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Anstifter 1, 2020 der Stiftung Liebenau

Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Aus der

Aus der Praxis Leichte Sprache Kriegs-Gräber und die Erinnerung pflegen Jugendliche vom Berufs-Bildungs-Werk haben Kriegs-Gräber gepflegt. Dafür sind sie ins Elsass und nach Italien gefahren. Ihnen ist wichtig, dass diese Mahn-Male erhalten bleiben. Die Jugendlichen haben dabei wichtige Erfahrungen gemacht. Viele getötete Soldaten waren so alt wie sie selbst. Die Jugendlichen waren von den Schicksalen erschüttert. Für ihr Engagement haben sie Urkunden bekommen. Stiftung Liebenau Bildung Kriegsgräberfürsorge: viele bleibende Eindrücke Drei Ausbildungs- und Berufsvorbereitungsgruppen aus den Standorten Ravensburg und Ulm des Berufsbildungswerks (BBS) waren im Rahmen der Aktion „Arbeit für den Frieden“ unterwegs. Ihr Einsatz führte sie im vergangenen Jahr nach Straßburg, ins elsässische Bergheim und ins italienische Costermano am Gardasee, damit diese Orte als Mahnmale für den Frieden erhalten bleiben. Gleichzeitig haben sie wichtige Erfahrungen gemacht. Als Anerkennung gab es vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. die entsprechenden Zertifikate für die Jugendlichen und ihre Begleitpersonen. Auf den Gedenkstätten für gefallene Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges verrichteten die Jugendlichen Gartenarbeiten, jäteten Unkraut und reinigten die Grabsteine sowie -kreuze samt Inschriften und spürten dabei hautnah die besondere Atmosphäre. Deshalb beschäftigten die Teilnehmenden auch nach getaner Arbeit noch die vielen menschlichen Schicksale von Krieg und Gewaltherrschaft. Die einen schrieben daraufhin persönliche Briefe an die gefallenen Soldaten, die anderen ließen das Erlebte durch Erzählungen Revue passieren. So berichteten die jungen Frauen und Männer von „beeindruckenden“ und „schönen Erfahrungen“, die sie zum Nachdenken brachten. „Viele waren noch nicht einmal so alt wie ich, sondern erst 17 oder 18“, so eine Teilnehmerin über die viel zu früh gestorbenen Soldaten. „Irgendwie nimmt einen das schon mit“, war auch zu hören. Oder, dass ihnen, angesichts der unzähligen Namen auf den Grabsteinen, klar geworden sei: „Krieg macht nicht vor ethnischer Herkunft eines Menschen, vor seiner Hautfarbe, Sprache und Religion halt.“ Und so empfinden die Jugendlichen die „Arbeit für den Frieden“ auch als wertvoll, „damit die nächsten Generationen an die Folgen eines Krieges erinnert werden“. Die Stiftung Gedenken und Frieden im Volksbund förderte jeden der drei Einsätze mit jeweils 500 Euro. Die Briefe der Jugendlichen gibt es hier: www.stiftungliebenau.de/bildung/aktuelles/arbeit-fuer-den-frieden-2019 26 anstifter 1 | 2020

Stiftung Liebenau Freude inklusive Ihre Spende für die Stiftung Liebenau Spendenkonto Sparkasse Bodensee IBAN: DE35 6905 0001 0020 9944 71 BIC: SOLADES1KNZ Impressum Anstifter Wir sagen Danke! Auflage: 8 500 Herausgeber: Stiftung Liebenau Eine Woche nicht nur Skifahren In diesem Winter steht für sechs Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) Don-Bosco-Schule wieder eine Woche Skifahren auf dem Programm. Und wer es noch nicht kann, der lernt es. Durch den sportlichen Erfolg erhalten die Jugendlichen eine Bestätigung des eigenen Tuns. Solche Erfolgserlebnisse sind wichtig für das Selbstwertgefühl und für die Steigerung der Frustrationstoleranz. Bei diesem Angebot geht es außerdem um praktisches Sozialkompetenztraining in der Gruppe. Im Schulbudget sind solche Projekte nicht vorgesehen. Die Woche finanziert sich größtenteils über die Spende von 2.500 Euro des Ladies Circle 37 Ravensburg. Für diesen Zweck verkaufen die Mitstreiterinnen alljährlich Waffeln auf dem Ravensburger Christkindlesmarkt. Spende ist wie Weihnachten Eine großzügige Weihnachtsspende über 5.000 Euro überreichten die Geschäftsführer des Bauunternehmens F. K. Systembau aus Münsingen, Ewald Schmauder und Frank Bechle, der Stiftung Liebenau. Sie wird für das Hospiz im Franziskuszentrum Friedrichshafen verwendet. Dort finden derzeit umfang reiche Renovierungs- und Sanierungsarbeiten statt, die nur mit Spenden geschultert werden können. Das Hospiz wurde vor 21 Jahren eröffnet, bietet Platz für neun Gäste und ist ein Ort für einen würdevollen Abschied. Nach einem Umzug innerhalb des Gebäudes, werden die neuen, größeren Räumlichkeiten noch wohnlicher sein. Wie im Märchen Traditionell fließen vom Erlös des stiftungseigenen Creativo-Weins vier Euro pro Flasche in soziale Projekte der Stiftung Liebenau. 3.200 Euro konnte die Jury aus Vertretern von Werkstatträten und Heimbeiräten in diesem Jahr verteilen. Acht von zwölf Vorschlägen wurden von den Mitgliedern der Creativo-Jury ausgewählt. Die größte Zustimmung fand der Projektvorschlag „Digitales Lernen mit dem Tablet“. Zugang zu digitalen Medien und damit Teilhabe an der digitalen Welt sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Für die Beschäftigten der WfbM der Liebenau Service kann dank Creativo nun ein Tablet angeschafft werden. Mithilfe spezieller Apps und Lernvideos werden damit unter anderem gezielt Kompetenzen wie etwa Rechnen, Lesen, Schreiben, Konzentration trainiert. Redaktion: Helga Raible (hr), verantw.; Anne Oschwald (ao), Daniel Krüger (dk), Susanne Droste-Gräff (sdg) Stiftung Liebenau Siggenweilerstraße 11 88074 Meckenbeuren Tel. 07542 10-1238 E-Mail: helga.raible@ stiftung-liebenau.de Druck: Siegl Druck und Medien GmbH & Co. KG, Friedrichshafen Autoren in dieser Ausgabe: Elke Benicke (ebe), Ruth Eberhardt (rue), Felix Kästle (lix), Christof Klaus (ck), Heike Schiller (hs) Die Texte in Leichter Sprache (S. 20, 21, 26) wurden übersetzt von Anne Oschwald und geprüft von der Prüfergruppe der Stiftung Liebenau. Piktogramme: METACOM Symbole © Annette Kitzinger Bildnachweise: Felix Kästle (S. 1, 4, 5, 7, 8, 10, 14, 15, 17), Marco Mehl (S. 3), stock.adobe.com (S. 6, 24, 25), Christof Klaus (S. 12, 23), DACHCOM.de (S. 16), BMFSFJ (S. 17), Stiftung Liebenau (S. 9, 18, 19, 22, 28), Anne Luuka (S. 24), privat (S. 14, 15, 26), Svenja Kranz (S. 27). anstifter 1 | 2020 27

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