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annalive 01/2017

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

22 PRAXIS

22 PRAXIS OBERÖSTERREICH E-Qalin-Projekt abgeschlossen Ausgezeichnete Pflegequalität Ebenso stolz präsentieren auch Hausleiterin Stefanie Freisler (2.v.li.), Regionalleiterin Doris Kollar-Plasser (rechts) und ihre Kolleginnen das Zertifiktat, das ihnen Adelheid Bruckmüller (Mitte), Geschäftsführerin des IBG Bad Schallerbach, auf dem hausinternen Oktoberfest verliehen hat. GMUNDEN / STADL-PAURA – Im Verlauf der vergangenen zwei Jahre beschäftigten sich die Mitarbeiterinnen des Hauses St. Josef in Gmunden und des Sozialzentrums Kloster Nazareth in Stadl- Paura, intensiv mit dem Thema Pflegequalität. Grundlage war das Qualitätsmanagementmodell E-Qalin. Im September haben beide Häuser jeweils ein Zertifikat für das erfolgreich abgeschlossene Projekt erhalten. Text/Fotos: Stefanie Freisler, Elisabeth Holzinger GMUNDEN – Um die Öffentlichkeit für Demenz und speziell Alzheimererkrankungen zu sensibilisieren, finden am Weltalzheimertag (21. September) weltweit vielfältige Aktivitäten statt. Auch im Haus St. Josef, wo Angehörige und Interessierte zur „Blauen Stunde“ eingeladen waren. Unter dem Motto „mit allen Sinnen“ und initiiert von Pflegekraft Maria Ebser haben ihre beiden Töchter gemeinsam mit Mitarbeiterinnen, Ehrenamtlichen und Bewohnerinnen das Fest vorbereitet und gefeiert. Text/Fotos: Elisabeth Holzinger Stolz präsentieren Hausleiter Thomas Adler, Pflegedienstleiter Hannes Harfmann und Egbert Folkersma, Leiter des Alltagsmanagements, (v.l.n.r.) das Zertifikat „E-Qalin Qualitätshaus nach Selbstbewertung“, das ihnen auf der hausinternen Veranstaltung zum Weltalzheimertag verliehen wurde (siehe nachfolgenden Beitrag). E-Qalin orientiert sich an den pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen, deren Angehörigen und an den Mitarbeiterinnen, die in diesem Umfeld tätig sind. Im Vorfeld des Projekts haben sich die Führungskräfte der beiden Häuser zu E-Qalin Prozessmanagerinnen ausbilden lassen. Pro Haus wurden außerdem zwei weitere Mitarbeiterinnen in der Moderation des Projekts geschult, so dass sie ihre Kolleginnen in den einzelnen Arbeitsgruppen kompetent begleiten konnten. Im Rahmen von E-Qalin haben die Teams die pflegerischen Strukturen und Abläufe von Grund auf geprüft und dafür zunächst die Ist-Situation der Häuser beschrieben, das heißt, die dazugehörigen Instrumente sowie die Grundsätze ihrer Organisation. Daraufhin haben sie die Ist-Situation mit dem Ziel hinterfragt, Verbesserungs- und Entwicklungspotenziale im täglichen Tun zu erkennen und zu benennen. Selbstverständlich auch, diese im weiteren Verlauf zu realisieren. Beide Häuser haben sich um das Zertifikat „E-Qalin Qualitätshaus nach Selbstbewertung“ beworben und dafür nach Abschluss des Projektes alle Informationen an das IBG (Institut für Bildung im Gesundheitsdienst in Bad Schallerbach) übermittelt. Die externe Prüfung war positiv und so erhielten die Mitarbeiterinnen des Hauses St. Josef Mitte September und die des Sozialzentrums Kloster Nazareth Ende September das Zertifikat. Weltalzheimertag im Haus St. Josef „Mit allen Sinnen“ Mit ihrem Kunstprojekt „Die blaue Stunde“ konnte Maria Ebser nicht nur ihre erwachsene Tochter Astrid, sondern auch das Team und die Bewohnerinnen im Haus St. Josef begeistern. Unter der künstlerischen Leitung von Astrid Ebser haben Seniorinnen mit und ohne Demenz in der Kunstwerkstatt des Hauses zahlreiche Bilder in blauer Farbe angefertigt. „Die Farbe blau begünstigt den Abbau von Stress, wirkt harmonisierend und bewirkt, dass wir nachhaltig den inneren und äußeren Frieden finden“, erklärt Maria Ebser. Die älteren Künstlerinnen hatten

23 PRAXIS OBERÖSTERREICH Engagement und Freude Engagement und Freude hoch drei: Die Bewohnerinnen des Hauses St. Josef genossen die Vorbereitungen, das Fotografiert-Werden und die Foto-Ausstellung auf dem Weltalzheimertag im Haus St. Josef: Margarete Widholm, 90 Jahre (rechts), Maria Schmid, 81 Jahre, Elisabeth Heizinger, 96 Jahre, und Maria Reiter, 87 Jahre. (unten v.li.n.re.) nicht nur Freude beim Gestalten, sondern auch, als sie ihre Werke am Weltalzheimertag vorstellen konnten. Der Freude keinen Abbruch tat es, dass die eine oder andere Künstlerin mit Demenz ihr eigenes Werk nicht wiedererkannte und begeistert fragte: „Ach, wer hat denn das schöne Bild gemalt?“ Die Schönheit des Alters festgehalten Auch Maria Ebsers zweite Tochter, Cathérine, von Beruf Fotografin in Wien, ließ sich für ein Engagement zum Weltaltzheimertag begeistern und foto- grafierte unter dem Motto „Schönheit des Alters“: Stilvoll gekleidet, geschminkt und frisiert, kamen die Seniorinnen zum Fototermin, stellten sich in Pose und hatten ein drittes Mal Freude am Projekt, als die so entstandenen Fotos auf dem Fest präsentiert wurden. Als weiteres Highlight hat am selben Tag auch die Verleihung des Zertifikats „E-Qalin Qualitätshaus nach Selbstbewertung“ stattgefunden (siehe vorangegangenen Beitrag).

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