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Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

äume für menschen

äume für menschen Räume für Menschen Spatenstiche, Richtfeste, Einweihungen: Jedes Jahr gibt es in der Stiftung Liebenau mehrere davon. Als Träger sozialer Einrichtungen plant und baut die Stiftung Liebenau mit ihrer eigenen Bauabteilung viele ihrer Häuser selbst. Häuser für Menschen: Pflegeheime, Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Das sind erst einmal Räume mit bestimmten Funktionen. Die entscheidende Frage ist jedoch: Wie wird ein Raum zum Lebensraum, zum Raum für Menschen? Das „Würzburger Modell“, nach dem inzwischen einige Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen umgebaut wurden, ist eine Möglichkeit. Das „Würzburger Modell“ Das „Würzburger Modell“ wurde zwischen 1986 und 1991 von Professor Wolfgang Mahlke in Zusammenarbeit mit der Architekturwerkstatt Würzburg entwickelt. Mit dem Konzept „Bauen für Geborgenheit“ und dem gleichnamigen Verein verfolgt es Prinzipien, die als Grundlage für eine gute Entwicklung und für Lebensqualität angesehen werden und sich im Wohnraum wieder finden sollen. www.bauen-fuer-geborgenheit.de Wohnst du noch oder lebst du schon? Diese Frage eines großen Möbelhauses kann nur deshalb ins Schwarze treffen, weil sie ein menschliches Grundbedürfnis anspricht. Nämlich, sich wohlzufühlen in den eigenen vier Wänden, die man individuell gestaltet. Die Menschen, die wir stationär betreuen, können oft nur in begrenztem Maße ihr Wohnumfeld selbst gestalten, da sie in Gemeinschaftseinrichtungen leben und arbeiten. Zum Beispiel im Altenpflegeheim. Gemeinschaftsräume Menschen brauchen aber nicht nur ihren Lebens- Raum. Darauf zielen auch Vorgaben der Heimbauverordnung, die in den Einrichtungen der Stiftung Liebenau sukzessive umgesetzt werden. Zur Wohn- und Lebensqualität gehört eine Mischung aus Gemeinschaft und Privat- und Intimsphäre, Kontakte und das Gefühl von Geborgenheit. Die kann kein Raum allein bieten. Hier setzen pflegerische Konzepte an. Eine Möglichkeit in der Altenhilfe ist das Konzept der Wohn- und Pflegegemeinschaften, das wir in Österreich bereits seit Jahren praktizieren und mit dem wir auch in Deutschland mittlerweile gute Erfahrungen gemacht haben. Eine offene Bauweise sowie Barrierefreiheit schaffen dafür den baulichen Rahmen. „Würzburger Modell“ Das „Würzburger Modell“ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie bauliches und pflegerisch-pädagogisches Konzept ineinandergreifen und sich gegenseitig bedingen. Dahinter steckt die Philosophie, über die räumliche Umgebung das Wohlbefinden und das Verhalten von Menschen positiv zu beeinflussen. Vor allem Menschen mit zwanghaftem Verhalten, starker Unruhe, Fremd- und Autoaggression profitieren davon. Im Kinder- und Jugendbereich und auf Wohngruppen für erwachsene Menschen mit Behinderung im Hegenberg, wurde dieses Konzept in Zusammenarbeit mit der Schreinerei des Berufsbildungswerkes Adolf Aich umgesetzt. Räume im Raum Große Räume werden zum Beispiel in kleine überschaubare Einheiten aufgeteilt. So entstehen Räume im Raum, übersichtliche Einheiten, die Halt und Struktur geben und in die sich die Bewohner zurückziehen können. Essecke und Wohnbereich wurden voneinander getrennt, Nischen im Gemeinschaftsbereich eingerichtet. So können sich die Bewohner in unterschiedlichen Bereichen der Gemeinschaftsräume aufhalten, ohne sich gegenseitig zu stören. Ein Bewohner der Wohngruppe Stefan 01 zum Beispiel, der nicht hören und sehen kann. Er hält sich tagsüber gern in diesen Nischen auf, zieht eine Decke über den Kopf und liegt dort stundenlang. In seinem Zimmer wäre er allein, so scheint er die Gemeinschaft der Mitbewohner zu spüren. Verändertes Verhalten Sehr profitiert hat Mitbewohner Andreas Hoch. Der 42-Jährige kam als Kind mit zehn Jahren in die Wohngruppe. Seine Verhaltensauffälligkeiten sind seit dem Umbau der Wohngruppe deutlich zurückgegangen. Er klopft nicht mehr so oft an Scheiben und lässt früher von Gegenständen ab, ohne sie zu beschädigen. Auch Zimmereinschlüsse sind deutlich seltener geworden. Er mag es außerdem, mit den an den Gängen der Wohngruppe befestigten Geräten zu spielen: Er schmiegt sich im Vorbeigehen an den beweglichen Spiegel, erzeugt Farbspiele mit der bunten Drehscheibe, beobachtet und hört. Natürliches Material Holz – zusammen mit abwaschbaren Polstern – ist das fast ausschließlich verwendete Material in den nach dem „Würzburger Modell“ umgebauten Räumen. Es soll ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben. Auch wenn aufgrund von aggressivem Verhalten kaum dekorative Elemente vorzufinden sind. Alles ist fest und stabil verankert. Fachkräfte gestalten Die Beispiele machen deutlich: Nach der Standortwahl für neue Häuser, den Bauanträgen für Neu- und Umbauten, der detaillierten Planung des Ablaufs und den tatsächlichen Bauarbeiten steht erstmal ein Gebäude oder ein renoviertes Haus. Die konkrete Arbeit mit und für die Menschen, die die Stiftung Liebenau betreut und begleitet, beginnt erst dann. Pflegekräfte, Gruppenmitarbeiter gestalten den Alltag, zusammen mit den Bewohnern oder Nutzern. Jeden Tag aufs Neue. 28 29

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