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annalive 01/2017

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

„Ein Vorbild für mich

„Ein Vorbild für mich ist jeder Mensch, der sich kompromisslos und authentisch für gute Dinge einsetzt, die über ihn selbst hinausgehen.“ NACHGEFRAGT Steckbrief Arnd Zschiesche, 44 Jahre, ist mit Leib und Seele (Marken-)Soziologe, Gründer und Geschäftsführer des Büros für Markenentwicklung in Hamburg. Nebenbei betreut er gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Oliver Errichiello das Projekt „wooden radio“. Das Holzradio hat viele international renommierte Nachhaltigkeits- und Designpreise gewonnen und ein Dorf in Lohn und Brot gebracht. Arnd Zschiesche ist ledig und hat zwei Jungs. Drei Fragen zur Stiftung Liebenau Österreich? Wie und warum stehen Sie in Kontakt mit der Stiftung Liebenau in Österreich? Wir durften die Stiftung Liebenau aus markensoziologischer Sicht analysieren und hatten daher Gelegenheit, mit einigen Mitarbeiterinnen der Tochtergesellschaften in Bregenz sprechen zu dürfen. Was schätzen Sie an der Stiftung Liebenau in Österreich? Die Mitarbeiterinnen, die wir kennengelernt haben, vermittelten uns das Gefühl, das in Österreich eine unwahrscheinliche interne Eigendynamik besteht, man will sich im besten Sinne beweisen und Dinge verbessern. Welchen Eindruck haben Sie von der anna live? Sie bringt den besonderen Spirit des österreichischen Parts der Stiftung sehr gut rüber! Drei Meinungen zur Sozialpolitik Unsere Gesellschaft muss sich ändern, weil … … die einst gute aufklärerische Hinwendung zum Individuum und seinen Bedürfnissen sich inzwischen zu einer Perspektive verengt hat, die oft nur noch das Ich sieht – siehe Selfie-Stange: „Das bin ich und irgendwo hinter mir siehst du ein Stück vom Eifelturm“. In der Hilfe für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung ist zu wenig bekannt, dass ... ... die Welt so viel ärmer wäre ohne diese Menschen. Ehrenamtliche Helferinnen sind sinnvoll, weil … … sie ein Statement dafür sind, dass es eine Gemeinschaft gibt, die mehr umfasst als den eigenen Freundeskreis. Sieben persönliche Statements Der Held meiner Kindheit war … … Corrado Cattani, der „Allein gegen die Mafia“ kämpft, Papa Schlumpf und der Citroën CX. Im Alter möchte ich … … noch immer in den Wellen hüpfen. Das Älterwerden ist schön, weil … … einem die eigene Jugend mit jedem Jahr immer strahlender und wilder erscheint. Am Älterwerden stört mich, dass … … ich nicht mehr aussehe wie Vin Diesel. Wenn ich sterbe, möchte ich … … mit mir selbst eine Einheit bilden. Ich fühle mich besonders lebendig, weil … … ich mit meiner Arbeit manchmal Dinge langfristig zum Guten verändern darf. Ein Vorbild für mich ist … … jeder Mensch, der sich kompromisslos und authentisch für gute Dinge einsetzt, die über ihn selbst hinausgehen. Was möchten Sie uns sonst noch sagen? Dass die Stiftung Liebenau eine tolle einzigartige Marke ist – grenzüberschreitend. Das ist keine naiv anbiedernde Meinung, die nicht (an)erkennen will, dass auch Dinge falsch laufen. Aber eine Marke, in der über allem die von vielen gelebte Überzeugung herrscht, dass Menschen geholfen werden muss, ist für den externen Betrachter eine Wohltat. Wir haben in keinem unserer Projekte so intensiv, aber vor allem so gut diskutiert und so viel dazugelernt.

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