Mediathek der Stiftung Liebenau
Aufrufe
vor 3 Jahren

annalive 02/2016

  • Text
  • Menschen
  • Bewohnerinnen
  • Mitarbeiterinnen
  • Thema
  • Vorarlberg
  • Sozialzentrum
  • Elisabeth
  • Pflegeheim
  • Lebenswelt
  • Antonius
Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

24 PRAXIS VORARLBERG

24 PRAXIS VORARLBERG „Bewohnerturnen mit Gerda“ Alles wird bewegt, auch der Geist BARTHOLOMÄBERG – Seit rund 15 Jahren turnt die Waldorf-Sportlehrerin Gerda Ganser ehrenamtlich mit den Bewohnerinnen im Seniorenheim Bartholomäberg. Obwohl der Platz in der Stube begrenzt ist, kommen die älteren Menschen bei der allwöchentlichen Sitzgymnastik ins Schwitzen und haben viel Spaß mit ihrer lebhaften Leiterin. Text/Fotos: Elke Benicke „Herr von Hagen darf ich’s wagen, sie zu fragen, welchen Kragen sie getragen, als sie lagen krank am Magen in der Hauptstadt Kopenhagen“, spricht Turnlehrerin Gerda Ganser vor und während die Seniorinnen im Takt dazu ein Bein nacheinander anwinkeln, auf den Boden tippen, dann mit der Ferse voraus ausstrecken und diese vorne auf den Boden tippen, sind sie eifrig bemüht, auch mit den Worten Schritt zu halten. „Wichtig ist, dass alles bewegt wird: Schultern, Kopf, Arme, Beine“, sagt Turnlehrerin Gerda Ganser. „Durch leichte Koordinationsübungen und das Aufsagen von Reimen oder Mitsingen von Liedern wird auch der Geist bewegt.“ Wichtig ist der 70-Jährigen auch, dass sie die Menschen kennt, die mit ihr turnen: „So weiß ich, wer was braucht und wie gefördert werden kann.“ Und natürlich, dass alle Spaß haben. „Wir haben ein gutes Verhältnis miteinander“, bestätigt Bewohnerin Helga Pösel. Gerda Ganser hat in Wien, London und Hamburg gelebt, bevor sie vor 15 Jahren nach Vorarlberg gezogen ist, um hier zusammen mit ihrem Mann den Ruhestand zu verbringen. Die Mutter von drei Kindern hat ihre Ausbildung zur Waldorf-Sportlehrerin für ältere Menschen um eine Weiterbildung in Sturzprävention ergänzt. „Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich in Bewegung bin und andere, sehr gerne ältere Menschen, fürs Bewegen begeistern kann“, sagt Gerda Ganser. Finger an die Schultern, Arme vor der Brust nacheinander überkreuz nach vorne strecken und wieder von vorne.

25 PRAXIS VORARLBERG Singen, Klatschen, Rhythmus halten: „Muss i denn, muss i denn ...“ . Den Stock von oben greifen, dann wieder von unten. Nach oben, unten und hinter den Kopf: Da die naturbelassenen Stöcke unbeweglich sind, müssen die Turnerinnen umso beweglicher sein. BU Fest im Programm sind Übungen mit dem Ball, der in verschiedenen Runden geworfen, geprellt oder mit dem Fuß weitergegeben wird. BU

Stiftung Liebenau Österreich