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Jahresbericht 2010 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2010 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Bericht des Vorstandes

Bericht des Vorstandes Die Stiftung Liebenau ist Stifter von Verantwortung und Innovation Im Jahr 2010 feierte die Stiftung Liebenau ihre 140-jährige Tätigkeit. Im Jahr 1870 nahm sie ihre pflegerische und betreuerische Arbeit im Schloss Liebenau auf. Die rechtliche Gründung erfolgte dann 1873. Was in dieser Zeit geschaffen wurde, ist überaus beeindruckend und die gemeinsame Leistung vieler hauptamtlicher und ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch einer großen Zahl von Förderern und Unterstützern, Freunden und Partnern. Bei allem Stolz auf das bisher Erreichte sieht die Stiftung Liebenau aber grundsätzlich stets mit Blick dahin, wo es um die Zukunft von Menschen geht; ganz getreu dem Motto des Stifterinitiators Adolf Aich. Er prägte den Leitspruch: „Da sollte doch Wandel geschafft werden“ und setzte diesen Gedanken zusammen mit der Gründergemeinschaft Tettnanger Bürger seinerzeit sehr modern und vorausblickend um. Viel Musik, Spaß und Unterhaltung bot das Liebenauer Mitarbeiterfest 2010. In dieser Tradition sieht die Stiftung Liebenau sich verpflichtet zu Verantwortung und Innovation. Verantwortlich handeln heißt nachhaltig handeln, im sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Sinne. Im sozialen Bereich legt die Stiftung Liebenau großen Wert auf langfristige Wirksamkeit und insbesondere auf das Vermeiden von „Strohfeuer-Effekten“. Eingeschlossen in diese Strategie sind vielfältige Aktivitäten, die auf die Vermeidung sozialer Hilfen zielen. Prävention spielt angesichts der zunehmenden, vielfältigen Hilfsbedürfnisse in der Stiftung Liebenau eine besondere Rolle. Von der Sozialpolitik wünschen wir uns allerdings auch grundlegende Impulse, die mittel- bis langfristig auch die Sozialkassen entlasten könnten. Im ökologischen Bereich hat die Stiftung Liebenau erneut in unterschiedliche innovative und regenerative Energiesysteme investiert und arbeitet konsequent an der weiteren Verbesserung ihrer Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Besondere Aufmerksamkeit richten wir derzeit auf eine verbesserte Steuerung der Energieversorgungssysteme. Im wirtschaftlichen Bereich achtet die Stiftung Liebenau auf ein ausgewogenes Wachstum, das im Einklang mit ihren eigenen finanziellen Ressourcen steht. Das wirtschaftliche Ziel zur Erfüllung des Stiftungszweckes ist, einen Überschuss zu erwirtschaften, den wir wiederum vollständig für die Weiterentwicklung unserer gemeinnützigen Aktivitäten einsetzen können. Dafür ist er dringend notwendig. Dieses Ziel haben wir im Jahr 2010 erreicht. Zum Gedenken an die Liebenauer Euthanasie-Opfer wurde ein Stolperstein gesetzt. Ein würdiger Augenblick für alle Beteiligten: (v.l) Scarlett Schäfer, Anton Dietenmeier, Dr. Markus Nachbaur, Ilona Ross, Brigitte Sauter- Servaes, Pfarrer Dieter Worrings, Helmut Staiber, Dr. Berthold Broll und Professor Dr. Bruno Schmid. Das 140-jährige Jubiläum wurde in verschiedenen Veranstaltungen gefeiert: Auf der Brünnensweiler Höhe oberhalb Tettnangs fand ein Berggottesdienst statt. Beim Festakt im Oktober begrüßten wir die damalige Sozialministerin von Baden-Württemberg, Dr. Monika Stolz. In ihrer Festrede skizzierte sie die Grundlinien der Landespolitik im sozialen Bereich und überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung für die Arbeit der Stiftung Liebenau. Auch das traditionelle Liebenauer Sommerfest und ein großes Mitarbeiterfest standen ganz im Zeichen des Jubiläums. Im Jahr 2010 jährte sich aber auch zum 70. Mal der Beginn der barbarischen Euthanasieverbrechen in Deutschland. Am 27. Januar, dem nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, gedachten wir der Menschen aus Liebenau, die damals ermordet worden sind, mit einer Gedenkfeier. Im Juli legten wir einen „Stolperstein“ in der Nähe des Liebenauer Schlosses zur Mahnung an diese Verbrechen. Auch im Jahr 2011 wurde der 27. Januar zum Tag des Gedenkens: Führungskräfte, Mitarbeiter und Bewohner aus Liebenau fuhren zur Gedenkstätte Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. In Grafeneck wurde die Großzahl der aus den Liebenauer Anstalten deportierten Menschen durch Vergasung umgebracht. Heute erinnert dort eine Gedenktafel der Stiftung Liebenau an die Opfer. In Grafeneck hat die Stiftung Liebenau einen dauerhaften Gedenkstein für die 491 ermordeten Bewohner niedergelegt. 10 Vorstand Stiftung Liebenau

Oben: Generalvikar Dr. Clemens Stroppel überbrachte Grüße der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum 140-jährigen Jubiläum. Links: Beim 140-jährigen Jubiläum: Die Vorstände Dr. Berthold Broll und Dr. Markus Nachbaur im Gespräch mit der damaligen Ministerin Dr. Monika Stolz MdL und Paul Locherer MdL. Das Streben nach Innovation ist ein weiteres Grundanliegen der Stiftung Liebenau, das bereits von ihrer Gründergemeinschaft als Wesensbestandteil sozialer Entwicklung angesehen wurde. Fachliche Innovationen befördert zum Beispiel das Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG). In seiner zweiten Arbeitsphase seit Januar 2010 hat SONG sich die Realisierung eines neuen lokal-kooperativen Sozialmodells zum Ziel gesetzt. Über Modellprojekte, politische Lobbyarbeit und einen breiten Dialog mit der Fachöffentlichkeit sollen generationenübergreifende, kleinräumige Unterstützungsstrukturen gestärkt werden, die präventiv wirken und die Eigenverantwortung und Solidarität der Menschen vor Ort stärken. Die Funktion der Geschäftsstelle des Netzwerks hat die Stiftung Liebenau übernommen. Eine Reihe von stiftungseigenen und partnerschaftlichen Projekten widmet sich der Sozialraumorientierung als Grundlage für die Inklusion, die Teilhabe der Menschen am gesellschaftlichen Leben. Auch im Bereich der Technik gibt es innovative Vorhaben. So startete die Stiftung Liebenau gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Projekte zum Thema „Ambient assisted living“ zur Erprobung technikunterstützter Hilfesysteme im Lebensumfeld assistenzbedürftiger Menschen. Gesellschaftspolitisch hat sich die Stiftung Liebenau 2010 wieder engagiert für zahlreiche notwendige Verbesserungen und Veränderungen in der sozialpolitischen Landschaft eingesetzt. Stellungnahmen zur Heimpersonal- und zur Heimmitwirkungsverordnung und zum Entwurf eines Kriterienkatalogs für die Heimaufsicht richteten sich darauf, einerseits die Sicherung einer guten Qualität zu gewährleisten, andererseits flexible Rahmenbedingungen einzufordern, die wohnortnahe, an Normalität orientierte Strukturen sowie Spielraum für spezifische Konzepte der Behinderten- oder Altenhilfe zulassen. Gemeinsam mit weiteren Trägern der Hilfe für Menschen mit Behinderung in Baden-Württemberg haben wir zu einer Landesinitiative zur Umwandlung von Komplexeinrichtungen in inkludierte Quartiere aufgerufen. Vorstand Stiftung Liebenau 11

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