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annalive 01/2010

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

20 PRAXIS VORARLBERG Das

20 PRAXIS VORARLBERG Das Seniorenheim Schmidt liegt naturnah am Ortsrand von Vandans im Planggaweg. Zukunftssicherung des Seniorenheims Schmidt Vandans ist dritter Standort im Montafon Die St. Anna-Hilfe hat im September den Betrieb des Seniorenheims Schmidt in Vandans übernommen. Damit ist die Zukunft des Hauses mit seinen 42 Bewohnern und 33 Mitarbeitern gesichert, nachdem die vorherige Betriebsgesellschaft Insolvenz angemeldet hatte. Text: Helga Raible/Foto: Florian Seher Bereits einige Monate zuvor hatte die Gemeinde Vandans entsprechende Gespräche mit der St. Anna-Hilfe aufgenommen. Man suchte eine Nachfolgelösung für das Haus, das von der bisherigen Betriebsgesellschaft nicht mehr weitergeführt werden konnte. „Wir sind dem Wunsch der Gemeinde gern nachgekommen“, sagt Anna- Geschäftsführer Klaus Müller. „Als gemeinnütziges Unternehmen versteht sich die St. Anna-Hilfe als Partner der Gemeinden, wenn es darum geht, gute Pflege für ältere Menschen zu sichern. Das ist auch seit fast 140 Jahren der Handlungsgrundsatz der Stiftung Liebenau, zu deren Verbund die St. Anna- Hilfe gehört.“ Eigentümerin des Hauses ist nun die Gemeinde, die St. Anna-Hilfe wurde auf der Grundlage eines Betriebspachtvertrages tätig. Standort bleibt fünf Jahre Damit ist die Zukunft des Hauses für die nächsten fünf Jahre gesichert. Anschließend – so sieht es die Planung von Land und Gemeinden des Standes Montafon vor – werden Neubauten in Bartholomäberg und St. Gallenkirch den Standort Vandans ersetzen. In der Übergangszeit legt die St. Anna-Hilfe Wert darauf, „Bewährtes zu erhalten und, wo nötig, qualitative Verbesserungen vorzunehmen“, so Müller. Wichtig sei, für die Bewohner das zu erhalten, was ihnen vertraut und wichtig ist. Deshalb ist auch der Name „Seniorenheim Schmidt“ nicht geändert worden. „Unter diesem Namen ist das Haus in der Gemeinde, in der näheren und weiteren Umgebung bekannt“, begründet der Geschäftsführer. Veränderungen in Pflege und Küche Strukturelle Veränderungen wurden in den Bereichen Pflege und Küche vorgenommen. Die derzeit noch vorhandenen Doppelzimmer sollen zu Einzelzimmern werden. Damit reduziert sich die Platzzahl von 42 auf 33. „Ausziehen muss natürlich niemand“, versichert Müller. Man nehme vielmehr bis auf Weiteres keine neuen Bewohner auf. Zwei Senioren sind auf eigenen Wunsch in Anna-Häuser in Schruns und Bregenz umgesiedelt. Unabhängig davon wird in der Pflege personell aufgestockt, damit die geltenden Personalschlüssel eingehalten werden können. Sechs neue Mitarbeiter wurden bereits eingestellt, weitere werden gesucht. Die Küche in Vandans wurde geschlossen, das Essen wird künftig aus Schruns geliefert. Vom nächsten Jahr an sollen Frühstück und Abendessen direkt im Wohnbereich zubereitet werden. Mitarbeiter werden übernommen Fast alle früheren Mitarbeiter aus den Bereichen Pflege und Hauswirtschaft arbeiten weiter im Haus. „Schließlich sind sie wichtige Bezugspersonen für die Bewohner und im Haus seit vielen Jahren beschäftigt“, sagt der Geschäftsführer. Virginia Sudec, die Tochter der früheren Besitzerin, leitet einen der beiden Wohnbereiche, der zweite wird von Andrea Jochum, Mitarbeiterin im St. Josef in Schruns, geführt. Die Hausleitung hat Florian Seher übernommen. Der gelernte Diplomkrankenpfleger und Akademische Krankenhaus-Manager führt bereits das Sozialzentrum St. Vinerius in Nüziders. ❑

21 PRAXIS VORARLBERG Neu: das „Erzählcafé“ im Sozialzentrum Nüziders Sich fühlen wie im Kaffeehaus Einer der geladenen Herren hat sein Akkordeon mitgebracht und sorgt für musikalische Stimmung. NÜZIDERS – Seit Anfang September ist das „Erzählcafé“ für viele Bewohner im Sozialzentrum St. Vinerius eine willkommene Abwechslung, wenn nicht der wöchentliche Höhepunkt. Sie laden sich Gäste ein, plaudern über früher und heute – und genießen die Kaffeehausatmosphäre. Text: Doris Zotter, Elke Benicke/Foto: Doris Zotter Mittwochmorgens hat der Friseur im Haus St. Vinerius neuerdings besonders viel zu tun: Denn jeden Mittwochnachmittag um 15 Uhr treffen sich rund 20 Bewohner aus dem Erdgeschoss im „Erzählcafé“. Dafür möchten die Seniorinnen gerne noch ihre Haare frisieren lassen und sich etwas Schickes anziehen. Das „Erzählcafé“ findet in der Hausgemeinschaft Birnenweg in einer Sitzecke auf dem wohnlichen Gang statt. „Wir haben absichtlich eine andere Umgebung gewählt als den üblichen Aufenthaltsbereich rund um die Wohnküche. So ist das Erzählcafé auch räumlich einfach etwas Neues für unsere Bewohner“, erklärt die Hauswirtschaftsdame Margit Burtscher, die das „Erzählcafé“ initiiert hat und gestaltet. Für eine gemütliche Kaffeehausatmosphäre werden die Tische mit Blumen geschmückt. Es gibt Kaffee, Tee und Kuchen, auch selbstgemachter Likör wurde schon probiert. Die Bewohner bestimmen weitgehend selbst, was sie machen oder wen sie einladen möchten. Daher sind in der Damenrunde oft noch drei Männer aus dem Ort mit dabei. Alle zusammen plaudern über ihr Leben früher und ihren Alltag heute, erzählen Witze oder geben Tipps für schmackhafte Rezepte. Nicht selten holt einer der Männer sein Akkordeon hervor und stimmt ein paar Lieder an. Immer wieder steht das „Erzählcafé“ auch unter einem Motto. Vor kurzem brachte Margit Burtscher zum Beispiel verschiedene Kräuter mit und ließ die Senioren daran riechen. Erinnerungen wurden wach, und sie erzählten, welche Kräuter früher wie verwendet wurden. ❑ Ein kleines Dankeschön Geehrt wurden von links nach rechts, stehend: Ellen Dayeng, Theresia Stemer, Marlies Opperer, Irmgard Bitschnau, Elisabeth Lerch, Christl Riesch und Frau Ludmilla; sitzend: Roberta Honold, Marlies Fiel und Anni Kohlross. SCHRUNS – Ende September hat der alljährliche „ehrenamtliche Nachmittag“ im Haus St. Josef stattgefunden. Im geselligen Rahmen wurde die Arbeit der Ehrenamtlichen gewürdigt und „Dankeschön!“ gesagt. Neben einem Jahresrückblick und Informationen über die St. Anna-Hilfe gab es auch Kulinarisches aus der hauseigenen Küche. Das Ehrenamt ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil des Heimalltags. Egal, ob die Ehrenamtlichen die älteren Menschen zum Arzt begleiten, sie zum Jassen besuchen oder den Kaffeenachmittag gestalten – sie sind bei Bewohnern wie Mitarbeitern gern gesehene Gäste. ❑ Text/Foto: Jutta Unger

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