und-Josef-Kögel-Saal, der auch der Wiblinger Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Die Fertigstellung ist für September 2019 geplant. Insgesamt investieren die beiden Stiftungen rund 11 Millionen Euro. Gefördert wird das Bauvorhaben von der Deutschen Fernsehlotterie. Stiftung Liebenau Pflege Als Bindeglied und Multiplikator gestärkt Fast ein Jahr lang haben sich sieben Führungskräfte aus Häusern der Pflege der Stiftung Liebenau mit ausgewählten Projekten beschäftigt. In ihrer Rolle als Führungskraft, Bindeglied und Multiplikator zwischen Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern standen ihnen Vorgesetzte, interne und externe Berater sowie ein Coach zur Seite. Während der elfmonatigen Weiterbildung stand die Einführung der internen Qualitätsentwicklung, eines Strukturmodells mit personenzentrierter Pflege und reduzierter Bürokratie auf dem Programm. Die Teilnehmer konnten sich außerdem von internen Experten für Qualitätsmanagement oder für Betriebswirtschaft anleiten, begleiten und beraten lassen. In allen Praxisprojekten ging es neben der Schulung vor allem um eine intensive, fachliche Kommunikation mit den Mitarbeitern und Vorgesetzten. Zum Abschluss der Weiterbildung an der Akademie Schloss Liebenau gab es ein Zertifikat. 22 anstifter 2 | 2018

Aus der Praxis Stiftung Liebenau Teilhabe Gelebte Teilhabe am Bodensee In der Bahnhofstraße in Uhldingen-Mühlhofen ist das Thema Heimat und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben selbstverständlich geworden: Im Frühjahr wurde Einweihungsfest für das Wohnhaus (Bildmitte) und die Bildungs-, Begegnungs- und Förderstätte (BBF) der Stiftung Liebenau gefeiert. Im Wohnhaus wohnen seit rund einem Jahr 24 Menschen, die teilweise höchster Unterstützung bedürfen. In der Nähe erhalten 24 Menschen mit geistigen Behinderungen im BBF eine abwechslungsreiche und individuelle Tagesstruktur. Unterstützt wurde der Bau der Einrichtungen aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg durch das Ministerium für Soziales und Integration sowie durch Aktion Mensch. Stiftung Liebenau Teilhabe Jede Frau hat das Recht, „Nein“ zu sagen Grenzen setzen, „Stopp“ sagen, sich wehren: Das fällt Frauen mit Behinderungen nicht leicht, da sie oft Gewalt in unterschiedlicher Ausprägung erlebt haben. Um Zugang zur eigenen Stärke zu bekommen und den Mut zu haben, diese zu nutzen, haben sich 13 Frauen der Stiftung Liebenau Teilhabe im Landkreis Ravensburg diesen Themen gestellt. Bianka Neußer, Trainerin für Selbstbehauptung und -verteidigung mimte etwa den übergriffigen Mann und demonstrierte gemeinsam mit Gerlinde Walka vom Fachdienst in Rosenharz, wie man sich als Frau aus einer solch unangenehmen Situation befreit. Die Teilnehmerinnen wurden bei den Übungen von Mal zu Mal mutiger, bewiesen Stärke und den Willen, für sich selbst einzustehen. Der Kurs fand im Rahmen des Projektes „Gewaltfrei leben und arbeiten – Ein Projekt zur Verbesserung der Situation gewaltbetroffener Frauen mit Behinderung“ (kurz: GELA) statt und wurde unterstützt durch das baden-württembergische Sozialministerium. Neben landesweiten Schulungen für Frauen mit Behinderungen werden auch Fachkräfte in Einrichtungen geschult und sensibilisiert für den Umgang mit Übergriffen und sexueller Gewalt. anstifter 2 | 2018 23

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