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annalive 02/2013

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

10 DAS THEMA Aktiv und

10 DAS THEMA Aktiv und passiv trainieren „Bei uns in Haus I des Sozialzentrums Mariahilf in Bregenz ist der Motomed sehr beliebt“, sagt Wohnbereichsleiterin Gudrun Penias. „Dieses Gerät trainiert Arme und Beine ein- oder beidseitig auch passiv, fördert so die aktive Beweglichkeit und den Muskelaufbau. Durch das passive Training am Armtrainer hat Frau Wolkan zum Beispiel nach rund zwei Monaten so viel Kraft im Arm erlangt, dass sie auf die Gabel aufgespießte Stücke wieder selbstständig essen kann. Der Erfolg gibt ihr Selbstvertrauen und ist die beste Motivation für das weitere Training. Ähnlich geht es Herrn Birkner, dessen Wunsch es war, wieder selbstständig gehen zu können. Er trainiert seit wir das Gerät haben, seit 2009. Damals war er zur Fortbewegung fast ausschließlich auf einen Rollstuhl angewiesen, konnte zwei bis drei Schritte mit dem Drei-Punkt-Stock gehen. Auch bei ihm zeigten sich die ersten Erfolge bereits nach zwei bis drei Wochen. Durch sein tägliches zwanzigminütiges Training am Motomed ist er heute in der Lage, mit dem Dreipunkt-Stock von seinem Zimmer in den Speisesaal zu gehen. Außerdem hat er Freude und einen gewissen Ehrgeiz, ja Lebensantrieb entwickelt, sich zu bewegen.“ ❑

11 DAS THEMA Let’s dance! Bewegung in der Lebenswelt St. Antonius Zumba – und alle machen mit Zumba! Mit lateinamerikanischer Musik und eingängigen, kurzen Choreografien bringt Trainerin Claudia Meier jeden Donnerstagabend Bewegung in die Lebenswelt St. Antonius. Zumba heißt das neue Fitnessprogramm, an dem alle 18 Bewohnerinnen seit Januar begeistert teilnehmen. Inzwischen haben sich auch Angehörige und Gäste vom Zumba- Fieber anstecken lassen. Text: Elke Benicke/Foto: Manuela Roscher „Alle machen mit und sind begeistert!“, freut sich Regionalleiterin Doris Kollar-Plasser, „inklusive unserer Rollstuhlfahrerinnen! Denn alle Tanzeinheiten können genauso rhythmisch in abgewandelter Form auch mit den Armen und dem Oberkörper im Sitzen nachvollzogen werden. Die Begeisterung unserer Tänzerinnen bestätigt, dass mit diesem Angebot der Geschmack aller getroffen wurde.“ Einfach, rhythmisch und gesund Um Zumba tanzen zu können, braucht frau weder eine Ausbildung noch einen Tanzpartner, sondern vor allem Spaß am lateinamerikanischen Rhythmus und eingängigen, vereinfachten Tanzformen des Samba, Salsa, Merengue oder auch des Hip Hop. Ganz nebenbei ist der neue Modesport auch gesund, denn Zumba verbessert die Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination, stärkt die Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System. „Ist eh lustig, aber sehr anstrengend. Ich mache dann halt zwischendurch mal Pause“, kommentiert Martin Gasser, Bewohner der Lebenswelt St. Antonius. Freude an der bewegung ausleben Begeistert sind auch die Begleiterinnen, zum Beispiel Regina Egger: „Ich finde es toll, dass wir eine Form des Tanzens gefunden haben, an der wirklich alle teilnehmen können. Mich fasziniert, wie gern die Bewohnerinnen mitmachen und so ihre Freude an der Bewegung ausleben.“ Immer wieder seien auch Angehörige und Gäste mit von der Partie, die Zumba-Stunde vergehe jedes Mal wie im Flug, sei mehr eine Party denn ein Fitnesstraining. „Mir macht das Tanzen Spaß“, sagt Bewohnerin Regina Penker, „auch wenn der Rhythmus manches Mal sehr schnell ist und ich aus dem Takt komme.“ Ermöglicht hat die Zumba-Stunden übrigens Ina Maria Lerchbaumer, Initiatorin der Lebenswelt St. Antonius, mit ihrem finanziellen Weihnachtsgeschenk. ❑

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