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Anstifter 1, 2017 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Service und Teilhabe.

Stiftung Liebenau Österreich Das neue Haus St. Fidelis in St. Gallenkirch bietet Platz für 32 pflegebedürftige ältere Menschen. Im dritten Obergeschoss stehen rüstigen Senioren acht heimgebundene Wohnungen zur Verfügung. Nicht daheim und doch zuhause Haus St. Fidelis: neues Pflegeheim im Montafon eröffnet Die Liebenau Österreich gemeinnützige GmbH hat ein neues Haus mit 32 Plätzen für pflegebedürftige, ältere Menschen und acht heimgebundenen Wohnungen für rüstige Senioren erstellt. „Bewohner und Mitarbeiter haben sich in der familiären Atmosphäre der Hausgemeinschaften vom ersten Tag an wohlgefühlt“, berichtet Hausleiter Florian Seher. Auch die rund 150 Gäste auf der Einweihungsfeier Mitte November 2016 waren begeistert von Architektur und Konzept. „Nicht daheim und doch zuhause“, lobte Landesrätin Katharina Wiesflecker das im Haus St. Fidelis realisierte Konzept der Hausgemeinschaften und dankte für die gute Zusammenarbeit. „Wir möchten den älteren Menschen ein familiäres und sicheres Leben bieten – so wie sie es von zuhause gewohnt sind“, erklärte Klaus Müller, Geschäftsführer der Liebenau Österreich. Die 13 Bewohner aus dem alten Pflegeheim Innermontafon sowie weitere ältere Menschen aus dem Umkreis von St. Gallenkirch waren bereits Anfang Oktober 2016 in das neue Haus um- oder eingezogen; je 16 Bewohner leben nun in einer der beiden Hausgemeinschaften. In der gemeinsamen Wohnküche kümmert sich die Alltagsmanagerin um das Essen und den Haushalt. So sehen, hören und riechen die Senioren, was vor sich geht, und können sich nach den eigenen Wünschen und Fähigkeiten beteiligen oder einfach dabei sein. „Der Kontakt mit den Bewohnern ist sehr intensiv, so wie in einer Großfamilie“, sagt Alltagsmanagerin Angelika Ganahl. Selbstverständlich ist der Rückzug in das eigene Zimmer jederzeit gegeben. „Ich komme viel herum, habe den internationalen Vergleich und kann nur bestätigen: Das Haus St. Fidelis ist ein wirklich schönes Haus!“, betonte Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau. Er bezog sich dabei sowohl auf das Konzept der Hausgemeinschaften, das sich bereits in anderen Häusern innerhalb der Liebenau Österreich bewährt hat, als auch die Bauart des Hauses St. Fidelis selbst. Mit Bergblick und voller Sonnenschein Architekt Dietmar Walser führte aus, warum die beiden Hausgemeinschaften zu Recht „Sonnenschein“ und „Bergblick“ heißen. Neben der lichten Architektur sorgt auch die zirkadiane Lichtsteuerung für tageslichtähnliche Verhältnisse im Haus St. Fidelis. Dabei wird jede Tageszeit vom Sonnenaufgang bis zur Abenddämmerung und entsprechend der jeweiligen Jahreszeit in Lichtfarbe und -intensität nachempfunden. Vor allem Menschen mit Demenz profitieren von dieser von der Natur vorgegebenen Struktur und finden sich besser im Tagesablauf zurecht. (eb) 30 anstifter 1 | 2017

Stiftung Liebenau Österreich Leben in der Hausgemeinschaft: In der geräumigen Wohnküche wird gerührt, gekocht, gegessen und gelacht. Die Montafoner Vereinbarung Das neue Haus St. Fidelis ist hinter dem alten Pflegeheim Innermontafon in St. Gallenkirch errichtet worden. Das Haus ist Teil einer Gesamtmontafoner Vereinbarung, die 2012 zwischen den Bürgermeistern der betreffenden Orte geschlossen wurde. Demnach werden neben dem bestehenden Haus St. Josef in Schruns und anstelle des Seniorenheims Schmidt in Vandans zwei neue Häuser in St. Gallenkirch und Bartholomäberg errichtet, beide von der Liebenau Österreich. Das eine ist frisch bezogen, für das andere in Bartholomäberg liegt die Baugenehmigung vor. „Das Miteinander ist gut zu spüren“ Hausleiter Florian Seher berichtet von den Umzugsvorbereitungen und beschreibt die familiäre Atmosphäre im neuen Haus. Herr Seher, das Haus St. Fidelis ist eröffnet. Wie haben Sie, Ihre Mitarbeiter und die älteren Menschen den Umzug erlebt? Der Umzug verlief ruhig und reibungslos. Er wurde monatelang vorbereitet. Es gab etliche Teamsitzungen und viele Gespräche mit den Bewohnern. Unsere Mitarbeiterin Angelika Berger hat sogar das Thema ihrer Abschlussarbeit im Pflegemanagement entsprechend gewählt und sich viele Gedanken gemacht, die wir gemeinsam umgesetzt haben. Das hat wunderbar funktioniert. Fühlen sich die Bewohner und Mitarbeiter wohl im neuen Gebäude? Ja, die Bewohner haben sich gleich wohlgefühlt und vom ersten Tag an gut geschlafen. Auch unsere Mitarbeiter finden sich gut zurecht. Der Wohnbereich strahlt Ruhe und Geborgenheit aus. Was ist das Besondere an diesem Haus? Abgesehen von der gelungenen Architektur und den gut gewählten, hochwertigen Materialien geht es um das familiäre Leben in der Hausgemeinschaft, um ein immer wieder gelingendes Miteinander. Die Mitarbeiter in der Pflege, Betreuung, dem Alltagsmanagement und der Hauswirtschaft oder Reinigung, der Hausmeister und die Verwaltung arbeiten Hand in Hand und haben Freude dabei. (eb) „Ich konnte den Umzug ins neue Pflegeheim kaum erwarten; seit dem ersten Tag fühle ich mich sehr wohl. Es ist schön, ein eigenes Bad und ein Zimmer mit so viel Platz zu haben. Man merkt auch den anderen im Haus an, wie entspannt sie sind, und dass sie sich wohlfühlen. Mein Warten auf ein schönes Pflegezimmer hat sich gelohnt.“ Robert Hikade, Bewohner „Der Umzug ins Haus St. Fidelis ist durch das Engagement des gesamten Teams sehr gut gelungen. Die offene räumliche Gestaltung und die Ausstattung mit viel Holz gibt ein heimeliges Gefühl. Das nehmen auch die Bewohner und ihre Angehörigen so wahr. Durch das Zusammenarbeiten der unterschiedlichen Berufsgruppen wie Alltagsmanager, Reinigungs- und Pflegepersonal, ist es im Wohnbereich sehr lebendig.“ Angelika Berger, Pflegekraft anstifter 1 | 2017 31

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