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Dokumentation zum 2. Fachgespräch "Soziale Zukunft Wohnquartier"

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Lösungsansätze Die

Lösungsansätze Die Erstellung eines Leitbildes zur Stadtentwicklung ist hilfreich (s. Beispiel Ludwigsburg) Allianzen zur Stadtentwicklung finden, dann ist nachhaltige Stadtentwicklung möglich Bürger aktiv in Gestaltungsprozesse miteinbeziehen, dafür sind Motoren/Motivatoren/Moderatoren notwendig Der Bau von Gemeinschaftsräumen in Quartieren sollte über Landesmittel unterstützt werden: der Bau eines „Nachbarschaftstreffs“ sollte vorgegeben werden Kümmerer sollten über die Kommunen (mit-)finanziert werden; eine finanzierte Koordinationsstelle zur Entwicklung von Sozialräumen in einer Gemeinde sollte ein Regelangebot sein, keine Projektstelle (s. z. B. Lenninger Tal) Workshop 2: Wie lässt sich Teilhabe und Begegnung durch Quartiersarbeit verwirklichen? Impuls: Gerald Lackenberger, Vorsitzender Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit Baden-Württemberg Wie kann Quartiersarbeit aussehen und was kann damit erreicht werden? Forderung: Pflichtaufgabe für Kommune Moderation durch Kommune wird als günstig bewertet eine gute Vernetzung örtlicher Akteure ist angesagt, dabei Doppelstrukturen vermeiden Quartiersarbeit braucht einen langen Atem keine zu großen Quartiere; es muss „Nachbarschaft“ entstehen können Welche lokalen Akteure sollen bzw. können welche Rollen bei der Quartiersarbeit übernehmen? alle Akteure in Stadtteilen/Quartieren sind wichtig Kirchen sind gefordert: unmittelbare Bezüge über Kirchengemeinden zum Teil sind „dicke Bretter“ zu bohren (z.B. bei Schulen, Pflegeeinrichtungen) Was sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren, um Engagement, Begegnung und Teilhabe zu stärken? stark personenabhängig („mit wem hat man es zu tun“) Identifikation mit einem Stadtteil/Quartier muss statt finden Ohne Hauptamtlichkeit funktioniert es nicht Empowerment-Ansatz ins Spiel bringen Räumlichkeiten und Personal als zwei wichtige Rahmenbedingungen (auch für Quartiersarbeit allgemein) Plädoyer für Quartiersgrößen von 500 bis 1.000 Einwohnern: persönliches Kennen(lernen) ist bei diesen Größenordnungen leichter Bsp. Bewohnertreff in Hochhäusern, Stockwerkstreffen bei Neuvermietung von Wohnungen Mögliche Kommunikationsformen im Quartier: z.B. Kontakttelefon, Quartierspaten, Skype, Facebook Wie wirken sich unterschiedliche Bevölkerungs- und Infrastrukturen in den Stadtteilen aus? Entwicklung von Nachbarschaft kann – in Abhängigkeit von jeweiliger Bevölkerungs-/ Infrastruktur - ein langwieriger Prozess sein unterscheiden nach gewachsenen und neu geschaffenen/entstandenen Quartieren (Vorsicht: Satellit!?) Bsp. Sorgende Gemeinschaften in Schwäbisch Gmünd mit ehrenamtlichen Ansprechpartnern vor Ort, Generationenbüros, Hilfe zur Selbsthilfe 32

Welche Finanzierungsoptionen für Quartiersarbeit gibt es? Bsp. Freiburg: Gemeinwesenarbeiter in 9 Stadtteilen von Stadt finanziert in Ludwigsburg: Stadtteilbudgets für kleinere Projekte Mindeststandard:0,5 VK für 20.000 Einwohner, verschiedene Modelle, teils bis zu 2,0 VK Anschubfinanzierungen zwar gut, aber: dauerhafte Finanzierung wäre bessser Förderprogrammlogik (oft in Kommunen anzutreffen) vs. andere Modelle (z.B. Ausstattung mit Gemeinwesenarbeitern durch Wohnungswirtschaft) Weitere Diskussionspunkte und Anmerkungen Begrifflichkeiten im Impulspapier „Soziale Zukunft Wohnquartier“: Quartiersarbeit, Gemeinwesenarbeit, Sozialraumorientierung (in Freiburg vereinbart: Quartiersarbeit = Gemeinwesenarbeit), ebenso: Kümmerer (geht in Haushalte, berät) vs. Gemeinwesenarbeiter (hat das Ohr am Quartier) Workshop 3: Was können soziale Träger zur Dienstleistungsgestaltung im Wohnquartier beitragen? Impuls: Frank Wössner, Vorstand Samariterstiftung Was muss sich bei Wohlfahrtsträgern ändern, um sozialraumorientiert aufgestellt zu sein und Dienstleistungen wohnortnah zu erbringen? Die Träger brauchen eine Haltung, die nicht zuerst den Kunden, sondern den Menschen an sich sieht. Es ist eher eine Gehstruktur, die aufsuchend und präventiv tätig ist, gefordert. Vorschläge aus der Bürgerschaft sollten, auch wenn sie nicht so professionell sind, ernstgenommen werden. Nur so kann eine Vernetzung mit Bürgern und der Bürgerschaft gelingen. Vernetzung heißt auch dort sich einzubringen, wo nicht sofort ein „Gewinn“ für das Unternehmen sichtbar wird. Träger sollten dazu auch eine Dezentralisierung von Kompetenzen vornehmen, damit Entscheidungen in Besprechungen schneller getroffen werden können. Überhaupt ist eine neue Ausrichtung hin zur Gemeinwohlorientierung angezeigt. Dies umso mehr, als die freie Wohlfahrtspflege dies seit jeher auf ihre Fahnen geschrieben hat, was aber manchmal wegen der Dominanz der Ökonomie in den Hintergrund gerät. Welche Dienstleistungen werden im Wohnquartier benötigt? Wer erbringt sie? Angezeigt sind vor allem niedrigschwellige Dienstleistungen, die evtl. kooperativ mit anderen Anbietern angeboten werden können. Je nach Situation könnten auch Kompetenzzentren, z.B. am Ort einer Pflegeeinrichtung entstehen, die aber nicht alles selbst erbringen müssen. Die räumliche und technische Infrastruktur einer solchen Einrichtung wäre schon gewinnbringend für die Quartiersentwicklung. Wie sollte die Ko-Produktion im Hilfemix zwischen sozialen Dienstleistern und Familien, Nachbarschaft, Bürgerschaftlich Engagierten funktionieren? Ganz wichtig ist, auf „Augenhöhe“ zu agieren. Dies dürfte besonders für die professionell Tätigen teilweise eine Herausforderung sein. Soweit möglich sollte der Konkurrenzgedanke hinter Kooperationsbestrebungen zurücktreten. Viele Konzepte mit einem Hilfemix von Professionellen und Ehrenamtlichen/Laien sind häufig zu hauptamtslastig. Dennoch sind ein hauptamtlicher Koordinator oder Bürgermentoren für die Kontinuität und als ‚Motorfunktion‘ außerordentlich wichtig. Ohne Kommune geht es meist nicht; sie sollte auf jeden Fall mit im Boot sein. Welche ordnungs- und leistungsrechtlichen Änderungen sind für kleinräumige Dienstleistungen im Wohnquartier erforderlich? Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Quartiersentwicklung mit sektoral durchlässigen Angeboten sind generell optimierungsbedürftig. 33

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