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Anstifter 1, 2020 der Stiftung Liebenau Österreich

Forum | Glossar

Forum | Glossar Jahrzehnte im Team Jubilarfeier in Vorarlberg Seit mindestens zehn und bis zu 40 Jahren sind 53 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stiftung Liebenau in Vorarlberg beschäftigt – zusammen zählen sie über 800 Dienstjahre. Mitgezählt wurden auch die bereits geleisteten Arbeitsjahre in Einrichtungen, die die Stiftung Liebenau später übernommen hat. Um ihre Leistungen und die Treue zum Unternehmen zu ehren, waren die Jubilare im Oktober zu einem festlichen Essen in das Feldkircher Gasthaus Löwen eingeladen. Geschäftsführer Klaus Müller dankte jeder und jedem persönlich mit einer Rose, einer Urkunde und einem Einkaufsgutschein für das Engagement zum Wohle der betreuten Menschen; auch Betriebsratsobmann Walter Fitz überbrachte Glückwünsche. Seitens des Landes überreichte Bernhard Heinzle, Vizepräsident der Arbeiterkammer Vorarlberg, Urkunden für eine Betriebszugehörigkeit von 25 und 30 Jahren. Mit 40 Dienstjahren war Annemarie Vögel die Jubilarin des Abends: Ihre Kochlehre absolvierte sie im Bregenzer Seniorenheim Schlossberg, das die Stiftung Liebenau, die damals noch St. Anna-Hilfe hieß, im Jahr 1998 übernommen hat. Annemarie Vögel arbeitet heute als stellvertretende Küchenleiterin in der Großküche des Sozialzentrums Mariahilf in Bregenz. (dr) Gruppenfoto mit Vorarlberger Jubilaren und Geschäftsführer Klaus Müller (hintere Reihe Mitte). Regionale Varianten einer Sprache „Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden“, sagt Konfuzius. Und wenn sich die Gesprächs - partner trotz guten Willens und der Zuhilfe nahme des Glossars nicht verständigen können? „Dann hilft ein Lächeln“, rät Hausleiterin Bernadette Peitler. schriftdeutsch vorarlbergisch kärntnerisch oberösterreichisch sich begegnen zemma si sich treffn, zomkummen aufanonda treffn Wanderausstellung Wanderusstellig Wondaausstellung Wondaausstellung größer werden / expandieren usbaua, zualega greaßa wean, wochsn greasa wean, ausbaun zurückblicken zruck luaga zruckschaun zruckschaun vorausschauen / in die Zukunft blicken führi luaga vorausschaun viere schaun sich weiterentwickeln wieta entwickla sich weitaentwickln, fuatbüldn dazualerna feiern fiera, fäschta feian, die Sau ausalossn feian sich besuchen hengara sich besuachn, vorbeikummen sich besuachn, auf an ratscha vorbeikemen sich gut unterhalten / schnell sprechen Thema : Jubiläum schnäddera quatschn, schnottan ratschn 18 anstifter ÖSTERREICH 1 | 2020

Praxis aus VORARLBERG „Es hat sich gelohnt“ Wohnbereiche im Sozialzentrum Mariahilf renoviert und umgebaut Ruhiger und natürlicher, einfach gemütlicher finden Bewohner wie Mitarbeiter ihre frisch renovierten und umgebauten Wohnbereiche im ersten und zweiten Stock des Sozialzentrums Mariahilf. Grund dafür sind Schallschutzmaßnahmen, hochwertige Materialien sowie ein stimmmiges Gesamtkonzept. Mitte November haben die älteren Menschen ihre neue Wohnatmosphäre gemeinsam mit Stadträtin Elisabeth Mathis, Architekten und Angehörigen gefeiert. Wo vorher Teppichböden so einiges schluckten, duften jetzt naturbelassene Dielenböden nach geöltem Eichenholz. Heimelige Schrankwände, ebenfalls aus echtem Holz und mit reichlich Stauraum, trennen das Wohnzimmer vom Essbereich. Sie ersetzen die früheren Milchglaselemente, bieten mehr Schallschutz und neue Sichtachsen: Während der Blick vorher auf den Gang ging, können die älteren Menschen nun das Treiben im Essbereich beobachten. Für eine ruhigere Atmosphäre sorgen vor allem die über dem gesamten Wohnbereich an der Decke installierten Akustikplatten. „Der Boden ist einmalig schön, das Wohnzimmer sehr gemütlich, die Küche einfach toll“, schwärmt die 90-jährige Bewohnerin Anneliese Quitt. „Das Renovieren hat seine Zeit gebraucht, aber es war gut organisiert und hat sich gelohnt.“ sie wie gewohnt helfen wollte, haben die Handwerker super reagiert, ihren Wunsch respektiert und sie mit leichtem Werkzeug ausgestattet“, lobt Gerhard Hofer. Mehr Raum durch Umbauten Zum Gesamtkonzept, entworfen und geplant vom Büro Fink Thurnher Architekten, gehörten auch einige Umbauten: So wurde der Andachtsraum im ersten Stock zugunsten eines geräumigeren Wohnzimmers verlegt; im zweiten Stock das bisherige Pflegebad in ein Bewohnerzimmer umgewandelt, außerdem ein Abstellraum für mehr Fläche aufgelassen. „Ich freue mich, dass die Stiftung Liebenau den Umbau in die Hand genommen hat“, sagte Stadträtin Elisabeth Mathis im Rahmen der kleinen Feier. Auch die Dienstzimmer wurden renoviert und neu ausgestattet, zum Beispiel mit zusätzlichen Mitarbeiter-Fächern für Taschen und Persönliches. Im zweiten Stock ist durch die Verkleinerung des Medikamentenbereichs ein weiterer Rückzugsraum für das Personal entstanden. „Die große Baustelle ist vorbei“, sagt Hausleiter Markus Schrott. „Jetzt geht es um kleinere, aber nicht unwichtige Dinge: Das Aufhängen von Vorhängen oder Bildern, das Stellen kleinerer Möbel und das Einräumen der Schränke.“ Baustelle bot auch Positives Jeweils sechs Wochen dauerte der Umbau inklusive Renovierung auf jedem Stock. „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner erlebten die Zeit zunächst euphorisch. Dann gab es weniger spannende Phasen, zum Beispiel als die Kabel verlegt wurden. Doch gegen Ende war der Fortschritt wieder sichtbar und die Freude groß“, berichtet Pflegedienstleiter Gerhard Hofer. Außerdem bot die Baustelle auch Positives: So aßen Bewohner mit höheren Pflegestufen übergangsweise in den Seitenarmen der Wohnbereiche und freuten sich über die kürzeren Wege. Die Rüstigeren wiederum genossen den täglichen Ausflug in den Speisesaal im Erdgeschoss. Besonders glücklich machte die Baustelle eine ältere Dame mit Demenz, die diese Situation mit ihrem verstorbenen Mann in Verbindung brachte. „Als „Der Boden ist einmalig schön“, freut sich Anneliese Quitt (rechts) und testet ihn auf der Feier bei einem Tänzchen. anstifter ÖSTERREICH 1 | 2020 19

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