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wir - mittendrin 2 / 2018

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Umwelt Die Entdeckung

Umwelt Die Entdeckung der Genügsamkeit Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, stören mich die vielen Autos und Lkw. Schaue ich zum Himmel, ziehen Flugzeuge ihre Kondensstreifen. Dabei wird mir immer schmerzlich bewusst, dass es so nicht weitergehen kann: Die Maßlosigkeit im motorisierten Straßenund Luftverkehr muss auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Autos, Lkw, Motorräder und Flugzeuge erzeugen viel Lärm und Abgase. Diese gefährden unsere Gesundheit und Umwelt. Die im Abgas enthaltenen Treibhausgase (CO) tragen maßgeblich zur Klimaerwärmung bei. In naher Zukunft muss der Verbrauch an Kraftstoffen aus Erdöl reduziert werden. Rein technisch lässt sich das nicht lösen. Wir müssen umdenken. Fahrrad-, Busund Schienenverkehr müssen bevorzugt und wo nötig ausgebaut werden. Die öffentlichen Verkehrsmittel müssen pünktlich, verlässlich, preisgünstig, bequem und auch für Spätpendler und Nachteulen nutzbar sein. Die europäischen Großstädte müssen durch ein leistungsfähiges elektrifiziertes Schienennetz miteinander verbunden werden. Auch Nachtzüge mit Schlafwagen müssen wieder auf die Schiene. Kein anderes Verkehrsmittel lässt sich so günstig elektrisch betreiben wie die Eisenbahn. Denn die Bremsenergie kann in das Stromnetz zurückgespeist werden. Was außerdem noch zur Energieeffizienz beiträgt, ist die geringe Rollreibung, geringe Steigungen in der Streckenführung sowie großer Windschatten durch die dichte Wagenreihung. Auch der Güterverkehr muss durch kurze Transportwege von Produktion und Handel reduziert und von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Lkw sollten nur noch die Fracht auf den Kurzstrecken vom Bahnhof bis zu den nahegelegenen Bestimmungsorten transportieren. Es wird noch eine Zeit dauern, bis Antriebstechniken mit regenerativer Energie in hohem Umfang zur Verfügung stehen. Solange darf man den Dieselmotor nicht verteufeln. Leider hat die Autoindustrie durch Schummeltechniken bei den Angaben von Stickoxid- und Feinstaubausstoss den Käufer betrogen. Dadurch ist der Diesel in Verruf geraten. Man wird der Technik so aber nicht gerecht. Denn: Ein Dieselmotor ist sparsamer im Verbrauch als ein vergleichbarer Benzinmotor und damit verbunden der CO-Ausstoss auch geringer. Auch ist Dieselöl aus Erdöl leichter zu gewinnen als Benzin. Wendet man alle zur Verfügung stehenden Methoden der Abgasreinigung an, erfüllt der Diesel die derzeit höchsten Abgasnormen. Allerdings wird er dadurch teurer. Werden aber jetzt mehr Benzinautos gefahren, sinkt zwar der Anteil an Stick- 6

oxiden und Feinstaub, dafür steigt aber der CO-Ausstoss. Es würde auch helfen, davon abzukommen, dass jeder ein Auto besitzen muss: Man könnte das Auto mit anderen teilen oder Fahrgemeinschaften bilden, wo der öffentliche Verkehr (noch) nicht ausgebaut ist. Die Triebwerke eines Flugzeugs haben einen sehr hohen Spritverbrauch und jede Abgasreinigung ist dort technisch gänzlich unmöglich. Von dieser Problematik hört man weder in der Politik noch in den Medien. Aber genau aus diesem Grunde muss das Fliegen auf ein nötiges Maß reduziert werden. Würden die Subventionen gestrichen, das Kerosin ebenso versteuert wie Benzin oder Dieselöl und die Folgekosten für die durch die Abgase entstehenden Umweltschäden mit einberechnet, würden die Flugpreise auf ein Mehrfaches ansteigen. Durch diesen realen Flugpreis hätte das Flugzeug als Massenverkehrsmittel ausgedient. Fliegen wird man dann nur noch aus gut überlegten Gründen. Bahn- und Schiffsverkehr werden dann wieder ausgebaut und konkurrenzfähig werden. Bei allem technischen Fortschritt und vollständiger Umstellung auf die Gewinnungsmethoden erneuerbarer und COneutraler Energien werden wir nicht um eine Mäßigung und Bescheidenheit herumkommen, da auch alternative Energien nicht in unbegrenzter Menge gewonnen werden können. Wir müssen wieder die Genügsamkeit entdecken: für uns und die Umwelt. Text: Heribert Danner; Foto: Anne Oschwald Heribert Danner hat früher drei Jahre Chemie studiert. Seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse sind umfassend. Seine Forderungen unter mauert er selbst durch konsequentes Handeln. 7

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