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wir - mittendrin 3 / 2018

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Gesundheit Inhalt Seite

Gesundheit Inhalt Seite 2 Leben mit Epilepisie Seite 3 Urlaub ohne Koffer Seite 4 Mein neues Zuhause Seite 6 Leben in einer WG Seite 7 So gelingt das Zusammenleben Seite 8 Der Wald Seite 10 Einfach lesen! Seite 11 Aus einer anderen Zeit Seite 12 Schuhe anschnallen – und los Impressum Mit Epilepsie leben Schon als Kind hatte ich Epilepsie. In den meisten Fällen merke ich vorher, wenn ich einen Anfall bekomme, hinterher habe ich oftmals starke Kopfschmerzen. Teilweise bin ich eingeschränkt und mache mir selbst auch ein bisschen Sorgen. Zum Beispiel, wenn ich nach Mannheim, Karlsruhe, Nürnberg, also weiter wegfahren möchte, weil es jederzeit möglich sein kann, einen Anfall zu bekommen. Das kam auch schon vor. Auf dem Bahnsteig in Ulm und auch in Biberach. Passanten haben dann den Notarzt verständigt. Darum machen sich auch die für mich zuständigen Personen Sorgen. Menschen mit und ohne Behinderung können Epilepsie haben. Sie kann im schlimmsten Fall zum Tod führen. Da ich aber selten Anfälle bekomme und man weiß, was zu tun ist, ist es einfacher zu reagieren. Es sind öfter eher Absencen, die ich bekomme. Bei einer Absence kann ich die Wörter nicht mehr richtig aussprechen und mein Blick wird ganz starr. Das merken nur die anderen. Ich selbst sehe dabei alles normal. Aber als Kind hatte ich einmal, durch einen Sturz bei einem großen Anfall, eine Platzwunde am Kopf, die genäht werden musste. Man kann die Narbe noch durch die Haare fühlen. Es ist wichtig, dass ich meine Medikamente einnehme, immer ungefähr zur gleichen Uhrzeit, morgens und abends. Ich sollte möglichst keinen Alkohol trinken. Sonst kann die Gefahr bestehen, dass der Medikamentenspiegel sich ändert. Es muss nicht sein, dass das passiert, aber es ist möglich. Insgesamt muss ich auf vieles achten. Fieber, Hitze, Stress, Ärger und Trauer können Anfälle auslösen. Aber weil die Medikamente meist helfen, habe ich auch viele Freiheiten. Zum Beispiel kann ich am Abend später heimkommen. Darüber bin ich froh. Text: Nicole Weiß 2

Freizeit Urlaub ohne Koffer Gemeinsam machten 27 Reisende mit acht Ehrenamtlichen im Sommer wieder „Urlaub ohne Koffer“: Zum vierten Mal verreisten ältere Menschen drei Tage lang, die zum Beispiel nicht allein reisen können, weil sie wenig Geld oder eine körperliche Einschränkung haben. Nach dem gemeinsamen Frühstück in Immenstaad, machte die Gruppe immer einen Ausflug: eine Schifffahrt nach Wasserburg, eine Fahrt mit dem „Apfelzügle“ oder Spaziergänge am Bodensee. Gemeinsam wurde außerdem viel gesungen und gespielt. Zum Beispiel Menschärgere-dich-nicht oder Karten. Bei dem Urlaub kann man sich kennenlernen und neue Freundschaften schließen, zusammen essen und reden. Maria Schuster vom Projekt „Miteinander-Füreinander“ macht die Planung und ist bei der Reise dabei. Alle haben viel Spaß und Freude. Abends ist jeder wieder zu Hause. Wer schon einmal dabei war, möchte auch im nächsten Jahr wieder mitreisen. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist die Reise günstig. Das geht nur mit Hilfe von Sponsoren. Aktion Mensch und die Volksbank Tettnang haben beispielsweise schon Geld für Urlaub ohne Koffer gespendet. Text: Gisela Imhof; Fotos: Maria Schuster 3

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