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Anstifter 1, 2018 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Service und Teilhabe.

Aus der

Aus der Praxis Leichte Sprache Aus fremden Ländern nach Rosenharz In Rosenharz leben Menschen mit Behinderungen. Die Einrichtung gehört zur Stiftung Liebenau. Mitarbeiter begleiten und unterstützen sie. Viele junge Mitarbeiter machen ein Praktikum oder eine Ausbildung. Besonders viele kommen aus anderen Ländern. Zum Beispiel: Kamerun, Nepal oder Ungarn. Sie erzählen den Kollegen viel Neues von ihrer Heimat. Zum Beispiel wie Menschen mit Behinderungen dort leben. Sie sagen: In Kamerun ist es normal, dass sie am Alltag teilnehmen. In Ungarn werden Menschen mit Behinderung oft versteckt. Viele verbringen ihr Leben deshalb zu Hause. 22 anstifter 1 | 2018

Aus der Praxis Stiftung Liebenau Teilhabe Wiggenhausen: Stadtteil mit sozialem Charakter Wohnen, wo Leben ist: In Friedrichshafen-Wiggenhausen setzt die Stiftung Liebenau zusammen mit der Zeppelin Wohlfahrt ein soziales Konzept für 58 Wohnungen um. Drei Wohnungen stehen für insgesamt elf Menschen mit Assistenzbedarf zur Verfügung. Ambulant begleitet werden die Bewohner von der Stiftung Liebenau. Der Fokus der Begleitung richtet sich neben der individuellen Assistenz vor allem auf die Teilhabe im Quartier. Die barrierefreien Wohnungen ermöglichen ein gemeinschaftliches Zusammenleben und bieten dennoch genügend individuellen Freiraum und Privatsphäre. Auch junge Menschen, die bisher noch bei ihren Eltern oder in einer stationären Einrichtung leben, können hier für ein eigenständiges Wohnen vorbereitet und geschult werden. Ein großer Gemeinschaftsraum im Gebäude kann von den Bewohnern des Hauses und Menschen der benachbarten Wohnanlagen für private Veranstaltungen sowie für gemeinsame Aktionen und Projekte genutzt werden. Stiftung Liebenau Gesundheit Zwei neue Wohnheime für junge Menschen Das ehemalige Kinder- und Jugenddorf Hegenberg der Stiftung Liebenau wird in den kommenden Jahren zu einem pädagogisch-therapeutischen Kompetenzzentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene weiterentwickelt. Dazu sind umfangreiche bauliche Veränderungen notwendig. Der erste große Schritt ist nun der Bau von zwei neuen therapeutischen Wohnheimen, die die Liebenau Kliniken betreiben werden. Das Wohnen umfasst sowohl therapeutisch-pädagogische als auch medizinische Interventionen, die auf eine psychische Stabilisierung der betroffenen Menschen zielen, um ihnen wieder eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die Fachteams sind multiprofessionell aufgestellt. Mit dem Bau dieser beiden Wohnheime reagiert die Stiftung Liebenau auf veränderte Standards der Landesheimbauverordnung, die kleinere Häuser für höchstens 24 Bewohner vorsieht. Die Baukosten für beide Häuser belaufen sich auf voraussichtlich rund 4,4 Millionen Euro. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg fördert das Bauprojekt mit einem Zuschuss in Höhe von etwas mehr als 1,4 Millionen Euro. Fertiggestellt werden beiden Wohnheime 2019. Weitere Veränderungen werden in den nächsten Jahren in Hegenberg folgen. Die baulichen Maßnahmen gehen einher mit inhaltlichen Überlegungen für die Zukunft des Ortes. Am Ende des Veränderungsprozesses sollen in Hegenberg etwa 140 statt bisher 350 Menschen mit Behinderungen wohnen. anstifter 1 | 2018 23

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