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annalive 01/2017

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

6 DAS THEMA Die neue

6 DAS THEMA Die neue Markenarchitektur der Stiftung Liebenau Alle unter einem Dach „Im Verlaufe des Markenprozesses hat sich klar herauskristallisiert, dass wir in Österreich Teil einer internationalen Stiftung sind“, sagt Dr. Dennis Roth, Leiter der Qualitätsentwicklung der Stiftung Liebenau in Österreich. „Alle gemeinnützigen Tochtergesellschaften sind unter einer Dachmarke vereint.“ Die neue Kommunikation ist nach Aufgabenfeld oder Länderkennung, Einrichtung und/ oder Angebot und Organisationen strukturiert. Text/Foto: Stiftung Liebenau „Wir sind Deutsche, Österreicher, Schweizer, Italiener, Bulgaren, Slowaken, Türken, Polen, Rumänen, Kroaten, Bosnier, Russen, Serben, Philippinen, Ukrainer. Insgesamt 73 verschiedene Nationen leben und arbeiten in der Stiftung Liebenau. An 104 Standortkommunen. Wir beschäftigen uns mit: Säuglingen, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Senioren, Greisen. Unter uns begleiten wir Gesunde und Kranke. Menschen mit und ohne Behinderung“, sagte Vorstand Prälat H. F. Brock in seiner Predigt zum Stiftungstag, auf dem die Stiftung Liebenau Mitte Oktober ihren neuen Markenauftritt erstmals öffentlich gemacht hat. Was diese Vielfalt eint, ist der Stiftungsverbund mit den gemeinsamen Werten: eine christlich fundierte Menschlichkeit, hohe Fachlichkeit und nachhaltige Wirtschaftlichkeit. Am Markt tritt die Stiftung Liebenau daher konsequent als Dachmarke auf. Die Tochtergesellschaften bleiben jedoch eigenständige Rechtsträger. Fachlichkeit wird hervorgehoben In der Markenkommunikation werden die Angebote und Einrichtungen zur fachlichen Orientierung unter Aufgabenfeldern zusammengefasst: beispielsweise Stiftung Liebenau Bildung, Stiftung Liebenau Gesundheit, Stiftung Liebenau Pflege oder Stiftung Liebenau Teilhabe. Die Angebote in Österreich, der Schweiz und Italien tragen Länderkennungen: Stiftung Liebenau Österreich, Stiftung Liebenau Schweiz und Stiftung Liebenau Italia. Die Namen der Einrichtungen und Dienste ändern sich nicht.

7 DAS THEMA Gemeinnützige Stiftungen In das Gemeinwohl investieren Gemeinnützige Stiftungen haben einen sozialen Auftrag, den sie mit hoher Innovationskraft erfüllen. Noch dominieren in Österreich die eigennüzigen Privatstiftungen (rund 75 Prozent), doch seit einem Jahr gibt es ein neues Stiftungsrecht für gemeinnützige Stiftungen. Der bisher eher zweifelhafte Ruf einer Stiftung, nur eigennützige Ziele zu verfolgen, könnte sich also bald ändern. Die Stiftung Liebenau zeigt, dass es sich lohnt, in das Gemeinwohl zu investieren – und das seit 146 Jahren. Text: Elke Benicke/Foto: Felix Kästle „Gemeinnützig Stiften ist nicht philanthrope Romantik, sondern sichert – richtig gemacht – Unternehmen in ihrem Bestand, schafft Arbeitsplätze und setzt durch gezielte Investments Innovationspotenzial für gesellschaftliche Anliegen frei“, sagte Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich des europäischen Tages des gemeinnützigen Stiftens im Oktober 2015 in Wien. „Die europäischen Stiftungen stellen einen Wirtschaftsfaktor und Katalysator für gesellschaftliche Innovation dar“, so Neumayer, denn „der Beitrag, den gemeinnützige Stiftungen und private Philanthropen oder Unternehmen bereits leisten, erstreckt sich von sozialen über kulturelle Initiativen bis hin zu finanzierungsintensiven Bereichen wie Wissenschaft, Forschung und Innovationsentwicklung.“ Für ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis Wie alle anderen Tochtergesellschaften der deutschen Stiftung Liebenau ist die Liebenau Österreich eine gemeinnützige Sozialdienstleisterin. Sie arbeitet nicht zum Zweck der Gewinnerzielung, sondern ist gesetzlich und gemäß Statuten verpflichtet, eventuelle Einnahmeüberschüsse wieder in den Kreislauf des Gemeinwohls einzubringen. Die Ausschüttung von Gewinnen ist nicht erlaubt. So entsteht ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis; Heime und Dienste stehen allen bedürftigen Menschen zu gleichen Konditionen zur Verfügung. Die Ursprünge der Stiftung Liebenau Die Geschichte der Stiftung Liebenau beginnt mit Kaplan Adolf Aich (1824–1909). Der Geistliche hatte viel Elend gesehen und beschlossen, sich karitativ für hilfebedürftige Menschen einzusetzen. Gemeinsam mit Tettnanger Bürgern gründete er den St. Johann-Verein, der sich zum Ziel setzte, eine „Pfleg- und Bewahranstalt“ für Menschen mit unheilbaren Krankheiten und Behinderungen aufzubauen. 1870 begann die Arbeit im Schloss Liebenau in Süddeutschland, wo die „Pfleglinge“ von Barmherzigen Schwestern betreut wurden. Drei Jahre später wurde die Einrichtung rechtlich legitimiert. Ende des 19. Jahrhunderts lebten bereits mehr als 400 Menschen in der Einrichtung. Im Jahr 1970 wurde die „Pfleg- und Bewahranstalt“ zum 100jährigen Jubiläum in Stiftung Liebenau umbenannt. Text/Foto: Stiftung Liebenau

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