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annalive 02/2014

Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

24 PRAXIS VORARLBERG

24 PRAXIS VORARLBERG BOA-Zertifikate für die Mitarbeiterinnen GAISSAU – Die Mitarbeiterinnen des St. Josefshauses Gaißau haben Ende Januar im hauseigenen Klostersaal den Abschluss ihrer Schulung „Bewohnerorientiertes Arbeiten (BOA)“ gefeiert. BOA ist die verkürzte Form des Projekts Wahrnehmende Unternehmenskultur (WUK) und bei der St. Anna- Hilfe seit zehn Jahren fester Bestandteil im Fortbildungsprogramm. Mit dem St. Josefshaus haben nun sechs Vorarlberger Häuser der St. Anna-Hilfe eine BOA-Schulung durchlaufen – immer unter der Leitung von Jeannette Pamminger, Personal- und Individuationstrainerin bei der connexia. Die Mitarbeiterinnen des St. Josefshauses haben ihre BOA-Schulung von Juni 2012 bis November 2013 absolviert. Sie haben ihr Selbstwertgefühl gestärkt, den wertschätzenden Umgang mit Kolleginnen, Bewohnerinnen und Angehörigen sowie die Pflegeplanung auf der Basis von BOA trainiert. Hausleiter Markus Schrott bedankte sich bei Jeannette Pamminger für die intensive Schulung und Betreuung. Sie selbst wies in ihrer Rede darauf hin, dass die tägliche Umsetzung von BOA im St. Josefsheim nun ganz in der Verantwortung der Leitung und der Mitarbeiterinnen liege. Sie bedankte sich für das engagierte Einlassen in den anspruchsvollen Prozess, der schließlich allen Beteiligten zugute komme. ❑ Text/Fotos: Florian Seher Gratulieren den Mitarbeiterinnen zum Abschluss der BOA-Schulung (v.l.n.r.): Hausleiter Markus Schrott, Trainerin Jeannette Pamminger, Dr. Dennis Roth, Leiter der Qualitätsentwicklung, … …und die Gaißauer Schwestern. Führungsebene im St. Josefshaus neu organisiert GAISSAU – Bereits im November hat Arno Schedler zusätzlich zur Leitung der Wohnbereiche 2 und 3 die Pflegedienstleitung übernommen. Seine Vorgängerin, Sajda Zivkovic, ging zurück ins Haus I des Sozialzentrums Mariahilf nach Bregenz, um dort wieder gemeinsam mit Johanna Gnaiger den Pflegedienst zu leiten. Im Jänner dann hat Wohnbereichsleiterin Ulrike Klocker den Wohnbereich 2 übernommen und ist nun zuständig für die Wohnbereiche 1 und 2 im St. Josefshaus. Mit den zusätzlichen Leitungsfunktionen haben auch die organisatorischen Aufgaben der beiden zugenommen. Darüber hinaus legt Ulrike Klocker besonderen Wert darauf, dass die erst kürzlich abgeschlossene Weiterbildung im bewohnerorientierten Arbeiten (siehe Seite 24 oben, Anm.d.Red.) im St. Josefshaus auch gelebt wird. Damit ist die Neuorganisation im St. Josefshaus jedoch noch nicht abgeschlossen. Ganz im Gegenteil: „Jetzt geht es um Inhalte: Auf unserer ersten hausinternen Führungsklausur haben wir unsere Stärken analysiert, die vielen Themen des Alltags aus den verschiedenen Blickwinkeln gesammelt und gebündelt, um neue Ziele zu definieren“, sagt Arno Schedler. An dieser internen, eintägigen Führungsklausur im April haben neben Ulrike Klocker und Arno Schedler auch Verwaltungsmitarbeiterin Carmen Bayer und Hausleiter Markus Schrott teilgenommen. ❑ Text: Elke Benicke/Foto: privat

25 PRAXIS VORARLBERG Wieder geöffnet und noch öffentlicher Das Anna-Stüble heißt jetzt Dorfcafé Routinierte Handgriffe an der Kaffeemaschine: Franko Andreatta ist der neue, von der St. Anna-Hilfe angestellte Wirt im Dorfcafé. Im Dorfcafé: Florian Seher, Hausleiter des Sozialzentrums St. Vinerius (links), und Franko Andreatta, der neue Wirt, vor einem Werk des ortsansässigen Künstlers Marcel Dengel. NÜZIDERS – Mit einem neuen Namen, abendlichen Öffnungszeiten und einer Kunstausstellung präsentiert sich das ehemalige Anna-Stüble seit Ende April noch öffentlicher. Der neue, von der St. Anna-Hilfe angestellte Wirt, Franko Andreatta, ist gastronomieerfahren und kennt viele Bewohnerinnen des Ortes. Um auch die älteren Menschen im Haus kennenzulernen, hat er zwei Monate auf den beiden Wohnbereichen in der Betreuung und Pflege mitgearbeitet. Text/Fotos: Elke Benicke „Ich weiß jetzt einfach, wer was braucht“, sagt Franko Andreatta. „Die einen trinken nur koffeinfreien, die anderen gerne milden Kaffee. Manche brauchen Unterstützung beim Setzen und Aufstehen. Einige reden am liebsten über „ihre“ Themen, andere interessiert, was in Nüziders und der Umgebung so passiert.“ Franko Andreatta schätzt und genießt den Kontakt zu den älteren Menschen, kennt aber auch viele Leute im Ort und so ist es sein größtes Anliegen, „dass sich die Menschen aus dem Haus und die Menschen von draußen hier im Dorfcafé unkompliziert begegnen können.“ Qualität und Kunst kommen aus der Region Großen Wert legt der 54-jährige außerdem auf qualitativ hochwertige Getränke und Speisen aus der Region. „Kaffee ist Kunst“, sagt er und so verfügt das Dorfcafé jetzt über eine „echt italienische“ Kaffeemaschine. Auch beim Bier und Wein achtet der erfahrene Wirt auf Qualität und bezieht beides aus der Region. Kuchen und Torten holt er täglich frisch aus der Konditorei Greber in Vandans. Außerdem gibt es selbstgemachten Flammkuchen. „Das Angebot ist schlicht, aber hochwertig, das Café insgesamt einfach, aber sauber und schön und auch ein wenig künstlerisch“, ergänzt Franko Andreatta, der elf Jahre ein Bludenzer Kulturlokal führte. Zurzeit stellt er Werke des in Nüziders lebenden Künstlers Marcel Dengel aus. Die Fotografien zeigen zwei 3,50 Meter große Figuren aus Stein, Holz und Metall, Masi und Rati, auf ihrer Wanderschaft zu den Vorarlberger Denkmälern. Natürlich kennen ihn alle, die älteren Menschen im Sozialzentrum St. Vinerius, wo Dengels Sohn seinen Zivildienst leistet, ebenso wie die Dorfbewohnerinnen. Und auch für auswärtige Besucher bieten die surreal anmutenden Werke einen willkommenen Gesprächsstoff. Dorfcafé ist das einzige Café in Nüziders Hausleiter Florian Seher steht voll und ganz hinter den Ideen seines neuen Wirtes, hat er sie doch gemeinsam mit ihm ausgearbeitet. Die beiden kennen sich schon etwas länger, da Seher die beiden jugendlichen Söhne Andreattas im Fußball trainiert. „Wir freuen uns alle, dass das Café nach einer Pause von fast vier Monaten nun wieder geöffnet ist, es ist ja auch das einzige in Nüziders und dem weiteren Umkreis“, sagt der Hausleiter. „Die Bewohnerinnen im Haus haben das gemütliche Beisammensein in „ihrem“ Café vermisst, nachdem die vorherige Wirtin, Ingrid Seidl zum 31. Dezember in Pension ging. Viele Vereine haben angefragt, wann wir wieder öffnen, sogar der Bürgermeister, Peter Neier. Jetzt ist es soweit!“ ❑ Öffnungszeiten Dorfcafé Montag, Dienstag: 14 -22 Uhr Mittwoch, Donnerstag: Ruhetag Freitag: 14 – 22 Uhr Samstag: 14 – 18 Uhr Sonntag: 8 – 18 Uhr

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