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annalive 01/2017

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

10 FORUM Neues

10 FORUM Neues Pflegeheim nach dem Konzept der Hausgemeinschaften Haus St. Fidelis ist eröffnet Das neu erstellte Haus St. Fidelis mit 32 Plätzen für pflegebedürftige, ältere Menschen und acht heimgebundenen Wohnungen ist Mitte November feierlich eingeweiht worden. Rund 150 Gäste sowie die Bürgermusik St. Gallenkirch und Gaschurn / Partenen haben sich in der Aula eingefunden, darunter Vertreterinnen des Landes, der Gemeinden, der Kirche und der Stiftung Liebenau. „Unsere Bewohnerinnen haben sich vom ersten Tag an wohlgefühlt und genießen den Alltag in ihrer Hausgemeinschaft“, freut sich Hausleiter Florian Seher. Text: Elke Benicke/Fotos: Felix Kästle, Elke Benicke Passt gut in die Landschaft: das neue Haus St. Fidelis. Hausleiter Florian Seher (links) überreicht den selbstverzierten Fidelistaler als Dank für die gute Zusammenarbeit und das Engagement an Geschäftsführer Klaus Müller, Pflegedienstleiterin Barbara Koburger, Bauleiter Werner Egele (Vogewosi) und Verwaltungsmitarbeiterin Margit Karg (v.li.n.re.). „Nicht daheim und doch zuhause“, lobte Landesrätin Katharina Wiesflecker das im Haus St. Fidelis realisierte Konzept der Hausgemeinschaften und dankte der damaligen St. Anna-Hilfe für die gute Zusammenarbeit. Auch die Bürgermeister Josef Lechthaler (St. Gallenkirch) und Martin Netzer (Gaschurn) fanden lobende Worte für Gebäude, Konzept und Zusammenarbeit. „Wir möchten den älteren Menschen ein familiäres und sicheres Leben bieten – so wie sie es von Zuhause gewohnt sind“, erklärte Geschäftsführer Klaus Müller. Die 13 Bewohnerinnen aus dem alten Pflegeheim Innermontafon sowie weitere ältere Menschen aus dem Umkreis von St. Gallenkirch sind bereits Anfang Oktober in das neue Haus um- oder eingezogen; je 16 Bewohnerinnen leben nun in einer der beiden Hausgemeinschaften. In der gemeinsamen Wohnküche kümmert sich Alltagsmanagerin Angelika Ganahl um das Essen und den Haushalt. So sehen, hören und riechen die Seniorinnen, was vor sich geht und können sich nach den eigenen Wünschen und Fähigkeiten beteiligen oder einfach dabei sein. „Der Kontakt mit den Bewohnerinnen ist sehr intensiv, so wie in einer Großfamilie“, sagt die Alltagsmanagerin. Selbstverständlich ist der Rückzug in das eigene Zimmer jederzeit gegeben. „Ein wirklich schönes Haus!“ „Ich komme viel herum, habe den internationalen Vergleich und kann nur bestätigen: Das Haus St. Fidelis ist ein wirklich schönes Haus!“, betonte Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau. Er bezog sich dabei sowohl auf das Konzept der Hausgemeinschaften, das sich bereits in anderen Häusern innerhalb der Stiftung Liebenau Österreich bewährt hat, als auch die Bauart des Hauses St. Fidelis selbst. Im Anschluss führte Architekt Dietmar Walser aus, warum die beiden Hausgemeinschaften zu Recht „Sonnenschein“ und „Bergblick“ heißen. Neben der lichten Architektur sorgt auch die zirkadiane Lichtsteuerung für tageslichtähnliche Verhältnisse im Haus St. Fidelis. Dabei wird jede Tageszeit vom Sonnenaufgang bis zur Abenddämmerung und entsprechend der jeweiligen Jahreszeit in Lichtfarbe und -intensität nachempfunden. Vor allem Menschen mit Demenz profitieren von dieser von der Natur vorgegebenen Struktur und finden sich besser im Tagesablauf zurecht. Denn die zirkadiane Lichtsteuerung stimuliert und aktiviert nicht nur die innere Uhr, sondern auch die Sinne und sorgt so für mehr Energie und Aktivität.

11 FORUM Leben in der Hausgemeinschaft: In der geräumigen Wohnküche wird geschnitten, gerührt, gekocht, gegessen und gelacht. Kurz nach dem Umzug ins neue Haus St. Fidelis: Die meisten haben sich vom ersten Tag an wie zu Hause gefühlt. Hausleiter überreicht Fidelistaler Der Künstler Alfred Graf betonte, dass alle Materialien, die zur Gestaltung der Kapelle verwendet wurden, ausschließlich aus der Umgebung um St. Gallenkirch stammen. Schließlich segnete Pfarrer Lukas Bronner das neue Pflegeheim. Nach jeder Festrede und nach der Segnung des Hauses spielte die Bürgermusik und beeindruckte das Publikum mit ihrem Können. Bevor gegen Mittag das Buffet in der Hausgemeinschaft „Sonnenschein“ eröffnet wurde, würdigte Hausleiter Florian Seher noch das außerordentliche Engagement der Pflegedienstleiterin Barbara Koburger, der Verwaltungsmitarbeiterin Margit Karg, des Bauleiters Werner Egele (Vogewosi), sowie das der Kolleginnen in der Zentralen Verwaltung und überreichte vier selbstverzierte „Fidelistaler“. Im Anschluss an das Buffet haben sich zahlreiche Gäste, darunter Angehörige, Nachbarn und weitere Interessierte, durch das Haus führen lassen, konnten die Atmosphäre fühlen, sich austauschen und informieren. Am selben Tag hatte auch das Rote Kreuz, Außenstelle St. Gallenkirch, zum Tag der offenen Tür eingeladen. Dessen Räume befinden sich im renovierten Gebäude nebenan. Die Montafoner Vereinbarung Das neue Haus St. Fidelis ist auf dem von den Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn zur Verfügung gestellten Grundstück hinter dem alten Pflegeheim Innermontafon in St. Gallenkirch errichtet worden. Das Haus ist Teil einer Gesamtmontafoner Vereinbarung, die 2012 zwischen den Bürgermeistern der betreffenden Orte geschlossen wurde. Demnach werden neben dem bestehenden Haus St. Josef in Schruns und anstelle des Seniorenheims Schmidt in Vandans zwei neue Häuser errichtet, beide von der Stiftung Liebenau in Österreich. Das eine ist frisch bezogen, Baubeginn für das andere in Bartholomäberg ist im Frühjahr. Der neue Name Der Name für das neue Haus knüpft an die Tradition in der Stiftung Liebenau an, Pflegeheime nach Heiligen zu benennen. Der heilige Fidelis (1578 – 1622), Philosoph, Jurist, katholischer Ordenspriester und Märtyrer machte sich als „Advokat der Armen“ einen Namen. In Vorarlberg und der Schweiz war er, um die Gebiete der Reformierten zu missionieren. Ihm zu Ehren wurde die Fideliskapelle errichtet und auch das von den Franziskaner Missionsschwestern bis 1970 geführte Altersheim hieß St. Fidelis.

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