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Jahresbericht 2014 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht der Stiftung Liebenau, der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und der Stiftung Helios – Leben im Alter. Die drei Stiftungen sind mit insgesamt 6 000 Mitarbeitern an 90 Standorten in Deutschland, Österreich, Italien, Bulgarien und der Schweiz tätig, hauptsächlich in den Aufgabenfeldern Altenhilfe, Hilfe für Menschen mit Behinderung, Gesundheit, Bildung und Hilfen für Kinder und Jugendliche.

Hilfe für Menschen mit

Hilfe für Menschen mit Behinderung Teilhabe – Unterstützung beim persönlichen Lebensweg Den eigenen Interessen nachgehen, sich mit anderen Menschen austauschen oder ganz einfach „sein Ding machen“: Für gesunde, mobile Menschen ist das „normal“. Der Begriff dafür ist „Teilhabe“, ein Schlagwort aus der Fachwelt, das vor allem seit dem vergangenen Jahr in einem Atemzug mit Inklusion genannt wird. Doch wie sieht Teilhabe aus bei Menschen, die auf vielerlei Unterstützung angewiesen sind, um ihr Leben zu leben? Ein Beispiel aus dem stationären Bereich der St. Gallus-Hilfe. Der Frühling dringt durch die Türen und Fenster der Kreativwerkstatt Rosenharz. Es wird fleißig gemalt: Die einen sind dabei in sich versunken, die anderen im Austausch mit den Kollegen. Engel sind derzeit Monika Krugs Lieblingsmotive. Mit viel Enthusiasmus malt sie ihnen Gesichter und Röcke und lässt so viele bunte Wesen entstehen. „Sie strengt sich richtig an, damit sie den Pinsel halten kann“, schildert Irmgard Stegmann, die Kunsttherapeutin. Bei Monika Krug will das was heißen. Die 37-jährige Frau mit einer Behinderung sitzt im Rollstuhl und ist stark übergewichtig. Daran ist die Troyer Krankheit schuld, bei der im Körper Muskeln in Fett umgewandelt werden. Unter den körperlichen Symptomen leidet Monika Krug oft. Ihre Kraft schwindet. Auch psychisch macht ihr die Krankheit häufig zu schaffen. tun“, schildert Irmgard Stegmann. Auch Monika Krug ist dann gerne in der Öffentlichkeit. Umso mehr, wenn sie bei einer Ausstellung ihre Bilder zeigen kann, wie Anfang des Jahres im „Kulturzentrum Linse“ in Weingarten. Ausflug ist logistische Meisterleistung Damit Monika Krug an solchen Veranstaltungen teilhaben kann, ist viel Unterstützung und ein gewisser Aufwand nötig, von Mitarbeitern der Wohngruppe und der Kreativwerkstatt wie auch der externen Partner. Und es ist eine logistische Meisterleistung: Zunächst benötigt es einen Rollstuhlbus mit Lifter, der nicht im Hof steht, sondern organisiert werden muss. Mit Monika Der Alltag in der Kreativwerkstatt wird mitunter unterbrochen durch Besucher. Monika Krug und die Künstler genießen es, wenn Interessierte kommen, um zu erfahren, wo die Bilder entstehen und vor allem wer sie gemalt hat. Besonders spannend wird es dann, wenn sie selbst ihre Bilder auswärts bei Ausstellungen zeigen oder bei Kooperationen auf Schüler und Auszubildende treffen. „Rausgehen ist ein Ergebnis von dem, was wir hier 40 HILFE FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG

Krug sollten zwei Begleitpersonen mitfahren, was wiederum Einfluss auf den Dienstplan hat. Die Reise kann erst losgehen, „Im Zusammenhang mit der Umsetzung von Inklusion und Teilhabe sind ambulante Angebote nicht automatisch als gute und stationäre Hilfen nicht automatisch als schlechte zu bezeichnen. Entscheidend ist doch, ob der Einzelne die ihm gemäße Hilfe und Unterstützung verlässlich bekommt, damit er seinen ganz persönlichen Lebensweg gehen kann.“ Jörg Munk, Geschäftsführer der St. Gallus-Hilfe wenn die Frau mit den notwendigen Medikamenten versorgt ist. Eventuell müssen Getränke sowie Ersatzwäsche für den Notfall eingepackt werden. Vor Ort muss nicht nur der Eingang, sondern auch die Toilette zugänglich sein. Lift und breite Türen sind daher ein architektonisches Muss, um Teilhabe gewährleisten zu können. Monika Krug hat den Rummel um sich und die anderen Künstler sehr genossen. Irgendwann strengte es sie aber auch an: „Es war nett, aber es war auch eng.“ Einfühlungsvermögen und Flexibilität der Begleitpersonen sind da gefordert. Falls es ihr schlecht gegangen wäre, hätten sie ein vorzeitiges Heimfahren erwägen müssen. Alles an einem Ort Inklusion und Teilhabe sind aber keine Sache der außergewöhnlichen Ereignisse: Auch im Alltag will sie gestaltet und organisiert werden. Der überwiegende Teil des Lebens von Monika Krug spielt sich – bedingt durch ihre Krankheit – vor allem in Rosenharz ab, wo sie sich mit ihrem E-Rolli selbstständig bewegen kann. Zweimal in der Woche kommt eine Krankengymnastin zu ihr ins Zimmer. Die Therapie dient dazu, dass die Muskulatur und die Beweglichkeit erhalten bleiben. Monika Krug kann krankheitsbedingt nur noch ihren Oberkörper bewegen, auch dies nur eingeschränkt. Ihre Beine kann sie nicht mehr benutzen. Auf der Hin- oder Heimfahrt von der Kreativwerkstatt, die sie vier Mal die Woche nachmittags besucht, stoppt sie hin und wieder an der Kantine, um sich Kekse oder Getränke zu kaufen. Besonders wichtig ist ihr die Beziehung zu ihren Eltern, die im Allgäu leben. Ihre Bezugsbetreuerin Franziska Schuler schildert, dass Monika Krug mehrmals am Tag mit ihrer Mutter telefoniert. Ein eigenes Telefon im Zimmer, das sie selbst bedienen kann, macht ihr das möglich. Das Mittagessen nimmt sie mit den anderen Bewohnern der Gruppe ein. Ansonsten hält sich sie sich gerne in ihrem eigenen Zimmer auf, verbringt viel Zeit im Bett und schaut ihre Lieblingssendungen an. In ihrem Zimmer sitzt sie auch mit ihrer Freundin, die in einer anderen Gruppe in Rosenharz lebt und ein- bis zweimal in der Woche zu Besuch kommt. Dann stecken die beiden ihre Köpfe zusammen, um über alles Mögliche zu plaudern. Inklusion und Lebensbereiche Eigenständigkeit Sinn G Arbeit Sicherheit Beziehungen/soziale Kontakte Wohnen esundheit HILFE FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG 41

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