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Anstifter 1, 2021 der Stiftung Liebenau

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Schwerpunkt

Schwerpunkt „Schwester“ macht Möbel nach Maß Hochwertige Möbel aus dem Schreinerzentrum des Ravensburger Berufsbildungswerks: In den Häusern der Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume setzt man gern auf die Holzprodukte der Schwestergesellschaft. Endspurt auf der Baustelle im Erdgeschoss des Franziskuszentrums in Friedrichshafen: Wenige Tage, bevor die Räume frisch renoviert wieder an die Seniorinnen und Senioren sowie an die sie betreuenden Fachkräfte übergeben werden, wird noch fleißig geschliffen, gehämmert und gebohrt. Schreiner Peter Arnold aus dem Ravensburger Berufsbildungswerk (BBW) dreht die letzten Schrauben in eine Holzgarderobe. Diese ist nicht das einzige Möbelstück, das er in den vergangenen Wochen hier montiert hat. Seien es Küchen, Staufächer, Bewohnerschränke oder die Einrichtung der Büros: Sämtliche Schreinerarbeiten beim Umbau des fünfstöckigen Zentrums übernimmt das BBW. In mehreren Bauabschnitten entsteht hier im Herzen der Zeppelinstadt bis zum Jahr 2024 ein komplett modernisierter Komplex mit dann insgesamt über 150 Plätzen für Dauer-, Kurzzeit- und Schwerstpflege, Tagespflege und Hospiz sowie 31 Appartments im ServiceWohnen. „Nichts von der Stange“ Im Schreinerzentrum des BBW hat man viel Erfahrung in der Herstellung von passgenauen Möbeln für besondere Bedürfnisse. Stockbetten für Jugendherbergen beispielsweise oder eben das Inventar für Häuser der Pflege werden hier individuell nach Maß gefertigt. Auch das Mobiliar fürs Franziskuszen- trum. „Ob Küche oder Garderobe – da ist nichts von der Stange“, betont Peter Arnold. Schränke und Co. sollen dabei nicht nur optischen Ansprüchen genügen. „Sie müssen besonders solide, stabil und sicher sein.“ Das Ergebnis gefällt: „Die Garderobenschränke sind klasse geworden“, lobt Birgit Scheef von der Bauabteilung der Liebenauer Pflegeunternehmen, die gerade auf Baustellenvisite ist. Wenn es um die Ausstattung der Einrichtungen gehe, greife man gerne auf die BBW-Schreinerprofis zurück. „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren gut zusammen“, sagt Scheef. Die Qualität stimme, und schließlich sei man ja „Geschwister unter dem Stiftungsdach“. Möbel für spezielle Wohnkonzepte Auch an weiteren Pflege-Standorten war das Ravensburger Schreiner-Team schon am Werk – zuletzt etwa beim Einbau einer Theke im Adolf-Gröber-Haus in Weingarten. Und für das Haus der Pflege Magnus in Waldburg gilt in Sachen Holz: alles „made in BBW“. Wochenlang gingen die Handwerker des Berufsbildungswerks dort ein und aus und halfen mit, dass in dem Neubau pünktlich zur Eröffnung Anfang 2021 alles passte. Auch hier waren die Anforderungen an die Möbel ganz auf die spätere Nutzung ausgerichtet: Geräumig sollten sie sein, Wertsachenfächer für die Bewohnerinnen und Bewohner enthalten sowie im Einklang stehen mit dem im Haus gelebten innovativen „Hausgemeinschaftsmodell“. Demnach seien auch die Küchen der Wohneinheiten konzipiert: als offene Orte der Begegnung für die betreuten Menschen sowie Ehrenamtliche und Angehörige, wie Einrichtungsleiterin Lena Hutzel berichtet. So lauteten die Vorgaben für die Kochbereiche: „Robust müssen sie sein und von der Einsatz im Franziskuszentrum Friedrichshafen: Schreinermeister Simon Schmid vom Berufsbildungswerk beim Einbau der neuen Küche. 16 anstifter 1 | 2021

Stiftung Liebenau Die Schreiner des Berufsbildungswerks stellen passgenaue, hochwertige, langlebige Möbel her. Hygiene her gut zu reinigen.“ Die Vorteile in der Zusammenarbeit mit dem BBW? Die kurzen Wege zwischen Planung, Werkstatt und Baustelle, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Qualität sowie feste persönliche Ansprechpartner. Jeder Auftrag: einmalig Damit ist Dirk Fischer gemeint, Produktionsleiter im BBW-Schreinerzentrum. Dort ist man viel mit Aufträgen aus dem Stiftungsverbund beschäftigt – sei es mit der Herstellung neuer Möbel oder mit Instandhaltungsarbeiten. Jeder Job sei speziell, doch bei allen Projekten gehe es darum, nachhaltige Produkte zu schaffen, „Möbel, die auf Langlebigkeit ausgerichtet sind.“ Und die jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf, die im BBW ihre Ausbildung absolvieren? „Wir versuchen, wenn immer es Lehrplan und zeitliche Abläufe zulassen, die Auszubildenden in die Aufträge einzubinden“, erklärt Fischer. So waren die Azubis unter anderem an der Fertigung der Bewohnerschränke für das Franziskuszentrum beteiligt. Zudem seien die Jugendlichen oft bei der Auslieferung mit dabei. „Damit sie sehen, wohin unsere Produkte gehen.“ Zum Beispiel nach Friedrichshafen. Dort sorgt BBW-Schreinermeister Simon Schmid gerade noch für den letzten Feinschliff in der Küche. Für den 42-Jährigen und seine Kollegen ist der Job im Franziskuszentrum dann erledigt. Vorerst. Denn schon bald werden sie wieder hier sein, schließlich ist auch bei den weiteren Bauabschnitten das Know-how der Holzspezialisten aus dem Berufsbildungswerk gefragt. (ck) Eine einmalige Entscheidung Zustifterrente gewährt Rente plus Wohnrecht „Wenn es dir gut geht, geht es mir auch gut“, sagt Johann Knöferl zu seiner Frau Elfriede kurz vor ihrem Notartermin in Ravensburg. Beide sind aufgeregt. Schließlich geht es um eine große Sache: ihr Haus. Das Ehepaar hat sich entschieden, ihr Haus nach dem Modell der Zustifterrente der Stiftung Liebenau zu verrenten. Das Haus wird dabei verkauft, die Eigentümer erhalten eine monatliche Rente und ein lebenslanges Wohnrecht. Ein inzwischen immer beliebteres Modell. Vor allem für Hausbesitzer, die ihr Haus nicht verlassen möchten und ihre Rente aufbessern wollen. Für die Stiftung Liebenau sind die Knöferls besondere Zustifter, denn mit ihnen konnte sie den inzwischen 100. Vertrag abschließen. Das klingt angesichts der knapp 15 Jahre, in denen die Stiftung Liebenau diese Form der Immobilienverrentung anbietet, nicht viel. Doch hinter jedem Vertrag stehen oftmals lange und gründliche Beratungen und Entscheidungsprozesse. „Jeder Fall ist anders, und wir legen großen Wert darauf, dass unsere Zustifter zu 100 Prozent hinter ihrer Entscheidung stehen können und dauerhaft zufrieden sind“, betont Dr. Markus Nachbaur, Vorstand Stiftung Liebenau. Bei den Knöferls reifte die Entscheidung seit Oktober 2019. Elfriede Knöferl hatte einen Bericht über die Immobilienverrentung im Fernsehen gesehen. Sie recherchierte weiter und hatte schließlich über den Vertriebspartner Wüstenrot den Liebenauer Abteilungsleiter Christoph Sedlmeier am Apparat. Sie vereinbarten einen Vor-Ort-Termin. Mit dem Sachverstand eines Diplomsachverständigen für Immobilienbewertung und Infos über den lokalen Immobilienmarkt im Gepäck berät Sedlmeier das Ehepaar Knöferl und sieht sich das Haus an. „Ich kenne aus vielen Gesprächen die Bedenken und Argumente gegen und für eine Berentung. Erstmal stelle ich die Stiftung anstifter 1 | 2021 17

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