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26 Porträt: Erich

26 Porträt: Erich Lorenz Mayer, der älteste Bewohner der Stiftung Liebenau Ein bewegtes Leben Wenn Erich Lorenz Mayer lacht, sieht er aus wie ein junggebliebener Schelm. Dabei zählt er 95 Lebensjahre. Fast ein Jahrhundert, aus dem der älteste Bewohner der Stiftung Liebenau Einiges erzählen kann. Ein Strauß bunter Rosen ziert den Tisch. Von der Decke hängen Girlanden aus einzelnen großen Buchstaben. Einige hat Erich Lorenz Mayer gemalt. Bunt und akkurat. Auf einer Girlande steht Erich, auf der anderen Anneliese. Die beiden Bewohner von IDA 11 feiern am gleichen Tag Geburtstag. Einzig das Jahr ist ein anderes. „Am Geburtstag sind wir mit der ganzen Gruppe nach Ravensburg gefahren“, lässt der 95-Jährige erfreut den Tag Revue passieren. Dort gab es ein Geburtstagessen in einem Restaurant, das die Jubilare ausgewählt haben. Zu seinen Geschenken gehörten Malbücher, Wein, Eierlikör, Saft und ein Puzzle. Ganz nebenbei erwähnt er, dass die Berglandschaft bereits fertig ist. Zu dritt hätten sie sich daran gemacht. Puzzeln und Malen gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen des Seniors, vor allem wenn die Jahreszeit einen Aufenthalt im Garten nicht mehr zulässt. Im Sommer sitzt er gerne im Schatten vom Gartenhäuschen. Geboren ist Erich Lorenz Mayer in Heidenheim an der Brenz. Er hatte drei Brüder und eine Schwester. „In der normalen Schule bin ich nicht so mitgekommen,“ sagt er. Daher hat er die Hilfsschule in Ellwangen besucht. Kurz vor dem Krieg habe der Direktor die „Besseren auf die Seite getan“. 1935 kam der 12-Jährige nach Rosenharz. Und bald darauf nach Liebenau, wo er lange im früheren Josefshaus lebte. „Da habe ich in der Landwirtschaft und im Stall gearbeitet.“ Füttern, misten und die Tiere putzen, gehörten zu seinen Aufgaben. Aber auch die Arbeit im Gemüsegarten. Im Garten habe es immer „Preschtling“ gegeben. Diese Gartenerdbeeren hätten er und andere Buben oft vom Busch weggegessen, erzählt er mit seinem spitzbübischen Lachen. Bis sie vom Gärtner ertappt wurden und es Ärger gab. Die Arbeit in der Landwirtschaft habe er gerne gemacht und auch die Kühe gemocht. Die musste er manchmal auf den Weiden hüten. Mitunter seien sie ausgerissen und mussten mühsam wieder eingefangen werden. Einmal, so erzählt er, konnte dank seiner Aufmerksamkeit ein Heustockbrand durch feuchtes Heu verhindert werden. Erich Lorenz Mayer ist stolze 95 Jahre alt. Die meiste Zeit davon lebte er in den Einrichtungen der Stiftung Liebenau. Foto: Oschwald Aufgeschreckt vom Rauch hätten die Kühe gebrüllt, was wiederum ihn alarmiert habe. Schnell konnte die Feuerwehr gerufen werden, die Schlimmeres verhinderte. In der Freizeit hätten sie früher auch Schnitzeljagden gemacht oder nach der Maiandacht Spaziergänge zusammen mit dem Pater. Seine Mutter starb als er zwei Jahre alt war. Der Vater und ein Bruder lebten ebenfalls in Liebenau. Sein Vater wurde eines der vielen Opfer der Euthanasie. „Als sie die Leute mit den Bussen abgeholt haben, ist er auch abgeholt worden“, erzählt Mayer, als hätte er es selbst gesehen. In den späten 1980ern hat Anton Dietenmeier – der Sohn seiner Schwester – erst erfahren, dass es noch einen Onkel gibt, der in der Stiftung Liebenau lebt. Er hat Kontakt aufgenommen. „Und mitgeteilt, dass er mich besuchen möchte.“ Seither sind die beiden in gutem Kontakt. Der Neffe nimmt mehrmals im Jahr von Stuttgart aus den Weg auf sich, um seinen Onkel in Liebenau zu besuchen. Er ist auch sein gesetzlicher Betreuer. Das Puzzle mit dem schönen Bergpanorama ist das Geburtstagsgeschenk von ihm: Ein fast schon symbolhaftes Geschenk für ein langes Leben mit seinen Höhen und Tiefen sowie einer ansprechenden Ausdruckskraft. Anne Oschwald

Nachrufe 27 Willi Volpp Traurig nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitbewohner und treuen Wegbegleiter Willi Volpp. Herr Volpp wurde am 28. Januar 1949 geboren und lebte seit seinem sechsten Lebensjahr in der Stiftung Liebenau. Die letzten 15 Jahre seines Lebens war er im Haus St. Otmar zuhause. Am 6. Juni 2018 ist er verstorben. Lieber Willi, du wirst uns fehlen. Du hast in jedem, der dich kannte, ein Stück von dir hinterlassen, dass dich unvergessen macht. Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit dir verbringen durften. Die Bewohner und das Betreuerteam, Haus St. Otmar in Liebenau Arthur Kienzle Der Tod kann auch freundlich zu Menschen kommen, die alt sind, deren Hand nicht mehr festhalten will, deren Augen müde wurden, deren Stimme nur noch sagt: es ist genug, das Leben war schön. Arthur Kienzle, geboren am 23. März 1928, ist am 13. August 2018 in den Mittagsstunden friedlich und wohl vorbereitet durch die Krankensalbung und im Beisein von Mitarbeiterin und Betreuerin auf LUK 21 eingeschlafen. Im Alter von sieben Jahren kam Arthur Kienzle in die Stiftung Liebenau. Die meiste Zeit lebte er in Rosenharz. Er konnte viel aus seinem Leben erzählen. Sein hohes Alter war ihm bewusst und er war stolz darauf. Bis zum 8. August 2018 war Arthur Kienzle größtenteils selbstständig. Er liebte es in die Rosenharzer Kantine zu gehen, sonntags den Gottesdienst zu besuchen, Besuche bei seiner Freundin im Haus St. Johanna und den Frauen auf der Nachbargruppe. Er war ein lebensfroher Mensch, der seine Wünsche auf seine ganz eigene Art und Weise äußerte. Auch in den letzten acht Jahren dreimal wöchentlich nachmittags zur Dialyse nach Ravensburg zu fahren, trug er mit großer Gelassenheit. Auf der Gruppe gab es eine Katze. Um diese kümmerte er sich mit großer Freude. Er half gerne mit bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke. Er wurde am 21. August 2018 auf dem Friedhof in Liebenau im Beisein vieler seiner langjährigen Wegbegleiter beigesetzt. Wir sind dankbar für die schöne gemeinsame Zeit mit Arthur Kienzle. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Team GER 11/12 in Rosenharz

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