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wir mittendrin - 2 / 2019

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Die Zeitschrift von Menschen mit und ohne Behinderungen

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6 2 | 2019 Inklusion Die Landkreise sind durch das Landesbehindertengleichstellungsgesetz verpflichtet, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen zu bestellen. Grundlage dieser unabhängigen und weisungsungebundenen Arbeit ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland 2009 ratifiziert hat. Annette Koch-Vossler und Jörg Zwecker vom Landkreis Tuttlingen skizzieren ihre Aufgaben als Behindertenbeauftragte beispielhaft: – Interessensvertretung, Ansprechpartner für Angehörige und Betroffene, Beschwerdestelle und Ombudspersonen; – Beratung der Kommunen im Landkreis in Fragen der Politik für Menschen mit Handicap; – regelmäßige Weitergabe von rechtlichen Informationen; – Stellungnahmen für öffentliche Bauvorhaben (Prüfung der Barrierefreiheit und Berücksichtigung der Belange für Menschen mit Behinderungen); – Netzwerk- und Gremienarbeit; – Begleitung der IBB-Stelle (für Menschen mit psychischen Erkrankungen) – Projekte und Veranstaltungen zur Förderung der Teilhabe; – Besuch von Fachtagungen, regelmäßige Treffen und fachlicher Austausch mit Kollegen aus dem Land und dem Bereich Südbaden. MITBESTIMMUNG Wichtige politische Arbeit Beim Landratsamt Bodenseekreis gibt es seit Mai 2011 den Arbeitskreis Beteiligung. Das Gremium setzt sich für Menschen mit Behinderungen ein. Seit Juli 2011 sind wir feste Mitglieder der Gruppe. Rainer Barth, damals Sozialplaner im Landratsamt und Brigitte Kraft von den Offenen Hilfen der Diakonie Pfingstweid, haben die Gruppe gegründet. Sie wollten Menschen mit Handicap eine Stimme geben und sich stark für diejenigen einsetzen, die besonders viel Unterstützung brauchen. 2015 hat Dorothea Horn als Kreisbehindertenbeauftragte die Aufgaben übernommen. Ausgezeichneter Einsatz Wir machen eine wichtige politische Arbeit. 2013 haben wir den „Leuchtturm der Bürgerbeteiligung“ in Baden-Württemberg gewonnen. Er wurde uns in Stuttgart im Neuen Schloss überreicht. 2015 waren wir zu einer Bürgerreise nach Berlin eingeladen. Es war eine politische Reise. Wir waren im Bundestag, in der baden-württembergischen Landesvertretung und haben viel gesehen. Sehr beeindruckt waren wir auch vom Holocaust-Denkmal. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist wichtig für unsere Arbeit. Wir setzen uns dafür ein, dass alle das gleiche Recht haben zu sagen, was sie denken. Jeder kann mitmachen und sich selbst einbringen. Wir sprechen im Arbeitskreis zum Beispiel über Barrierefreiheit, Pflege, Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt, Freizeit, Mobilität und die Situation der Flüchtlinge. Mitglieder aus unserem Arbeitskreis beteiligen sich in allen Arbeitskreisen im Netzwerk Behindertenhilfe des Bodenseekreises. So sind wir immer mittendrin und können Mitglieder vom Arbeitskreis Beiteiligung Bodenseekreis mit der Beauftragten für die Belange für Menschen mit Behinderungen, Dorothea Horn (stehend, 2.v.r.). mitsprechen, wenn es um die Situationen von Menschen mit Handicap geht. So einen Arbeitskreis sollte es in jedem Landkreis geben. Für uns gibt es auch weiterhin viel zu tun. Wir sind sehr motiviert im „Arbeitskreis Beteiligung“ dabei. Dieser Artikel wurde geschrieben von Irmgard Weiland (Foto, sitzend links) und Sabine Brugger (sitzend rechts). Irmgard Weiland lebt im Ambulant Betreuten Wohnen der Stiftung Liebenau. Sabine Brugger lebt im Ambulant Betreuten Wohnen der Diakonie Pfingstweid. Assistiert hat ihnen beim Bericht Dorothea Horn. Als Behindertenbeauftragte des Bodenseekreises kümmert sie sich um die Fragen und Anliegen von Menschen mit Behinderungen und um die Förderung der Inklusion. „ Der Arbeitskreis Beteiligung bedeutet für mich durchzusetzen, dass alle mitsprechen und mitbestimmen können. Sabine Ich möchte mich für andere einsetzen. Karl Der Arbeitskreis Beteiligung ist wichtig, um die Barrieren abzubauen. Auch die Barrieren im Kopf! Irmgard Ich möchte, dass Menschen mit und ohne Behinderung eine Chance haben, sich untereinander zu verstehen. Martina „

2 | 2019 7 FREIZEIT Nemo grüßt in der Wilhelma Ich war im Zoo in Stuttgart in der Wilhelma mit meinen Mitbewohnern und den Mitarbeitern Tanja Schmid und Martin Schmidtke. Ich habe viele Fotos gemacht. In einem Restaurant habe ich Mittag gegessen. Kässpätzle und Saitenwürstle und ein großes Spezi getrunken. Ich habe drei Affen gesehen und Fische und Pinguine. Viele Tiere fliegen im Freien rum. Ich habe eine weiße Feder gefunden. Pfauen haben den Leuten vom Teller gegessen und wurden gefüttert. Ich habe auch Kühe, Pferde, Schweine, viele Fledermäuse, Schmetterlinge, Schlangen und Krokodile gesehen. Die Schlangen und Krokodile waren in einem Terrarium. Es gab Arbeitsbienen in einer Wabe und die Bienenkönigin. An der Wand hing ein Bild von einer Biene. Ich war auf der Toilette neben dem Aquarium. Da war der Fisch Nemo groß auf der Tür. Das Wetter war ganz schön. Die Sonne hat geschienen. Abends habe ich den Sonnenuntergang gesehen bei der Heimfahrt. Es war eine lange Fahrt zurück nach Oberteuringen. Wir mussten durch eine große Baustelle fahren. Text: Mario Miltz ist Reporter der „wir mittendrin“. Markus Schababerle, Einrichtungsleiter vom Wohnhaus in Oberteuringen der Stiftung Liebenau, in dem er lebt, hat ihn beim Text unterstützt. Er sagt: Mario sei einerseits neugierig, wolle vieles sehen, fotografieren, einkaufen, und er wolle gerne mit anderen Menschen in Kontakt kommen. Andererseits ist er in neuer Umgebung auch ängstlich, was sich vor allem in großer Aufregung zeigt. Neues ist für ihn schwieriger einzuordnen und zu benennen. Das Bekannte und Wiederholungen geben ihm hingegen Sicherheit. Foto: privat FREIZEIT UND KULTUR Mensch und Wirtschaft – Zeitreise durch Ravensburg Das Wirtschaftsmuseum in der Marktstraße in Ravensburg lädt zu einer Zeitreise durch die letzten 200 Jahre im Landkreis Ravensburg ein. Im Wirtschaftsmuseum in Ravensburg sieht man zum Beispiel einen Schulsparschrank. Dieser ist aber seit gut 50 Jahren nicht mehr in Gebrauch. In einer Vitrine sind in einem alten Buch Geldbeträge notiert worden, die die Schüler damals gespart haben. In dem Raum mit der Kasse, befand sich die älteste Sparkasse Württembergs - von 1822. Sie war der Vorläufer der heutigen Sparkasse und hatte Pionierfunktion. Geld besaß schon früher viele Funktionen. Es konnten Tauschgeschäfte abgeschlossen und Konten angelegt werden. In einer Ecke ist ein blauer Tresor, eingebaut 1937. In einem Raum sieht man alte Glühbirnen von einer Ravensburger Firma. An der Wand in einer Nische ist ein alter Feuerlöscher angebracht. Man sieht Im Wirtschaftsmuseum in Ravensburg (rechts) sind unter anderem Wurstwaren aus Waldburg zu sehen (links oben) und ein Schulsparschrank. alte Maschinen, eine Milchzentrifuge, ein Foto von der Oberlandmilchverwertung Ravensburg, dem Vorläufer der Omira. Man sieht eine Maschine, mit welcher die Wurst früher noch von Hand gefüllt wurde. Früher gingen Metzger auf die Höfe zum Schlachten. Ausgestellt sind auch Wurstwaren von Waldburg. Auch zu sehen ist Farny-Champagnerweizen. Champagner durfte das Bier nicht genannt werden. Das Anrecht ist den französischen Weinbauern vorbehalten. Daher musste es umbenannt werden und heißt heute Farny-Weizen. Bauern sind seit etwa 200 Jahren keine Leibeigenen mehr. Sie haben jetzt eigene Höfe. Hier in der Region ist heute viel Landwirtschaft, zum Beispiel auch Hopfenanbau fürs Bier. Mehr unter: www.wirtschaftsmuseumravensburg.de Text: Ingrun Mathauer, Reporterin der „wir mittendrin“ lebt im Fachzentrum Rosenharz der Stiftung Liebenau. Ihr ausgeprägtes visuelles Gedächtnis hilft ihr, sich an die Eindrücke zu erinnern. Museumsleiter Christian von der Heydt erwähnt, dass das denkmalgeschützte Haus leider nicht barrierefrei ist. Aber er und sein Team ermöglichen dennoch jedem den Zugang in das „familiäre Museum“, für Rollstuhlfahrer etwa über einen Lift im Nachbargebäude. Auch Führungen für Blinde und Erklärungen in Einfacher Sprache werden angeboten. Fotos: Ingrun Mathauer (2) und Wirtschaftsmuseum Ravensburg

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