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Positionspapier BWGV-AKBW-SONG - Zusammen Leben Wohnen und Arbeiten

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Praxisbeispiel Gelebte

Praxisbeispiel Gelebte Beteiligungskultur im Reallabor Wohnen, Stuttgart: Weiter gefasst ist das Projekt „Gelebte Beteiligungskultur im Reallabor Wohnen“ von Neues Heim – Die Baugenossenschaft. Mit der Kombination aus Laborbühne und 1:1-Modellwohnung wird in Stuttgart-Rot ein kleines Quartier im „Abrissquartier“ entstehen. Mit neuartigen Baumaterialien und nachhaltigem Vorgehen wird direkt vor Ort – gemeinsam mit den Betroffenen, mit sozialen Partnern und Akteuren im Quartier – ein Experimentier- und Aktionsraum geschaffen: interdisziplinär, resilient und generationengerecht. Die Fragestellung dahinter: Wie kann Wohnen und Zusammenleben in einem Quartier der 1950er-Jahre langfristig tragfähig und für die Zukunft für alle gestaltet werden? Nicht zuletzt soll sich auch zeigen, wie übertragbar dieses Konzept auf andere Quartiere ist. www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/foerderung-von-projektenfuer-innvovatives-wohnen/ Praxisbeispiel Alter Schlachthof, Pforzheim e.G.: Die Genossenschaft Gewerbekultur Pforzheim verfolgt mit dem Projekt „Genossenschaftliche Wege der Quartiersentwicklung“ eine innovative Idee und entwickelt ein produktives Quartier mit Wohnen, Arbeiten, Kunst und Kultur. Die Bereitstellung von Ateliers für Künstler, Künstlerinnen und Kreativschaffende sowie die Beteiligung der zukünftigen Nutzer am Entstehungsprozess schafft einen identitätsstiftenden und lebendigen Ort. Für diese neuen Strukturen des Arbeitens und Wohnens werden unter anderem Methoden zur Aufstockung beziehungsweise Überbauung von Bestandsgebäuden für das Wohnen entwickelt. www.alter-schlachthof-pforzheim.de/ und www.gewerbekultur.de Praxisbeispiel EWS Elektrizitätswerke Schönau eG: Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder durch sichere und preisgünstige Versorgung mit klimafreundlicher und atomenergiefreier Energie. Die Genossenschaft erfüllt ihren Zweck unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte, insbesondere durch Förderung von Energie aus regenerativer Erzeugung und dezentralen Kraft-Wärme-Anlagen sowie durch sparsame Verwendung von Energie. Ziel ist eine vollständige, effiziente sowie dezentrale Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen wird als wesentlicher Wettbewerbsparameter angesehen. www.ews-schoenau.de/ Praxisbeispiel teilAuto Neckar-Alb eG: Rund 130 Fahrzeuge – vom Kleinwagen bis zum großen Rollstuhlbus mit Platz für vier Rollstühle – sind mietbar. Für Genossenschaftsmitglieder sowie für Studierende gibt es Sonderkonditionen. teilAuto kooperiert mit dem Verkehrsverbund „naldo“ (Neckar-Alb- Donau), mit regionalen Stadtwerken und mit der Stadtverwaltung sowie Gemeindeverwaltungen. Die Genossenschaft agiert ökologisch und sozial und achtet bei der Anschaffung von Fahrzeugen besonders auf die Umweltverträglichkeit. Auch wenn die Gesamtenergiebilanz der derzeit am Markt verfügbaren E-Autos unter ökologischen Gesichtspunkten noch nicht vollständig überzeugen kann, setzt sie auf die Elektromobilität. www.teilauto-neckar-alb.de/darum-carsharing/ Zusammen gestalten – vor Ort Genossenschaftliche Praxisbeispiele der „erweiterten Daseinsvorsorge“ – Wirtschaft vor Ort: Genossenschaften bieten in ihrer Vielfalt bereits heute wichtige Dienstleistungen vor Ort an. So wurden beispielsweise zahlreiche Neugründungen in den Bereichen Regenerative Energien und Sicherstellung der Nahversorgung ins Leben gerufen. Auch im Bildungs- und Kulturbereich gibt es genossenschaftliche Initiativen, genauso wie innerhalb des Ärzte-, Pflege- und Gesundheitssektors sowie Genossenschaften zur Entwicklung nachhaltiger Mobilität. Und letztlich tragen „WohnenPLUS“-Genossenschaften – Wohnen verbunden mit vielfältigen (haushaltsnahen) Dienstleistungen – zu einer lebendigen Stadt- und Dorfstruktur bei. www.wir-leben-genossenschaft.de/de/wirtschaft-vor-ort-799.htm 16

Praxisbeispiel Kooperationsinstrumente im Projekt „Lebensräume für Jung und Alt“ der Stiftung Liebenau: Damit die Mehrgenerationenwohnprojekte von einer dauerhaften Kooperation von Kommune, Stiftung Liebenau und Bürgerschaft getragen werden, wurde als Basis für jedes Projekt ein Grundlagenvertrag zwischen der Gemeinde und der Stiftung Liebenau geschlossen. Darin wird die dauerhafte Zusammenarbeit zur Realisierung von Wohn- und Versorgungsangeboten, der Gemeinwesenarbeit und örtlicher Vernetzungsstrukturen geregelt. An zahlreichen Standorten wurde zur Finanzierung der Gemeinwesenarbeit aus Wohnungsverkaufserlösen und Mitteln der Kommunen beziehungsweise der Stiftung Liebenau ein ortsbezogener Sozialfonds gegründet. In einigen Kommunen auch als selbstständige Bürgerstiftung, in denen die Bürgerschaft als aktiver Partner beteiligt ist. Praxisbeispiel Netzwerk Amtzell: Das „Netzwerk der Gemeinde“ umfasst bedarfs- und altersgerechte Angebote für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen. Diese Angebote entsprechen den verschiedensten Bedürfnissen aller Menschen in Amtzell. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll damit für jede Lebenslage die besten Bedingungen vorfinden können. Im Vordergrund steht dabei die Vernetzung der Generationen. Mittlerweile konnten zahlreiche generationenübergreifende Angebote geschaffen und mit Leben gefüllt werden. Daneben gibt es aber auch alters- und themenspezifische Angebote. Es sind zahlreiche Gruppen und Initiativen engagiert wie zum Beispiel der Förderverein „Füreinander – Miteinander“, der Besuchsdienst für Kranke und Einsame, die Hospizgruppe, die Betreuungsgruppe „Demenz“, die Initiative „jes – Jugend engagiert sich“ und viele mehr. Die Klammer bildet der Arbeitskreis Dorfgemeinschaft, der sich vierteljährlich trifft, und alle Aktivitäten auch mit der politischen Gemeinde vernetzt. www.amtzell.de/de/Mensch-Familie/Netzwerk-der-Gemeinde#:~:text=Das%20%22Netzwerk%20der%20Gemeinde%22%20umfasst,die%20besten%20Bedingungen%20vorfinden%20k%C3%B6nnen Zusammen gestalten – auf Landesebene Akteursbeispiel Quartiersakademie: Zur Umsetzung eines fundierten Fortbildungskonzeptes, der Qualitätssicherung in dem Themengebiet und der Entwicklung von Basis-Curricula kann die Quartiersakademie beitragen. Das breite und qualitativ hochwertige Fortbildungsangebot wird von der Akademie koordiniert. Dabei werden einschlägige Qualifizierungsangebote von Bildungsträgern in Baden-Württemberg gebündelt und vermittelt. Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband wird sich dabei ebenso einbringen wie die Stiftung Liebenau mit ihren im Rahmen von „Netzwerk: Soziales neugestalten (SONG)“ entwickelten Bildungsangeboten zu Sozialraum- und Netzwerkarbeit. www.quartiersakademie.de/index.php Akteursbeispiel Allianz für Beteiligung: Die Allianz für Beteiligung ist ein Netzwerk, das sich für die Stärkung von Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg einsetzt. Ihr Handeln basiert auf der Annahme, dass gesellschaftliche Herausforderungen in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft mit Beteiligung von Bürgern besser gemeistert werden können. Deshalb entwickelt die Allianz Maßnahmen, um Bürgerbeteiligung als Ergänzung der repräsentativen Demokratie in Baden- Württemberg nachhaltig zu verankern. Dabei stehen drei Punkte im Fokus. Erstens: Bedarfe, die zivilgesellschaftliche Akteure bei Beteiligung haben. Zweitens: Dialog auf allen Ebenen, durch den Beteiligung überhaupt erst gelingen kann. Und Drittens: Gruppen einzubeziehen, die sich bei der Gestaltung unserer Demokratie und Gesellschaft bislang weniger einbringen. www.allianz-fuer-beteiligung.de/ Modellprojekt „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“ (02/2020 – 03/2022): Das durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützte und vom BWGV mit Partnern umgesetzte Projekt sucht innovative Ideen und Initiativen für die Entwicklung von Quartieren. Beratungs- und Informationsangebote werden dafür bereitgestellt und kooperativ vernetzt vorangebracht. Alle Initiativen erhalten Angebote, sich bei Vernetzungs- und 17

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