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annalive 02/2013

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

12 DAS THEMA Das

12 DAS THEMA Das Gesundheitsprogramm der St. Anna-Hilfe Gestärkte, unterstützte – bewegte Mitarbeiterinnen Nomen est Omen und so hat die St. Anna-Hilfe ihre immer vielfältigeren, vor allem aber regelmäßigeren gesundheitsfördernden Angebote für ihre Mitarbeiterinnen im Jahr 2011 gebündelt und mit dem Namen ‚tuat guat‘ versehen. Darüber hinaus stärkt sie ihre Mitarbeiterinnen auch durch Fortund Weiterbildungen oder die Möglichkeit, Kinder im Rahmen von Job & Kids mit zur Arbeit zu bringen – eine Rundum-Förderung, für die sie im März das Vorarlberger Gesundheits-Gütesiegel „salvus“ in Silber erhalten hat. Text: Elke Benicke/Fotos: Stefan Schwertfirm „Unsere Mitarbeiterinnen sollen körperlich wie geistig gestärkt werden und sozialen Rückhalt durch die St. Anna-Hilfe erfahren“, erklärt Winfried Grath in seiner Funktion als Gesundheitsbeauftragter der St. Anna-Hilfe. Das Gesundheitsprogramm der St. Anna-Hilfe umfasst daher nicht nur die ‚tuat guat‘-Aktivitäten wie regelmäßiges Zumba, Nordic Walking und den alljährlichen Fahrradwettbewerb, sondern auch Schulungskonzepte wie Bewohnerorientiertes Arbeiten (BOA) oder die Wertschätzende Unternehmenskultur (WUK), an der alle Mitarbeiterinnen – vom Hausmeister bis zur Hausleiterin – teilnehmen. „So soll der wertschätzende und damit konstruktive Umgang miteinander gepflegt und weiterentwickelt werden“, sagt Grath. ganzheitlich und kontinuierlich Ganz nach dem Motto „eine gesunde Wirtschaft braucht gesunde Unternehmen“ verleiht das Land Vorarlberg in Zusammenarbeit mit der Gebietskrankenkasse und der Wirtschaftskammer alle zwei Jahre das Gütesiegel „salvus“. Im März sind 17 Vorarlberger Unternehmen, darunter auch die St. Anna-Hilfe, mit dem silbernen „salvus“ für 2013 und 2014 ausgezeichnet worden, da sie ihre Mitarbeiterinnen einbinden, einen Ansprechpartner für Gesundheitsfragen haben und sich kontinuierlich um umfassende gesundheitsunterstützende Maßnahmen kümmern. „Wir sind sehr stolz auf unseren „salvus“ und wollen diesen ganzheitlichen Weg weiter gehen“, sagt Winfried Grath. „So könnte eine dauerhafte Projektgruppe zum Thema Gesundheit ein wichtiger Schritt sein, um den goldenen „salvus“ zu erhalten. Sie müsste regelmäßig die Gesundheitsthemen besprechen und unter anderem auch Prozess- und Endevaluationen durchführen.“ ❑ gesundheitsaktivitäten im Überblick - Regelmäßige, sportliche Aktivitäten (wie Zumba, Linedance, Radwettbewerb) - Konzept zur Betreuung von Kindern am Arbeitsplatz (Job & Kids) - Schulungskonzepte zum wertschätzenden Umgang mit Bewohnerinnen wie auch Mitarbeiterinnen (BOA, WUK) - Sensibilisierung der Führungskräfte durch Klausuren mit dem Themen Mitarbeiterinnenbindung und -zufriedenheit - Gezieltes und umfangreiches Fortbildungsprogramm (Kinästhetik, Rückenschule, richtiges Führen und andere) - Regelmäßige Fördergespräche mit allen Mitarbeiterinnen - Einsatz eines internen Gesundheitsbeauftragten, einer fachmedizinischen Ansprechperson und einer Sicherheitsfachkraft - Regelmäßige Mitarbeiterinnenbefragungen zum Themenschwerpunkt Gesundheit - Arbeitgeberdarlehen für Mitarbeiterinnen

13 DAS THEMA Zwei Goldmedaillen für Bewohnerin der lebenswelt Isabella Jost, Bewohnerin der Lebenswelt St. Antonius, hat Ende Januar an den Special Olympics (Olympiade für Menschen mit mentaler Behinderung) World Winter Games 2013 im südkoreanischen Pyeong Chang teilgenommen. Insgesamt waren Teilnehmerinnen aus 106 Ländern aller Kontinente dabei. Isabella Jost war über 50 und 100 Meter Langlauf nicht zu schlagen und hat gleich zwei Goldmedaillen gewonnen. „Hat echt Spaß gemacht! Der Flug war zwar anstrengend, doch wir haben viel gesehen!“, berichtet die 22-Jährige von ihrer Reise. Wieder zuhause in Kärnten gab es ein Fest für die Olympionikin. Rund 50 Gäste feierten mit ihr die gute Leistung, darunter die Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Spittal an der Drau. Gratulieren wollte auch Bundespräsident Heinz Fischer und lud Isabella Jost noch im Februar zum Empfang. Isabella Jost ist im September in die Lebenswelt St. Antonius eingezogen. Bis die Schneelage ein spezielles Langlauftraining zuließ, bereitete sie Ausdauer und Muskeln durch intensives Nordic Walking und Tanzstunden vor. Auch das Schwimmen zählt zu ihren Leidenschaften. ❑ Text: Elke Benicke/Foto: Doris Kollar-Plasser Mitarbeiterin holt Silber auf den Special Olympics Auch Johanna Pramstaller (vorne, 2.v.l.), Halbtageskraft im Pflegeheim Innermontafon, hat an den World Winter Games 2013 der Special Olympics (Olympiade für Menschen mit mentaler Behinderung) im südkoreanischen Pyeong Chang teilgenommen. Im Floorball (auch Unihockey: ein Stockballspiel), hat sie gemeinsam mit ihrem Team die Silbermedaille gewonnen; der erste Platz ging an die Schweizer. „Johanna ist sehr stolz auf diesen Sieg, da sie die einzige Frau in ihrer Gruppe ist und diese Sportart auch noch nicht so lange spielt‘, sagt ihre Mentorin Margit Karg. In anderen sportlichen Disziplinen wie Schwimmen, Skifahren, Leichtathletik, Handball und Golf hat die 26-Jährige bei den Special Olympics schon früher teilgenommen und regelmäßig die ersten Plätze belegt. Die Rückkehr der Vorarlberger Floorball-Gruppe wurde auf einem von der Caritas organisierten Empfang in Bludenz gemeinsam mit Familienmitgliedern, Mentorinnen und Veranstalterinnen gefeiert. ❑ Text: Elke Benicke/Foto: Caritas Vorarlberg

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