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annalive 01/2017

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

24 PRAXIS

24 PRAXIS OBERÖSTERREICH Projekt Refresher Hausgemeinschaften Austausch mit dem Seniorenwohnhaus Hellbrunn STADL-PAURA / GMUNDEN – Die Stiftung Liebenau in Österreich ist Pionierin, was die Realisierung des Hausgemeinschaftenkonzepts in Oberösterreich anbelangt. Immer wieder sind das Sozialzentrum Kloster Nazareth und das Haus St. Josef Exkursionsziel für Vertreterinnen anderer Einrichtungen. Den aktuellen Austausch mit dem Seniorenwohnhaus Hellbrunn haben die Führungskräfte nun zum Anlass genommen, das Konzept aufzufrischen. Text/Fotos: Elisabeth Holzinger Workshop: Arno Buchsbaum, Pflegedienstleiter im Sozialzentrum Kloster Nazareth, referiert zum Thema Hausgemeinschaften. Teamwork: Egbert Folkersma, Leiter des Alltagsmanagements, Ivica Marjanovic, stellvertretender Küchenleiter, und die Pflegedienstleiter Arno Buchsbaum und Hannes Harfmann erarbeiten gemeinsam neue Ideen (v.li.n.re.). Zuletzt haben sich die Führungskräfte im Jahr 2009 mit dem Konzept der Hausgemeinschaften beschäftigt und Leitlinien für die Praxis entwickelt. Nun war es an der Zeit, diese Arbeit zu aktualisieren. Co-Pilot im Projekt „Refresher Hausgemeinschaften“ war das Seniorenwohnhaus Hellbrunn des Magistrats Salzburg, das in den vergangenen zwei Jahren insgesamt sechs Hausgemeinschaften im bestehenden Altbau sowie Neubau eröffnet hat. Im Rahmen des Projekts hat Moderatorin Andrea Freisler-Traub zunächst den Ist-Zustand in den oberösterreichischen Häusern analysiert: Was hat sich in den letzten Jahren getan? Welche Fortschritte wurden gemacht? Wo sind Vorgehensweise und Haltungen im Sinne des Konzepts bereits selbstverständlich? Welche Punkte sind in Vergessenheit geraten? Wie kann der Grundgedanke der Hausgemeinschaften noch intensiver umgesetzt werden? Neue Handlungsfelder „In intensiven Arbeitstagen und in unterschiedlicher Zusammensetzung wurde das Konzept der Hausgemeinschaften in Begleitung von Andrea Freisler- Traub auf den Prüfstand gestellt“, berichtet Doris Kollar-Plasser, Regionalleiterin der Stiftung Liebenau für Oberösterreich und Kärnten: Im ersten Workshop erarbeiteten die Führungskräfte die zentralen Merkmale des Hausgemeinschaften-Modells im gelebten Alltag. Grundlage hierfür waren die Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitarbeiterinnen. „Einige Tage später folgte ein kollegialer Austausch im Seniorenwohnhaus Hellbrunn. „Die Führungskräfte aus Gmunden und Stadl-Paura begleiteten die Kolleginnen in Salzburg bei ihrer täglichen Arbeit. Sie beobachteten die Arbeitsabläufe, befragten Bewohnerinnen und Führungskräfte aus Hellbrunn“, erklärt die Regionalleiterin. Eindrücke und Empfehlungen diskutiert Ende Mai dann haben sie ihre Erkenntnisse den Kolleginnen aus dem Seniorenwohnhaus Hellbrunn und den Vertreterinnen des Magistrats der Stadt Salzburg abschließend präsentiert. Gemeinsam diskutierten sie Eindrücke und Bewertungen des Transfertages sowie die Handlungsempfehlungen seitens der Kolleginnen aus Stadl-Paura und Gmunden. „Der kollegiale Austausch war sehr wertvoll“, resümiert Andrea Sigl, Hausleiterin im Seniorenwohnhaus Hellbrunn.

25 PRAXIS OBERÖSTERREICH Getestet und für gut befunden: Regionalleiterin Doris Kollar-Plasser und Pfarrer Gerald Geyrhofer. Das können Geschäftsführer Klaus Müller (rechts) und Hausleiter Thomas Adler nur bestätigen. “Jå, mia san mim Rad’l do!” GMUNDEN – Mobil, aktiv und draußen sein: Das Pedelec-Dreirad namens DUO bringt den Bewohnerinnen des Hauses St. Josef Bewegung und Spaß an der frischen Luft. Es funktioniert wie zwei unabhängige Fahrräder. Der eingebaute elektrische Hilfsmotor kann aktiviert werden – allerdings nur, wenn die Fahrerin auch in die Pedale tritt. „Mit dem Dreirad können Mitarbeiterinnen, Ehrenamtliche und Angehörige gemeinsam mit den Bewohnerinnen Ausflüge und Rundfahrten machen, dabei die Gmundner Innenstadt erleben, den Wind in den Haaren spüren, sich mobiler und freier fühlen“, sagt Hausleiter Thomas Adler. Aktive Bewegung ermöglicht nicht nur bei an Demenz erkrankten Menschen eine Verbesserung der kognitiven Funktionen, sondern fördert auch das soziale Miteinander im öffentlichen Raum. Ganz nebenbei steigert sich durch die sportliche Aktivität auch das Wohlbefinden. Durch das gemeinsame Tun und Miteinander-Sprechen entwickeln oder vertiefen sich Beziehungen“, ergänzt der Hausleiter. Text/Fotos: Elisabeth Holzinger Stilberatung mit Elisabeth Motsch GMUNDEN / STADL-PAURA – Die Mitarbeiterinnen im Haus St. Josef und Sozialzentrum Kloster Nazareth haben als Dankeschön für ihre Arbeit im zweijährigen E-Qalin Selbstbewertungsprozess eine Stilberatung bei Elisabeth Motsch erhalten. „Die Expertin für Stilbewusstsein (siehe auch das Interview in der anna live 2/2016, Anm.d.Red.) hat die Beratung Stilexpertin Elisabeth Motsch berät eine Mitarbeiterin in der Farbwahl. mit ihrer sympathischen Art zu einem reichhaltigen Erlebnis gemacht“, berichtet Elisabeth Holzinger, Assistentin der Regionalleiterin. Unter dem Motto „Die Mode kommt und geht – der Stil bleibt“ hat sie die Teilnehmerinnen in die Welt der Farben, Körper- und Gesichtsformen, Muster und Strukturen eingeführt Zunächst hat Elisabeth Motsch gemeinsam mit der jeweiligen Mitarbeiterin deren Gesichtsform und die natürliche Silhouette analysiert, um dann auf einen typgerechten Schnitt, die Kleidung, Farbwahl, Größe des Schmucks und der Accessoires sowie den Aufbau einer Grundgarderobe einzugehen. „Die Teilnehmerinnen konnten viele Tipps und Ratschläge mitnehmen und können sie auch im Arbeitsalltag anwenden“, sagt Holzinger. Text: Elke Benicke/Foto: Elisabeth Holzinger

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