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annalive 02/2014

Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

16 FORUM Doktorwürde

16 FORUM Doktorwürde für Dennis Roth Rektorin Prof. Dr. Christa Them (links) gratuliert Dr. Dennis Roth zum Doktortitel. BREGENZ – Mitte März wurde Dennis Roth, Leiter der Qualitätsentwicklung der St. Anna-Hilfe, an der Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) in Hall/ Tirol der Doktortitel verliehen. Bei der öffentlichen Veranstaltung gratulierte Rektorin Prof. Dr. Christa Them den Absolventinnen. Dr. Dennis Roth ist seit mehr als fünf Jahren bei der St. Anna-Hilfe tätig. Nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger besuchte er bis 2008 den Diplomstudiengang „Pflegemanagement“ an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Anschließend schrieb er sich berufsbegleitend in das Doktoratsstudium „Pflegewissenschaften“ mit dem Schwerpunkt Gerontologie an der UMIT ein. Das Thema seiner Doktorarbeit lautete „Delinquentes Verhalten im Alter – eine gerontologische Annäherung“. Dabei handelt es sich um ein alterssoziologisches Randphänomen, das aufgrund der demografischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Von Interesse waren für Dr. Roth in erster Linie die Beweggründe von älteren Ersttätern über 60 Jahre und die typischen delinquenten Handlungen. „Ein spannendes Thema, da meist nur das Opferwerden mit dem Alter in Verbindung gebracht wird“, so Dr. Roth. ❑ Text: Claudia Wörner/Foto: UMIT Als familienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet BREGENZ – Als einer von insgesamt 65 Betrieben wurde die St. Anna-Hilfe Mitte Januar im Festspielhaus Bregenz als „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb“ durch das Land Vorarlberg in Kooperation mit dem Netzwerk für Beruf und Familie prämiert. Es sei erfreulich, dass die Unternehmen im Land familienfreundlichen Maßnahmen den gebührenden Wert zuerkennen, sagten Landeshauptmann Markus Wallner und Soziallandesrätin Greti Schmid bei der Überreichung der Zertifikate an Hausleiter Florian Seher und Gesundheitsbeauftragten Winfried Grath. Aus der Begründung für die Prämierung der St. Anna- Hilfe: „Der Leitgedanke der Stiftung Liebenau ‚In unserer Mitte – Der Mensch‘ wird gelebt. Die Mitarbeiterinnen- Zufriedenheit ist im Leitbild verankert. In strukturierten Gesprächen werden die individuellen Wünsche der Mitarbeiterinnen besprochen. Das Projekt ‚Job & Kids‘ ermöglicht es den Mitarbeiterinnen, ihr Kind zur Arbeit mitzubringen. Groß angelegte Schulungsprojekte fördern die wertschätzende Unternehmenskultur. Individuell angepasste Arbeitszeitmodelle ermöglichen es sowohl jungen Müttern als auch Wiedereinsteigerinnen, Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren.“ ❑ Text: Claudia Wörner/Foto: privat Landeshauptmann Markus Wallner (links) und Soziallandesrätin Greti Schmid (rechts) überreichen die Zertifikate an Hausleiter Florian Seher (2.v.l.) und den Gesundheitsbeauftragten der St. Anna-Hilfe, Winfried Grath.

17 FORUM Zehn Jahre Casa – Leben im Alter gGmbH Hausgemeinschaftsmodell kommt auch in Wien und Niederösterreich gut an Die Casa – Leben im Alter ist vor zehn Jahren von der Caritas der Erzdiözese Wien und der Stiftung Liebenau gegründet worden. In allen vier von der Casa betriebenen Häusern leben die Seniorinnen nach dem alltagsnahen Modell der Hausgemeinschaften, weswegen das Unternehmen vom Bundesministerium für Soziales als das erfolgreichste „Best Practice Projekt“* in der Langzeitpflege geführt wird. Ihr Jubiläum hat die Casa mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Gästen Ende November im Palais Niederösterreich gefeiert. Text: Elke Benicke/Foto: Sascha Schier „Stolz blicken wir auf zehn Jahre Arbeit und Engagement für ein individuelles und alltagsnahes Leben im Alter zurück. Als Geschäftsführer der Casa danke ich der Caritas der Erzdiözese Wien und der Stiftung Liebenau. Das hohe Know How und die christliche Grundhaltung haben uns zu idealen Partnern gemacht“, sagte Markus Platzer im Rahmen seiner Rede bei der Jubiläumsfeier im Palais Niederösterreich. Er leitet die Casa gemeinsam mit Klaus Müller, der außerdem Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe Österreich ist. Mit Kindern oder im Kurort Gleich nach ihrer Gründung hat die Casa den Betrieb des Seniorenhauses Waldkloster im Zentrum von Wien übernommen. Hier leben 74 ältere Menschen in familiären Hausgemeinschaften. Aufgrund des hauseigenen Kindergartens kommt es zu vielen Begegnungen zwischen Jung und Alt. Im Sommer des darauffolgenden Jahres haben die Barmherzigen Schwestern das Marienheim im Kurort Baden, rund 25 Kilometer südlich von Wien gelegen, an die Casa übergeben. In diesem Haus leben 78 ältere Menschen in familiären Hausgemeinschaften. Rüstigen Seniorinnen stehen dort außerdem 21 heimgebundene Wohnungen zur Verfügung. Neu erbaut hat die Casa das Haus Guntramsdorf, zehn Kilometer südlich von Wien. Es ist im Jahr 2009 eröffnet worden und bietet Platz für 77 ältere Menschen in fünf Hausgemeinschaften. Einen filmreifen Start ins Alltagsleben hatte das ebenfalls neu erbaute Haus Kagran im 22. Bezirk Wiens zu bieten: Gleich nach der Eröffnung im April 2011 wurde die ORF-Dokumentation „Liebe fürs Leben“ und im Juli eine Szene des Spielfilms „Anfang Achtzig“ mit vielen Komparsen aus dem Haus gedreht. So war es für die 135 Bewohner der zehn Hausgemeinschaften anfangs ganz normal, dass sie dem Schauspieler Karl Merkatz oder seiner Filmpartnerin Christine Obermayer in den Gängen begegneten. Des Weiteren leitet die Casa das Haus Baden der Caritas der Erzdiözese Wien mit 32 Bewohnern per Managementvertrag seit Juni 2007. Ihr jüngstes Engagement bezieht sich mit 50 prozentiger Beteiligung auf ein Seniorenhaus in der Slowakei. Das Haus Dom Seniorov Pezinok, in der Nähe von Bratislava gelegen, bietet 78 älteren Menschen Platz und wurde im Januar eröffnet. Hochwertige Betreuung Neben Vertretern der Stadt Wien und des Landes Niederösterreich gratulierten auch der Wiener Caritas-Generalsekretär Alexander Bodmann und der Vorstand der Stiftung Liebenau Dr. Berthold Broll den Casa-Geschäftsführern. Letztere betonten, dass eine derart hochwertige Betreuung ohne das tägliche Engagement der insgesamt 330 Mitarbeiterinnen nicht möglich wäre. ❑ * Auf Basis der UN HABITAT (Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen) listet die Stadt Wien Firmen, die in ihrer Sparte best practice (die beste Methode) bieten. Kartoffeln schälen in einer Hausgemeinschaft der Casa.

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