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annalive 02/2013

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

16 AnnA FORUM Stiftung

16 AnnA FORUM Stiftung Liebenau qualifiziert Führungskräfte für den Auf- und Ausbau von Netzwerken Als netzwerkmanagerin die Zukunft gestalten Neun Führungskräfte, darunter auch Markus Schrott, Hausleiter in Bregenz und Gaißau, haben sich in den vergangenen eineinhalb Jahren berufsbegleitend zu Dienstleistungs- und Netzwerkmanagerinnen weitergebildet. Nach 400 Theoriestunden und einem Praxisprojekt feierten sie im November ihren Abschluss in Köln. Künftig sollen sie gemeinwesenorientierte Konzepte und innovative Netzwerke aufbauen – Markus Schrott kann das Gelernte konkret in der geplanten Bregenzer Wohnanlage „Broßwaldengasse“ in die Praxis umsetzen. Text: Elke Benicke/Foto: privat „Diese von der Stiftung Liebenau und ihren Partnern des Netzwerks SONG (Soziales neu gestalten) neu konzipierte Weiterbildung ist wichtig, weil sie zukunftsorientiert ist“, sagt Sonja Gröner von der Abteilung Qualitätsmanagement der Stiftung Liebenau und erklärt: „In unserer alternden Gesellschaft gewinnen generationenübergreifende Wohnmodelle wie die Lebensräume für Jung und Alt, wohnortnahe Pflegeangebote und die organisierte Nachbarschaftshilfe mehr und mehr an Bedeutung.“ Außerdem lasse sich der Wunsch nach Selbstbestimmung und Teilhabe am besten erfüllen, wenn Angehörige, Nachbarn, bürgerschaftlich Engagierte und Fachkräfte gemeinsam die Verantwortung für Menschen mit Hilfebedarf übernehmen. Dementsprechend heißt das Modellprojekt, zu dem unter anderen die Weiterbildung zur Dienstleistungs- und Netzwerkmanagerin gehört, „LoVe: Lokale Verantwortungsgemeinschaften in kleinen Lebenskreisen – Mitarbeitende in neuer Verantwortung für das Gemeinwesen“. Pläne für ein gelingendes Miteinander „Wir haben erfahren, wie Heime besser in ein Wohnquartier integriert, Netzwerke erschlossen oder ausgebaut und individuelle Versorgungskonzepte für Menschen mit Hilfebedarf erstellt werden können“, berichtet Markus Schrott. Es sei vor allem auch darum gegangen, exemplarische Einzelfallhilfen zu gestalten, die professionelle Dienstleistungen mit ehrenamtlichem Engagement verknüpfen. Im Rahmen seiner Projektarbeit beschäftigte sich Markus Schrott konkret mit dem künftigen Leben in der Wohnanlage „Broßwaldengasse“. Der Erstbezug der rund 30 betreubaren Wohnungen und einer Wohngemeinschaft mit 16 Einzimmerwohnungen ist zu Beginn des Jahres 2015 geplant. Als Netzwerkmanager in spe erstellte er unter anderem einen Bedarfsplan für Pflege- und Servicepersonal, einen Leistungskatalog, vielfältige Kooperationsformen sowie Konzepte zur Nutzung der Gemeinschaftsräume. „Aufgabe des Netzwerkmanagers ist es, gemeinsam mit den Dienstleisterinnen und Bewohnerinnen des Quartiers, ein Netzwerk und ein Miteinander zu schaffen, an dem alle teilhaben können“, fasst Markus Schrott zusammen. ❑ Qualifiziert im Aus- und Aufbau lebendiger Wohnquartiere: Ulrich Kuhn (Geschäftsführer SOnG, links) und Gerhard Schiele (Geschäftsführer St. Anna-Hilfe Deutschland, 4.v.l.) zusammen mit den frischgebackenen Dienstleistungs- und netzwerkmanagerinnen (v.l.): Sibylle Arana, norbert Schuster, Elisabeth Anders (alle St. Anna-Hilfe Deutschland), Bernhard Eckstein, Carla Gitschier, Stefanie Dreher (alle St. Gallus-Hilfe), Markus Schrott (St. Anna-Hilfe Österreich) und Petra Trunk (St. Anna-Hilfe Deutschland). nicht abgebildet: Martin Beha (liebenau - leben im Alter).

17 AnnA FORUM Die St. Anna-Hilfe eröffnet ihre erste Pension – das Gästehaus St. Anna Übernachten in stilvollen Räumen und freundlichem Ambiente STADL PAURA – Nach einer detailgetreuen Restaurierung eröffnet die St. Anna-Hilfe im Juli das Gästehaus St. Anna in einem denkmalgeschützten Nebengebäude des Sozialzentrums Kloster Nazareth. Dort finden rund 30 Reisende Ruhe und Entspannung. Im selben Gebäude wurden außerdem 13 heimgebundene Wohnungen und eine Krabbelstube eingerichtet. Text: Elke Benicke/Fotos: Inge Streif „Gewölbedecken, Rundbogenfenster und Stuckelemente erinnern an die Klosterzeit und verleihen unserem Gästehaus einen ganz besonderen Charme“, schwärmt Doris Kollar-Plasser, Regionalleiterin der St. Anna-Hilfe Oberösterreich. „Wir haben das Haus außerdem mit hochwertigen Möbeln und in freundlichen Farben ausgestattet.“ Zwölf Doppel- und ein Einzelzimmer, eine geräumige Suite für zwei bis vier Personen sowie zwei Aufenthaltsräume befinden sich im ersten Stock des im vergangenen Jahr restaurierten Gebäudes, im Erdgeschoss ein weiteres barrierefrei ausgestattetes Doppelbettzimmer. Drei der Doppelbettzimmer eignen sich speziell für Gäste mit Hunden. Das Frühstücksbuffet aus frischen regionalen Zutaten wird im Erdgeschoss angerichtet. „Unser Frühstücksraum führt über eine Terrasse auf einen ruhigen Innenhof. Hier oder dort können unsere Gäste genießen und verweilen“, freut sich Doris Kollar-Plasser. Der Seminarraum mit seiner beeindruckenden Gewölbedecke bietet Raum für Seminare oder Lehrgänge mit rund 20 Geschäftspartnern; auch eignet sich der Raum gut für Nachbesprechungen von Turnierreitern, die dort ihre Trainings- Filme zeigen können. „Auf Wunsch serviert unser Team um Niklaus Imgrüth den Teilnehmerinnen auch gerne kleine Snacks und Getränke.“ Der 45-Jährige ist Küchenchef im Sozialzentrum Kloster Nazareth und ab Juli Gastgeber im Gästehaus. naturnah eingebunden die region erkunden „Das 5000-Einwohner-Städtchen Stadl Paura ist zwar keine Touristenhochburg wie Gmunden oder Bad Ischl, hat aber auch seine ganz besonderen, etwas ruhigeren Reize. Und es gibt hier viel zu sehen!“, betont die Regionalleiterin. Sie empfiehlt ihren Gästen auf alle Fälle einen Besuch des Pferdesportzentrums, der barocken Dreifaltigkeitskirche oder des Schiffleutmuseums im Ort selbst. Auf dem Jakobsweg, der an Stadl Paura vorbei durch die umliegenden Wälder führt, lässt sich die Landschaft erwandern, auf dem Traunradweg von Gmunden bis zur Stadt Traun erradeln. Und wer es sich am Abend gemütlich machen möchte, kann den Tag mit einem exklusiven Essen in einem Restaurant in Stadl Paura oder in der Umgebung ausklingen lassen. Teil des gemeinwesens Im Zuge der Restaurierung erstellte die St. Anna- Hilfe auf der zweiten Etage des Gebäudes außerdem acht heimgebundene Wohnungen. Diese werden ab August an rüstige Seniorinnen vermietet. Im Erdgeschoss hat eine von der Caritas geleitete Krabbelgruppe bereits seit Dezember ihre Räume bezogen. Untergebracht im Gebäudekomplex des Sozialzentrums Kloster Nazareth, ist das Gästehaus St. Anna auch Teil des Gemeinwesens, zu dem neben den neuen heimgebundenen Wohnungen und der Krabbelstube ein Altenpflegeheim und eine Schule gehören. Insgesamt ist das Kloster Nazareth noch heute geprägt durch die Anwesenheit der Borromäerinnen, die das Alten- und Pflegeheim vor 140 Jahren gründeten. ❑ Weitere infos www.gaestehaus-st-anna.at

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