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Anstifter 1, 2017 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Service und Teilhabe.

Stiftung Liebenau Stiftung Liebenau 4.0 Frisch im Netz: die neue Webseite der Stiftung Liebenau Alles neu, was sich gestalten lässt. Diese Devise gilt natürlich auch für den Internetauftritt der Stiftung Liebenau. Die neue Webseite hat aber nicht nur ein ansprechendes Design, es finden sich auch viele nützliche Neuerungen, die insbesondere Menschen mit Beeinträchtigung das Surfen erleichtern sollen. Den Aufbau und die wichtigsten Funktionen möchten wir hier vorstellen. Und eines bleibt trotz aller Neuerungen beim Alten, die Adresse: www.stiftung-liebenau.de Bühne Wichtige Mitteilungen, Filme oder Geschichten aus unseren Häusern werden auf der Bühne der Startseite plakativ in Szene gesetzt. Aufgabenfelder Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Teilhabe und Service: hier geht es direkt zu den Informationen über die Aufgabenfelder der Stiftung Liebenau. Barrierearmut Verständliche Inhalte für jeden: Ein Großteil der Text ist optional in Leichter Sprache verfügbar. Ebenso gibt es eine Vorlesefunktion und Videos mit Untertiteln. Mehrsprachigkeit Einen Großteil unserer Inhalte stellen wir auch in englischer Sprache zur Verfügung Aktionsboxen Ob Stellenangebote, Informationen zur Inklusion oder Spirituelle Impulse: In den Aktionsboxen werden die Themen gespielt, die in und um die Stiftung bewegen. Hilfefinder Alle sozialen Angebote der Stiftung Liebenau gibt es hier auf einen Blick. Die praktische Suchfunktion erleichtert das Finden des passenden Angebotes Spendenbutton Unkomplizierter lässt es sich nicht spenden. Mit einem Klick auf den Spendenbutton gelangt man direkt zur Auswahl der Spendenprojekte. News Pressemitteilungen und sonstige Neuigkeiten sind auch weiterhin zu finden. Die Darstellung erfolgt nun jedoch übersichtlicher. Mediathek Druckerzeugnisse und Periodika, wie den Anstifter, gibt es hier zum Download oder als E-Paper. 12 anstifter 1 | 2017

Stiftung Liebenau „Das Wesentliche lehrt das Leben“ Im Gespräch: Sr. M. Birgit Reutemann, Aufsichtsrätin der Stiftung Liebenau Sr. M. Birgit Reutemann gehört zu den dienstältesten Mitgliedern des Aufsichtsrates der Stiftung Liebenau. Seit 18 Jahren verfolgt die Franziskanerin von Sießen die Entwicklung der Stiftung – eine Aufgabe, die sie mit großem Interesse wahrnimmt. Für den Anstifter fand die passionierte Pädagogin trotz vorweihnachtlicher Termindichte Zeit zum persönlichen Gespräch. Lehrerin werden, heiraten, acht Kinder bekommen, ein schönes Haus mit eigener Sporthalle: Das waren die Zukunftsträume der jungen Birgit Reutemann. Schule, Freundschaften und Sport bestimmten das Leben der talentierten Leichtathletin, die später zu Sr. Maria Birgit, Novizin in der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Sießen, wurde. Für ihr Umfeld war dieser Wandel nicht leicht zu verstehen. „Aber ich war mir ganz sicher“, sagt sie rückblickend. Schon immer habe sie die Frage beschäftigt, wie sie für Gott den richtigen Platz in ihrem Leben schaffen könnte. Deshalb engagierte sie sich auch viele Jahre in der kirchlichen Jugendarbeit in ihrer Heimatstadt Friedrichshafen. Doch wie ein Leben nach dem Evangelium gelingen kann, erlebte sie erst bei Besinnungstagen und Auszeiten im Kloster Sießen. Nach harten inneren Auseinandersetzungen wusste sie mit 21 Jahren: „Das ist Gottes Plan für mein Leben.“ Leiterin einer Mädchenschule Heute blickt sie zurück auf viele Hundert Kinder, die sie auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden begleitet hat. Und auch mit der eigenen Sporthalle hat es geklappt. Sr. Birgit leitet seit elf Jahren die Mädchenschule St. Gertrudis in Ellwangen mit Realschule und Gymnasium. „Frauen tragen heute hohe Belastungen, gerade weil sich ihre gesellschaftliche Rolle so verändert. Dafür wollen wir die Mädchen stärken“, erläutert sie. Aber auch pädagogisch sei eine getrennte Schulbildung sinnvoll. „Gerade in der Sekundarstufe 1, also in der 5. bis 10. Klasse, entwickeln sich Jungen und Mädchen sehr unterschiedlich, darauf können wir besser reagieren.“ Pädagogin mit Leib und Seele Von Anfang an prägte die Pädagogik Sr. Birgits Weg auch im Orden. Sie arbeitete im Schuldienst, in der Schulseelsorge, war schließlich als Mitglied der Ordensleitung beteiligt an der Entwicklung der Sießener Schulen gGmbH als Trägergesellschaft der Schulen, die der Orden seit 1853 unterhält. Heute sorgt sie dafür, dass das besondere Profil der Sießener Schulen sich im Schulalltag von St. Gertrudis abbildet: eine ganzheitliche Erziehung und Bildung auf der Grundlage franziskanischer Spiritualität und ein Schulleben, das geprägt ist von Annahme und Wertschätzung, Begegnung und Dialog, Betreuung und Fürsorge. Diese Haltung trägt die Schule auch durch die zahlreichen schulpolitischen Reformen der vergangenen Jahre: „Wir formulieren klare Ziele und arbeiten zielorientiert.“ Reformen werden nicht unreflektiert umgesetzt. Auch der Forderung nach Inklusion steht die Schulleiterin differenziert gegenüber. „Es gibt sinnvolle Formen, die wir in St. Gertrudis verwirklichen.“ Einige Schülerinnen mit Sinnes- und Körperbehinderungen seien Teil der Schulgemeinschaft, auch die Zusammenarbeit mit der Außenklasse einer Förderschule auf dem Schulgelände sei für beide Seiten bereichernd. Im großen Stil ließe sich inklusive Bildung aber nur umsetzen, wenn der Personalschlüssel und die Leistungen der bisherigen Förderschule eins zu eins in die Regelschule übertragen würden. „Momentan wird Inklusion politisch aber eher als Sparmodell gesehen – das finde ich skandalös!“ Faszination Aufsichtsrat Im Aufsichtsrat der Stiftung Liebenau haben die Franziskanerinnen von Sießen einen festen Sitz, seit sie vor 26 Jahren ihr Altenheim St. Antonius in Friedrichshafen an die Stiftung übertrugen. Sr. Birgit fasziniert die Aufgabe. „Mich beeindruckt, wie die Stiftung Liebenau geführt wird – einerseits visionär, aber auch realistisch, wenn es um die Umsetzung geht.“ Die Innovationkraft, die Internationalität und den hohen Grad an Vernetzung hält sie für bemerkenswert. Stets spürbar sei auch die ethische Perspektive, die, wie sie sagt, „verantwortete Unternehmensführung, die bei allen Entwicklungen stets die ihr anvertrauten Menschen im Blick hat“. Besonders interessiert sie, wie es gelingt, Wirtschaftlichkeit, Soziales und Bildung zu verbinden. „Die Führung hat stets alles gleichermaßen im Auge – das ist das Geheimnis des Gelingens!“ (hr) anstifter 1 | 2017 13

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