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Anstifter 1, 2019 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Stiftung Liebenau Bei der Verabschiedung aus dem Aufsichtsrat bekam Prof. Dr. Bruno Schmid (Mitte) das Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Joachim Senn verliehen. Ehrenzeichen für brillanten Ethiker Prof. Dr. Bruno Schmid wird aus Aufsichtsrat verabschiedet Prof. Schmid war Professor für Katholische Theologie an der Pädagogischen Hochschule Weingarten im Fachbereich Religionspädagogik. Seit 1993 war er Mitglied im Aufsichtsrat der Stiftung Liebenau. In dessen Ausschuss Soziale Dienste wirkte er seit 2010 mit, seit 2014 war er Ausschussvorsitzender. Mit einer Feierstunde wurde er am 14. Dezember aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt er das Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau. Das Wirken des Theologen ist untrennbar verbunden mit dem Ethikkomitee der Stiftung Liebenau, das 1995 – damals als Ethikkommission – ins Leben gerufen wurde. Es begleitet das Handeln der Stiftung Liebenau aus ethischer Perspektive. Prof. Schmid war von Anfang an dabei, seit 2012 als Vorsitzender. Als Ergebnis der ethischen Reflektionen sind zahlreiche Broschüren, Positionspapiere und Handreichungen für Mitarbeitende und Vorstand der Stiftung Liebenau entstanden. Das Positionspapier zur „Beihilfe zum Suizid in ethischer Bewertung“, erschienen 2014, wurde sogar vom Bundesverfassungsgericht nachgefragt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Joachim Senn hob Prof. Schmids intellektuelle und sprachliche Brillanz hervor. Mit seiner Fähigkeit, auch schwierige Sachverhalte verständlich zu vermitteln, habe er die Arbeit im Aufsichtsrat sehr bereichert. Versehen mit einem festen ethischen Kompass habe ihn das Gremium gleichzeitig als reform- und zukunftsorientiert erlebt. Sein Humor und seine Lebensfreude habe die Zusammenarbeit ebenso bereichert wie das hohe Maß an Empathie, das er betreuten Menschen, Mitarbeitenden und Führungskräften entgegenbrachte. In dankbarer Anerkennung seines großen Engagements im Sinne der Stiftung Liebenau und der von ihr betreuten Menschen überreichte ihm Dr. Senn gemeinsam mit dem Vorstand das Ehrenzeichen der Stiftung. Mit diesem Zeichen werden Personen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise um das Wohl der Stiftung Liebenau und ihre Aufgaben im Sozialund Bildungsbereich verdient gemacht haben. Prof. Schmid warf einen Blick zurück auf 25 bewegte Jahre als Aufsichtsrat, auf positive Erfahrungen ebenso wie auf schwierige Situationen. Er selbst habe sehr profitiert von der Vielfalt der sozialen und wirtschaftlichen Themen sowie den unternehmerischen Einblicken. Dankbar äußerte er sich darüber, dass es nach langen Auseinandersetzungen gelungen sei, wieder eine gute, konstruktive Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Diözese aufzubauen. (hr) 4 anstifter 1 | 2019

Stiftung Liebenau Spiritueller Impuls von Prälat Michael H. F. Brock Ich wünsche Ihnen alles Gute, auch persönlich. Das ist jetzt nicht wahr? Sie wünschen mir etwas ganz persönlich? Und wenn ich das jetzt persönlich nehme? Kommen Sie damit zurecht, wenn ich Ihnen antworte – eben auch ganz persönlich? Ich würde Ihnen erzählen, dass ich gerade verzweifelt einen Parkplatz gesucht habe, dabei bin ich schon spät dran, meine Tochter wollte mich nicht gehen lassen, heute früh in der Kita, und jetzt ärgern sich die Kollegen. Könnten Sie etwas damit anfangen, wenn ich vom Glück sprechen würde, das ich empfinde, wenn ich meinen Kindern beim Spielen zusehe? Dürfte ich wirklich beginnen, darüber zu reden – auf Ihren Wunsch hin? Sie erinnern sich: Alles Gute, auch persönlich, wenn ich Ihnen sagen würde, es täte mir gut, Sie würden sich Zeit nehmen, auf einen Kaffee vielleicht, in der Pause, wir würden plaudern über das Leben außerhalb vom Geschäft. Das wäre schön, und wir hätten Zeit. Darf ich wirklich ganz persönlich darüber reden, was mir gut täte? Ich würde so gern einmal reden, über die Ideen für meine Arbeit. Über die Reisen, von denen ich träume. Über das Leben mit Kindern, allein, ohne Partner. Und überhaupt – einfach mal wieder in Ruhe sitzen und reden. Ich habe so lange nicht mehr in Ruhe Kaffee getrunken. Oder einen Spaziergang gemacht zu zweit. Wie wäre es mit einem Spaziergang? Keine Angst, nur ein kurzer Gang, zu mehr ist es zu kalt. Aber warum schauen Sie mich so entsetzt an. Habe ich etwas falsch gemacht, etwas gesagt, was Sie verstimmt? Das wollte ich wirklich nicht. Persönlich? Ja, das haben Sie gesagt. Ah, es war nur höflich gemeint, sehr höflich sogar. Und beinahe hätte ich es persönlich genommen. Aber so haben Sie es nicht gemeint. Ja, das habe ich verstanden. Es war eine Grußformel. Ein höfliches: Ich werde jetzt an Ihnen vorübergehen. Mich interessiert Ihre Geschichte nicht, nicht wirklich, wie es Ihnen geht. Aber das wollten Sie mir ganz höflich sagen, sozusagen ganz persönlich. Schade, dachte ich. Es klang so liebevoll. Aber ich lerne hinzu, jeden Tag neu. Ich kann also auch sehr liebevoll einem Menschen zum Ausdruck bringen, dass er mir egal ist. Eben mit einem „Alles Gute, auch persönlich“, was gar nicht persönlich gemeint war, sondern nur höflich. Ich habe einen Wunsch. Lasst mich in Ruhe mit den guten Wünschen, auch den ganz persönlichen, wenn sie nicht persönlich gemeint sind. Für Floskeln bin ich zu alt und für Höflichkeiten, die nur höflich sind, aber nicht persönlich gemeint, sie interessieren mich nicht mehr. Was mich interessiert, leidenschaftlich und gern, sind Begegnungen, die wirklich persönlich sind. Wenn ein „Wie geht es Ihnen?“ eine Einladung ist, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, und wir einander begegnen, freue ich mich herzlich. Zeit – persönliche Begegnung braucht einfach Zeit. Wer sie sich nimmt, ist herzlich willkommen. Ich habe ja auch etwas zu verschenken: Zeit, Gedanken, Augenblicke ganz persönlich. Wer es ehrlich meint mit mir, dem gilt auch von mir: Alles Gute, auch persönlich. anstifter 1 | 2019 5

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