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annalive 02/2015

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

28 PRAXIS GLOSSAR /

28 PRAXIS GLOSSAR / OBERÖSTERREICH Regionale Varianten einer Sprache Österreicherinnen unter sich Deutsch Vorarlbergisch Oberösterreichisch Kärntnerisch Baby gagla Puzzi, Puzzal Puzzele, Poppale Bett Näscht Bett Harpfn, Bett Jause/Vesper Marend Jausn Jausn Kleidung Häs Gwondt Gwondt Leintuch LIenicht Leintiachl Leilach, Leintuach Nachttopf Kächili Scherm Nochttopf. Nochtscherm Polster Pfulfa Poista Polsta Sofa Kanabe Sof, Tiwan Tiwan Staubwedel Flummer Staubwedl Stabwedl Treppenstufe Stägatrett Stufn Stiagnstapfl, Stufn Da die Resonanz auf den Beitrag über die Vielfalt österreichischer Dialekte in der vorangegangenen anna live sehr groß war, gibt es künftig eine eigene kleine Rubrik zu diesem Thema. Denn, so Konfuzius: „Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.“ Und wenn sich die Gesprächspartnerinnen trotz guten Willens und der Zuhilfenahme des Glossars nicht verständigen können? „Dann hilft ein Lächeln“, rät Hausleiterin Bernadette Peitler. Glossar: Bernadette Peitler, Jutta Unger Austausch von deutschen und österreichischen Führungskräften Deutsche Führungskräfte zu Besuch STADL-PAURA/GMUNDEN – Mitte März haben fünf Führungskräfte der St. Anna-Hilfe Deutschland aus Ailingen, Maikammer, München, Vogt und Weingarten sowie Pflegedienstleiterin Barbara Koburger aus Vorarlberg die oberösterreichischen Einrichtungen besucht. Die Gäste blieben zwei Tage, um sich über das Konzept der Hausgemeinschaften auszutauschen, aber auch, um Land und Leute kennenzulernen. Text: Elke Benicke/Foto: Doris Kollar-Plasser Am ersten Nachmittag trafen sich die Gäste aus Deutschland, Vorarlberg und Oberösterreich im Seminarraum des Gästehauses St. Anna zu einem Vortrag über das Hausgemeinschaftskonzept und die Rahmenbedingungen in Oberösterreich. Die anschließende Diskussion dauerte noch bis in die späten Abendstunden. Gemeinsam diskutieren und lachen Am zweiten Tag besuchten sie einzelne Hausgemeinschaften im Sozialzentrum Kloster Nazareth und im Haus St. Josef und vertieften die inhaltlichen Gespräche mit den Kolleginnen. Nachmittags hatten alle zusammen viel Spaß im Gmundner Klo-Museum. „Wir lernten die Geschichte des stillen Örtchens kennen und staunten über die kunstvoll bemalten Toiletten und die Badewanne von Kai- Gruppenfoto mit den Gästen (v.l.n.r.): Pflegedienstleiterin Barbara Koburger, die Hausleiterinnen Gabriele Hagen, Stefanie Wagner und Petra Kern, die Hausleiter Manfred Kotarba, Thomas Adler und Klaus Wittmann sowie Pflegekraft Andrea Sams. serin Sissy“, sagt Doris Kollar-Plasser. Die Resonanz der deutschen Führungskräfte war sehr positiv. So sagte Gabriele Hagen, Hausleiterin von St. Antonius in Vogt: „Ich habe mich wohlgefühlt und nehme viele Anregungen mit nach Hause.“ Manfred Kotarba, Hausleiter von St. Elisabeth in München bedankte sich mit den Worten: „Sie waren eine hervorragende Gastgeberin und haben Ihre Region auf eine vorbildliche Weise präsentiert.“ ❑

29 PRAXIS OBERÖSTERREICH Zivildiener im Haus St. Josef Junge Männer mit Empathie Beliebt bei Bewohnerinnen wie Mitarbeiterinnen: Die Zivildiener Lukas Lahninger, Simon Mayrdorfer und Florian Autengruber (v.l.n.r.). GMUNDEN – Gut gelaunt, höflich, umsichtig: Die drei derzeit im Haus St. Josef beschäftigten Zivildiener Florian Autengruber, Simon Mayrdorfer und Lukas Lahninger sind bei Mitarbeiterinnen wie Bewohnerinnen sehr beliebt. Doch auch die jungen Männer fühlen sich wohl im Haus: „Mich beeindruckt, dass es jeden Tag neue Herausforderungen gibt, dass die Arbeit im Pflegeheim kein bisschen fad ist. Einfach, weil die älteren Menschen so viel zu geben haben“, sagt Lukas Lahninger. „Die Zeit miteinander vergeht wie im Flug“ Die Arbeit im Pflegeheim sei ein gegenseitiges Geben: „Die älteren Menschen schätzen es extrem, wenn sich jemand Zeit für sie nimmt“, sagt Simon Mayrdorfer. Lukas Lahninger bemerkt: „Mich hat überrascht, dass man auch mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind, witzige Gespräche führen kann. Sie hören zu, auch wenn sie nicht reden. Und irgendwann zeigen sie dann doch eine Reaktion.“ Und Florian Autengruber, der Dienstälteste, ergänzt: „Oft vergeht die Zeit miteinander wie im Flug. Ein ander Mal ist es nicht einfach, mit den älteren Menschen ins Gespräch zu kommen. Aber seit ich die Bewohnerinnen besser kennengelernt habe, kann ich das Verhalten der Einzelnen auch besser verstehen und darauf eingehen.“ Eine bereichernde Erfahrung Alles in allem sei es definitiv eine gute Entscheidung, als Zivildiener in der Altenbetreuung zu arbeiten, eine unvergessliche und bereichernde Erfahrung – auch wenn man später in ganz anderen Berufen arbeite: Florian Autengruber möchte Geschichte und technische Mathematik studieren, Simon Mayrdorfer Klavier und Lukas Lahninger Maschinenbau. ❑ Text: Elke Benicke Fotos: Inge Streif, Doris Kollar-Plasser „Unsere Zivildiener sind wirklich immer gut gelaunt, höflich und im richtigen Maß humorvoll. Alle drei können gut mit den älteren Menschen umgehen, handeln umsichtig und fürsorglich“, lobt Hausleiter Thomas Adler. Ihre Aufgabenbereiche sind so aufgeteilt, dass sie im ganzen Haus präsent sind. Abwechselnd konzentriert sich einer auf das Alltagsmanagement, einer auf handwerkliche Aufgaben und einer auf den Pflegebereich. Arbeit gibt es genug: Post austragen, Müll pressen, Betten überziehen, sich mit den Bewohnerinnen beschäftigen, den Garten pflegen oder auch mal kochen oder backen. Zivildiener Simon Mayrdorfer mit Bewohner Johann Nowotny im Garten beim Lavendelschneiden.

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