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annalive 02/2014

Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

26 PRAXIS VORARLBERG

26 PRAXIS VORARLBERG „Ich komme mit einem Rucksack an Wissen zurück“ NÜZIDERS – Rund 15 Jahre hat Doris Zotter als Pflegehelferin und Wohnbereichsleiterin im Sozialzentrum St. Vinerius und davor im Haus St. Josef in Schruns gearbeitet. Nun hat sie sich entschlossen, die Ausbildung zur Diplomkrankenschwester nachzuholen. Seit April und die kommenden zwei Jahre übernimmt Pflegedienstleiterin Barbara Koburger deshalb zusätzlich ihren Wohnbereich im Erdgeschoss. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Doris Zotter. Eine Wohnbereichsleiterin brauche zwar kein Diplom für ihren Job. Trotzdem sei sie hier und da an ihre Grenzen gestoßen und fühle sich einfach sicherer mit dieser Ausbildung, bei der es schwerpunktmäßig um gerontopsychiatrische Fragestellungen gehe. „Ich komme mit einem Rucksack an Wissen zurück und freue mich darauf, wieder hier zu arbeiten“, sagt sie. ❑ Text/Foto: Elke Benicke Damit Wohnbereichsleiterin Doris Zotter nicht vergisst, wo sie beruflich zuhause ist, haben ihr ihre Mitarbeiterinnen ein großes Bild vom Sozialzentrum St. Vinerius mit auf den Weg gegeben. Die kommenden zwei Jahre absolviert die 38-Jährige eine Ausbildung zur Diplomkrankenschwester am Krankenhaus Rankweil. Neue Hausleiterin im Seniorenheim Schmidt Andrea Jochum. VANDANS – Im Januar hat Andrea Jochum neben der Pflegedienstleitung nun auch die Hausleitung im Seniorenheim Schmidt übernommen und damit Florian Seher abgelöst, der bereits drei Pflegeheime der St. Anna-Hilfe leitet. Andrea Jochum arbeitet seit 2009 im Seniorenheim Schmidt und war zuvor elf Jahre im Haus St. Josef in Schruns beschäftigt. Im Jahr 2012 hat sie den viersemestrigen Universitätslehrgang „Pflegemanagement“ (Teil 2) erfolgreich mit dem Master-Titel abgeschlossen. „Mein aktuelles Ziel als Hausleiterin ist es, die beiden Wohnbereiche hier im Haus wieder mehr miteinander zu verbinden. So sollen Mitarbeiterinnen des einen Wohnbereichs zugunsten einer einfacheren Dienstplanung auch im anderen Wohnbereich eingesetzt werden können. Alle sollen wissen, was wo geleistet wird und so die Arbeit der anderen besser wertschätzen können“, sagt Andrea Jochum. Da im Seniorenheim Schmidt viele Bewohnerinnen mit psychischen Erkrankungen leben, hat die neue Hausleiterin außerdem erstmals Inhouse-Schulungen zu gerontopsychiatrischen Themen organisiert, an denen das gesamte Team ab Juni teilnimmt. ❑ Text: Elke Benicke/Foto: privat

27 PRAXIS VORARLBERG Zehn Jahre Haus St. Josef im Sozialzentrum Montafon Zehn Jahre Kooperationen unter einem Dach SCHRUNS – Seit zehn Jahren arbeiten die St. Anna- Hilfe und andere Träger medizinischer und sozialer Einrichtungen gemeinschaftlich und erfolgreich in dem neu erbauten Gesundheits- und Sozialzentrum Montafon zusammen. Das Jubiläum haben sie gemeinsam mit den Bewohnerinnen gefeiert: Nach Grußworten und der Haussegnung konnten Interessierte das Haus sowie einzelne Zimmer besichtigen, sich an der Produktausstellung über medizinische Hilfsmittel informieren oder einfach gemütlich beisammensitzen. Text: Elke Benicke/Foto: Karin Stemer „Anfangs war nicht alles einfach: Der Umzug vom Dorfzentrum an den Rand von Schruns, aus dem alten Haus mit seinen kleinen Fenstern in diesen modernen, glaslastigen Bau bedeutete eine Umstellung für die älteren Menschen und eine Herausforderung für die Mitarbeiterinnen“, resümierte Jutta Unger, Hausleiterin von St. Josef, dem Pflegeheim im Sozialzentrum Montafon. „Doch es hat sich gelohnt: Unsere Bewohnerinnen fühlen sich zuhause und ihre Angehörigen wissen die bewohnerorientierte Pflege und Betreuung hier im Haus zu schätzen.“ Praktisch sei es auch, die Logopädiepraxis und die Physiotherapeuten vor Ort zu haben. Sich begegnen im Haus Gleichzeitig habe sich das Haus nach außen geöffnet: Kindergartenkinder und Schülerinnen kommen zu Besuch, im Mehrzwecksaal finden Besprechungen der Nachsorgestation Maria Rast statt, außerdem Yoga-Stunden der Volkshochschule, Sitzungen des Kneipp-Vereins sowie Veranstaltungen der St. Anna- Hilfe. „Und unser Café ist mittlerweile zu einer wahren Begegnungsstätte geworden“, ergänzte Jutta Unger. Klaus Müller, Geschäftsführer der St. Anna- Hilfe, bedankte sich bei den Verantwortlichen des Landes und der Politik für das Vertrauen und bedauerte den bevorstehenden Auszug des Krankenpflegevereins und der Kinderspielgruppe. Bürgermeister Karl Hueber, Landesrat Dr. Christian Bernhard und Horst Ihle, Obmann des Krankenpflegevereins Außermontafon, bedankten sich ihrerseits für die gute Zusammenarbeit mit der St. Anna-Hilfe. Führungen, Produktinfos und Breikost Nach der Haussegnung mit Kapuzinerpater Engelbert führten die Wohnbereichsleiterin Cornelia Taubert und Wohnbereichsleiter Dietmar Durig durchs Haus, und in zwei Zimmer, die deren Bewohnerinnen zur Besichtigung geöffnet hatten. Hausmeister Ulrich Pfeifer bot außerdem eine technische Hausführung an, zeigte zum Beispiel den Heizraum. Auf der Produktausstellung im Eingangsbereich konnten sich die Gäste über Inkontinenzmaterialien der Firma Tena, über Hörgeräte von Hansaton und Pflegehilfsmittel der Firma Gleichweit informieren. Das Casemanagement Montafon hatte einen Stand und auch die St. Anna-Hilfe, die Smoothfood verköstigte, eine ästhetische Breikost auf Basis geschäumter Nahrungsmittel. Für die Gäste der Jubiläumsfeier hatte das Küchenteam im Mehrzwecksaal außerdem ein Buffet mit feinem Fingerfood gerichtet, das nicht unwesentlich zum gemütlichen Beisammensein beitrug. ❑ Pater Engelbert (links) segnete das Haus. Klaus Müller (2.v.l.), Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe, Hausleiterin Jutta Unger (Mitte), Landesrat Dr. Christian Bernhard (2.v.r.) und Bürgermeister Karl Hueber (rechts) lobten die gute Kooperation der Systempartner. Sozialzentrum Montafon - Haus St. Josef für insgesamt 46 pflegebedürftige, ältere Menschen - zehn heimgebundene Wohnungen für rüstige Seniorinnen - Nachsorgestation des Landeskrankenhauses Feldkirch Maria Rast - Krankenpflegeverein Außermontafon - Ordination Dr. Robert Bitschnau - Logopädiepraxis - Kinderspielgruppe „Kinderwerkstättli“ mit zwei Gruppen

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