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annalive 01/2013

Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

26 ANNA PRAXIS

26 ANNA PRAXIS VORARlberg Aromatherapie im Seniorenheim Schmidt Mit Ölen und Düften pflegen Bewohnerin Frieda Burtscher (links) lässt sich immer wieder gerne von Rebecca Fritz die Hände massieren. Diesmal mit einer Mandelorangenölmischung, die entspannend wirkt. VANDANS – Die Pflege mit ätherischen Ölen zieht Kreise in der St. Anna-Hilfe. Nachdem die Aromatherapie zuerst die Mitarbeiterinnen, dann die Bewohnerinnen in Bartholomäberg und in Nüziders begeistert hat, ist sie nun auch in Vandans im Einsatz. Seit März absolviert Rebecca Fritz ihre einjährige, berufsbegleitende Ausbildung zur Aromakologin, hat schon einiges umsetzen können und berichtet. Text: Rebecca Fritz/Foto: Florian Seher „Aromatherapie ist eine besondere Form der Kräuterheilkunde. Sie beschreibt die kontrollierte Anwendung von naturreinen, ätherischen Ölen, so dass sie auf Körper und Geist eine positive Wirkung haben. Wir haben zum Beispiel zusammen mit unseren Bewohnerinnen Kräuter in der Umgebung gezupft, darunter Brennnessel, Pfefferminze, Salbei und Melissenblätter und daraus einen Tee gegen Husten hergestellt. Beliebt ist auch mein Hustenbalsam zum Einreiben der Brust, für das ich unter anderem Kokosöl, Sheabutter und die ätherischen Öle Pfefferminze und Ravintsara (aus den Blättern des Kampfer-Baumes) vermenge. Die trockene Haut einer Bewohnerin haben wir mit Kokosöl behandelt, die juckende einer anderen mit einer Mandellavendelölmischung – beides hat schnell geholfen. Bei geschwollenen oder schmerzenden Gelenken hat sich hier im Haus Mandel-, Pfefferminz- und Johanniskrautöl bewährt. Gerne lassen sich unsere Bewohnerinnen mit einer entspannenden Handoder Fußmassage verwöhnen. Vor allem jetzt in der kälteren Jahreszeit wünscht sich immer mal wieder eine Bewohnerin einen Zitrus- oder Blütenduft für ihr Zimmer. Und auch in der Palliativpflege verwenden wir Düfte – Lavendel, Zitrusfrüchte oder Rose wirken beruhigend und entspannend. Bisher haben wir von unseren Bewohnerinnen nur positive Rückmeldungen zu den Anwendungen mit ätherischen Ölen bekommen.“ ❑ Neue Wohnbereichsleiterin im Seniorenheim Schmidt VANDANS – Seit Juli ist Margit Draxler neue Wohnbereichsleiterin im Seniorenheim Schmidt. Die 43-Jährige ist im Juli 2010 als Leasingkraft ins Haus gekommen. Seit dem darauffolgenden Jänner ist sie bei der St. Anna-Hilfe angestellt. Während der letzten drei Jahre absolvierte Margit Draxler berufsbegleitend ihre Ausbildung zur Diplomsozialbetreuerin und hat Ende Juni auf einer festlichen Abschlussfeier in Kennelbach ihr Diplom entgegen genommen. Das Bild zeigt sie nach der Feier zusammen mit Hausleiter Florian Seher (Mitte) und Pflegedienstleiterin Andrea Jochum (rechts). ❑ Text: Florian Seher/Foto: Manfred Draxler

27 ANNA PRAXIS VORARlberg Gute Stimmung beim Grillfest des Pflegeheims Innermontafon im August. Das erste Jahr im Pflegeheim Innermontafon Menschlich auf einem Level ST. GALLENKIRCH – Ein neuer Dienstplan, neue Richtlinien, ein modernes Pflegedokumentationssystem: Während die Bewohnerinnen spontan von den Veränderungen im Pflegeheim Innermontafon profitierten, waren die Mitarbeiterinnen zunächst doch verunsichert. Inzwischen ist auch im Team Ruhe eingekehrt, alle kennen sich gut aus und sprechen sich – noch eine Änderung – gerne ohne Titel und mit dem Vornamen an. Text: Elke Benicke/Foto: Margit Karg „Uns lag sehr viel daran, die Hierarchien zu durchbrechen“, sagt Pflegedienstleiterin Barbara Koburger. „Ohne Titel in der Anrede fühlen sich alle gleichermaßen akzeptiert. Und jede kann sich weiterentwickeln – durch Aus- und Weiterbildung, aber auch durch die tägliche Arbeit selbst.“ Ziel sei ein multiprofessionelles Team. Deshalb sind bei der Teamsitzung alle Mitarbeiterinnen anwesend, auch jene aus der Hauswirtschaft und Küche. „So wissen alle, was im Haus so läuft.“ Mittagessen um zwölf, serviert vor Ort Um den Bewohnerinnen ein gemütliches Frühstück, Mittagessen um zwölf und einen längeren Abend bieten zu können, mussten die Dienstzeiten komplett neu geschrieben werden. „Anfangs verursachten die neuen Dienstzeiten verständlicherweise etwas Unruhe im Team“, sagt Hausleiter Florian Seher. „Doch überzeugt von den Vorteilen waren sie für unsere Mitarbeiterinnen bald Alltag.“ Seit Oktober können die Speisen durch die Anschaffung eines Wärmewagens zudem im Wohnbereich geschöpft werden, was den Vorteil hat, auf Wünsche und Bedürfnisse der Bewohnerinnen individuell eingehen zu können. Paten für persönliche Wünsche „Neu für unsere Mitarbeiterinnen waren auch die hausinternen Richtlinien und das Pflegedokumentationssystem der St. Anna-Hilfe“, bemerkt die Pflegedienstleiterin. „Inzwischen sind alle gut eingearbeitet. Wir sind außerdem stolz darauf, dass wir das Modell der Patenschaften eingeführt haben: Jede Bewohnerin hat eine Mitarbeiterin als Patin. Diese ist die erste Ansprechpartnerin und kümmert sich um die Wünsche und Bedürfnisse „ihrer“ Bewohnerin auch über die reguläre Dienstzeit hinaus.“ Gemeinsam aktiv und müßig sein Der Friseur und die Fußpflege kommen seit Februar ins Haus. Trotz all der neuen Anforderungen bleibt Zeit für gemeinsame Aktivitäten und Mußestunden: Im Juni fuhr das Team mit den Bewohnerinnen zum Angeln an den Hosensee, im August gab es bei strahlendem Sonnenschein ein Grillfest vor dem Haus. Alle großen und kleinen Aktivitäten werden im Wohnbereich für die Bewohnerinnen auf einem Wochenplaner angezeigt – auch dies ist eine Neuerung. ❑

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