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Anstifter 1, 2020 der Stiftung Liebenau

Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Schwerpunkt „Mach

Schwerpunkt „Mach Karriere bei uns“ In Vorarlberg, Oberösterreich und Kärnten betreibt die Stiftung Liebenau zehn Pflegeheime, verschiedene Wohnformen für rüstige Senioren, eine Wohnanlage „Lebensräume für Jung und Alt“ sowie eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen – insgesamt also jede Menge Möglichkeiten für die berufliche Zukunft in der Pflege und Betreuung, der Gemeinwesenarbeit, der Hauswirtschaft und -technik, in der Küche oder im Büro. Arbeitsplatz über das Gesundheitsprogramm ‚tuat guat‘ bis hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Hauptteil der Broschüre können sich Interessierte ein Bild von den einzelnen Berufen machen: Insgesamt werden 14 auf jeweils einer eigenen Doppelseite vorgestellt. Auch potenzielle Wieder- und Quereinsteiger, FSJler, Zivildiener und freiwillig Engagierte finden auf jeweils einer eigenen Doppelseite spezifische Infos. Anhand einer Adressliste zu den Einrichtungen der Liebenau Österreich im hinteren Teil der Broschüre kann sich jeder direkt am Standort seiner Wahl bewerben. „Unsere Angestellten, Praktikanten, FSJler, Zivildiener und ehrenamtlich Engagierten profitieren von der Kompetenz, Erfahrung und Vielfalt, die wir im Verbund der Stiftung Liebenau besitzen“, sagt Geschäftsführer Klaus Müller. Um neue Mitarbeiter zu werben, hat die Liebenau Österreich ihr länderund unternehmensspezifisches Angebot an Berufsbildern, die jeweiligen Entwicklungsmöglichkeiten und Benefits in einer Broschüre zusammengestellt: „Mach Karriere bei uns“ richtet sich an bereits Qualifizierte ebenso wie sich Qualifizierende, Wieder- und Quereinsteiger sowie freiwillig Engagierte jeden Alters. „Die Arbeit in der Pflege und Betreuung ist abwechslungsreich, bisweilen aber auch fordernd“, weiß Müller. „Deshalb bieten wir viele Zusatzleistungen.“ Diese Benefits werden auf den ersten Seiten der Broschüre vorgestellt und kurz ausgeführt: Sie reichen von einem fairen Gehalt und sicheren Verdiente Aufwertung der Pflege Die generalistische Pflegeausbildung bietet große Chancen Am 1. Januar 2020 ist das neue Pflegeberufegesetz in Kraft getreten. Das bedeutet: Alle, die sich bisher zu Beginn ihrer Ausbildung für einen der Pflegeberufe Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege entscheiden mussten, erwerben künftig in einer dreijährigen generalistischen Ausbildung Kompetenzen in allen Pflegedisziplinen. Was sich ändert, erläutert Dr. Achim Hollenbach, Leiter der Abteilung Qualität und Entwicklung im Aufgabenfeld Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume. Herr Dr. Hollenbach, was bietet die generalistische Pflegeausbildung? Ich bin sehr froh, dass der Gesetzgeber diese längst überfällige Reform der Pflegeausbildung vorgenommen hat. Unsere Auszubildenden machen ab jetzt einen Abschluss, der in allen Ländern der EU anerkannt ist – gerade für die jungen Menschen ein enormes Entwicklungspotenzial! Die generalistische Pflegeausbildung nimmt dabei die strukturellen Veränderungen in der Pflege auf. Sie ist aufgrund des medizinischen und pflegewissenschaftlichen Fortschritts komplexer geworden und bedarf vertiefterer Kenntnisse. Die künftigen Pflegefachfrauen und -männer sind daher im besten Sinne 16 anstifter 1 | 2020

Schwerpunkt des Wortes „vom Fach“ und können auf alle ihnen anvertrauten Menschen – vom Säugling bis zum Senior – mit den unterschiedlichsten Pflegeanforderungen eingehen. Das halte ich für einen großen Fortschritt, der auch den Pflegeberuf stark aufwertet. Die Pflegenden haben das verdient. Dr. Achim Hollenbach, Fachmann für Qualität und Entwicklung sieht viele Chancen in der neuen Pflegeausbildung. Es gibt also in Zukunft keine Altenpflegerinnen und -pfleger mehr? Ja und nein. Es gibt weiterhin die eigenständige einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer oder zur Altenpflegehelferin, und es gibt weiterhin eine Wahl. Aber in den ersten beiden Jahren ist die Ausbildung für alle gleich. Daraus entwickelt sich idealerweise ein gemeinsames Verständnis für dieses vielfältige Berufsfeld. Im dritten Jahr kann man sich für eine Fachrichtung entscheiden und entweder einen generalistischen Abschluss als Pflegefachfrau oder -mann oder den speziellen Abschluss in Kinderkrankenpflege oder Altenpflege ablegen. Zu welcher Entscheidung würden Sie raten? Ich empfehle, im dritten Jahr bei der Generalistik zu bleiben, freue mich aber auch, wenn man sich für den spezialisierten Abschluss in der Altenhilfe entscheidet. Die Zukunft gehört der vielseitig ausgebildeten Pflegefachkraft mit einem umfassenden Pflegeverständnis und der Fähigkeit zu vernetztem Denken. ambulantem und stationärem Pflegebereich auch die Klinik sowie Pädiatrie und Psychiatrie. Damit kommen künftig auch Krankenhaus-Azubis zu uns ins Pflegeheim. Verlieren die alten Abschlüsse ihre Bedeutung? Nein, auf keinen Fall. Sie sind im beruflichen Alltag gleichgestellt. Was ändert sich ganz konkret im Ausbildungsverlauf? Wie bisher auch sind die Azubis an einer Einsatzstelle angestellt. Aber sie bekommen schon zu Beginn einen Ausbildungsplan mit den abzuleistenden Praktika, die deutlich umfangreicher sind als bisher. Fünf Bereiche müssen abgedeckt werden: neben Ausführliche Informationen zur generalistischen Pflegeausbildung, Beratung und Bewerbung: www.stiftung-liebenau.de/generalistik anstifter 1 | 2020 17

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