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Jahresbericht 2014 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht der Stiftung Liebenau, der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und der Stiftung Helios – Leben im Alter. Die drei Stiftungen sind mit insgesamt 6 000 Mitarbeitern an 90 Standorten in Deutschland, Österreich, Italien, Bulgarien und der Schweiz tätig, hauptsächlich in den Aufgabenfeldern Altenhilfe, Hilfe für Menschen mit Behinderung, Gesundheit, Bildung und Hilfen für Kinder und Jugendliche.

Altenhilfe

Altenhilfe Lebensqualität im Heim – Erfahrungen Wer satt, sauber und schmerzfrei ist, dem könnte es richtig gut gehen. Doch sorgt das allein für ein gutes Lebensgefühl? Gar für Glück? Sicher nicht. Jeder von uns will auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit selbstbestimmt handeln, sich sinnvoll beschäftigen, sich ernst genommen fühlen und mit anderen zusammen sein. All diese Wünsche lassen sich unter den Begriff Lebensqualität fassen. Eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen, unterliegt jedoch nicht dem Zufall: Sie zu erreichen steht im Zentrum der fachlich fundierten Arbeit der Liebenauer Altenhilfe. Bewohner des Franziskuszentrums schildern, was ihr individuelles Wohlbefinden im Heim ausmacht. Da ist zunächst der Vergleich mit dem ehemaligen Zuhause: „Hier im Franziskuszentrum können wir uns viel freier bewegen, viel entspannter zusammen sein als zu Hause“, berichtet Liselotte Zimmermann. Ihr Mann Günter, 88, ist gestolpert – die zwei Stufen vom Esszimmer ins Wohnzimmer – und hat sich den Oberschenkelhals gebrochen. Mit jeder Narkose habe man die Demenz mehr gespürt. Zuerst wollte er nicht ins Heim, nicht ohne sie. „Das ging dann jedoch ohne Übergang: Krankenhaus, Reha, Kurzzeitpflege im Franziskuszentrum“, erklärt sie. Und dann hatte er auch schon einen Heimplatz im Franziskuszentrum. Sie sind sehr oft zusammen. Alles sei ganz normal: der Tagesablauf, die Menschen. Zum einen kann die 79-Jährige auf die professionelle Hilfe „mit all den Hilfsmitteln“ vertrauen, die Verantwortung teilen. Zum anderen ist sie einfach nicht allein. Nicht mit ihren Fragen und Ängsten und auch nicht bei Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Zwar kann sich ihr Mann nicht mehr aktiv an Gesprächen beteiligen, doch habe sie das Gefühl, dass er die Gesellschaft genieße. „Vielleicht einfach, weil ich sie genieße“, sagt Liselotte Zimmermann. Sich einbringen dürfen Auch Bewohner Johann Dollhopf schätzt vor allem die anderen, die nun um ihn herum sind. „Zuhause war ich lange allein. Hier musste ich mich erst wieder an Menschen gewöhnen. Das ist schön so, sehr heimelig“, sagt er. Der 78-jährige an Diabetes erkrankte Mann nimmt viele Angebote des Hauses wahr, geht zum Singen, in die Gymnastik und zum Nachmittagskaffee. Außerdem hilft er sehr gerne, macht mal jemandem eine Sprudelflasche auf, unterstützt seine Mitbewohner beim Essen oder ruft die „Schwester“, wenn dies nötig sei. „Apropos Essen“, sagt er, „zuhause habe ich kaum Gemüse oder Salat gegessen. Hier mache ich das, weil ich es ausprobiert und gemerkt habe, dass es mir auch schmeckt.“ Johann Dollhopf ist zufrieden, auch wenn er ein wenig mehr Ordnung in seinem Zimmer halten muss als zuhause, „wegen der Putzfrau“. Das einzige, was er 30 ALTENHILFE

sich wünscht, sind ein paar andere Sender auf seinem Fernseher. Doch das habe er schon gemeldet und hoffe, dass er sie bald bekomme. ausdrücken, hat auch beim Essen Probleme. Trotzdem macht sie bei allen Aktivitäten mit und hält sich gern im Garten auf. Lotte Schneitenberger Ein Teil des Ganzen sein „Ich fühle mich wohl hier im Haus und lasse mir viel helfen, denn alle sind sehr freundlich“, sagt Bewohnerin Lotte Schneitenberger. Aufgrund mehrerer Schlaganfälle kann sich die 81-Jährige nicht mehr so gut „Lebensqualität bedeutet, dass zwischen dem pflegebedürftigen Menschen und seinen Bezugspersonen, das heißt den Pflege- und Betreuungskräften, tatsächlich eine Beziehung stattfindet. Dass er sich in Gesprächen ernst genommen fühlt und sicher sein kann, dass das Personal auch im Falle einer Demenz weiß, was er braucht.“ Monika Paulus, Hausleiterin des genießt es, Besuch zu bekommen, auch, dass sich der Besuch so frei bewegen kann im Haus. Und obwohl die ehemalige Erzieherin keine eigenen Kinder hat, fragt immer wieder ein ehemaliges „Kindergartenkind“, das zu Besuch im Haus ist, nach ihr und schaut kurz vorbei. „Ich gehöre einfach dazu“, sagt sie. Franziskuszentrums, Friedrichshafen Sinnvolle Beschäftigung Individuelles Wohlbefinden Lebensqualität entsteht durch viele Faktoren. Im stationären Kontext eines Pflegeheims besteht ein großer Teil der fachlichen Betreuung und Pflege darin, Bewohner individuell darin zu unterstützen, die größtmögliche Lebensqualität zu erreichen. Denn durch die Pflegebedürftigkeit gibt es in der Regel Einschränkungen, die sich auf das Gleichgewicht der für die Lebensqualität wichtigen Faktoren auswirkt. Nach einer grundlegenden Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umfasst Lebensqualität das körperliche, psychische und soziale Befinden eines Individuums (WHO 1949). Gesundheit Grundbedürfnisse Bewohner Soziale Kontakte Sicherheit Wohnen ALTENHILFE 31

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