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Auf Kurs 02/2018

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INHALT

INHALT Inhaltsverzeichnis Autoren Christian Braun Geschäftsführer Liebenau Berufsbildungswerk gemeinnützige GmbH Titel Wohnort- und betriebsnah: Ausbildung in der Backstube des Regionalen Ausbildungszentrums (RAZ) in Ulm (Foto: Krause) Standpunkt3 Herbert Lüdtke Geschäftsführer Liebenau Berufsbildungswerk gemeinnützige GmbH Elke Benicke freie Journalistin Christof Klaus freier Journalist Claudia Wörner freie Journalistin Impressum Auf Kurs Magazin der Stiftung Liebenau Bildung Herausgeber Liebenau Berufsbildungswerk gemeinnützige GmbH Schwanenstraße 92 88214 Ravensburg Telefon: 0751/3555-8 Fax: 0751/3555-6109 bbw-rv@stiftung-liebenau.de Redaktion Liebenau Berufsbildungswerk gemeinnützige GmbH Herbert Lüdtke und Christian Braun (verantwortlich), Christof Klaus (NETZ-3 – Die Medienprofis) Titelthema: Regionalität Fest in der Region verankert: das Berufsbildungswerk 4 Reportage: Ausbildung im Hochregallager 6 BBW im Überblick Franz Müntefering spricht im BBW über „Arbeiten 4.0“ 8 Dank Spende: „Jobcoaches“ helfen am Arbeitsplatz 9 Kurzmeldungen aus dem Berufsbildungswerk 10 Unsere Ausbildungsberufe Fachpraktiker/-in Gebäudereinigung und Alltagsbetreuer/-in11 Schillerstraße 15 Ulm Jubiläum: 20 Jahre RAZ und Max-Gutknecht-Schule 12 RAZ Ulm: „Wir sind ein offenes Haus“ 14 Max-Gutknecht-Schule: privat, beruflich, besonders 16 Kurzmeldungen aus der Schillerstraße 15 20 Musikprojekt: Azubis gründen Popband 21 Einen Augenblick bitte… Veronika Hirschmann 17 Service Das Ausbildungsangebot im Berufsbildungswerk 22 Übersicht: Ihre Ansprechpartner 23 Grafik Natalie Baumbusch (NETZ-3 – Die Medienprofis) Druck Siegl Druck & Medien GmbH & Co. KG, Friedrichshafen Auflage: 2500 Erscheinungsweise: 2 Ausgaben pro Jahr BBW-Newsletter Neben der „Auf Kurs“ informieren wir Sie über interessante Neuigkeiten aus dem Berufsbildungswerk auch per E-Mail – mit dem BBW-Newsletter. Auf www.stiftung-liebenau.de/bbw-rv können Sie diesen ganz einfach abonnieren – selbstverständlich kostenlos und nur so lange Sie möchten. 2 | Auf Kurs 2-2018

STANDPUNKT Regional und betriebsnah Wohnortnähe und Betriebsnähe – das sind zwei Begriffe, die seit Jahren in der beruflichen Rehabilitation als Ziele verfolgt werden. In Baden-Württemberg hat dies zu einem sehr differenzierten Reha-System geführt. Dazu gehören neben Komplexeinrichtungen wie zum Beispiel unser Berufsbildungswerk Adolf Aich in Ravensburg mit angeschlossenem Wohnheim auch sonstige Reha-Einrichtungen sowie eine Vielzahl kooperativer Maßnahmen, die vom Kostenträger per Ausschreibung vergeben werden. Betriebs- und wohnortnahe Angebote Vor diesem Hintergrund ergänzte das Berufsbildungswerk (BBW) der Stiftung Liebenau sein Portfolio und gründete vor 20 Jahren das Regionale Ausbildungszentrum (RAZ) in Ulm als Einrichtung der sonstigen Reha sowie die Max-Gutknecht-Schule. Die Zielgruppe der später auch am BBW- Stammsitz in Ravensburg angebotenen RAZ-Maßnahmen: junge Menschen mit Förderbedarf, die für eine kooperativere Ausbildungsform – mit außerbetrieblicher Unterstützung – geeignet sind. Dabei absolvieren sie schon das zweite Ausbildungsjahr in weiten Teilen in wohnortnahen Unternehmen der freien Wirtschaft. Neben unseren Regionalen Ausbildungszentren in Ulm und Ravensburg trägt das sogenannte VAmB-Modell zu einer weiteren Differenzierung bei. Auch bei dieser „Verzahnten Ausbildung mit Berufsbildungswerken“ – längst fest in unserem Leistungskatalog verankert – liegt der Fokus auf einer frühzeitigen Integration der Azubis in externe Firmen. Dort wächst in Zeiten des Fachkräftemangels zwar die Bereitschaft, auch Personen mit besonderem Teilhabebedarf zu integrieren. Gleichwohl sind dabei viel Geduld, Ausdauer und eben auch fachliches Know-how im Umgang mit diesen Menschen gefragt. Daneben bilden wir als BBW natürlich auch in unseren eigenen Ausbildungsbetrieben die berufliche Realität umfassend ab. Im Mittelpunkt: der einzelne Jugendliche Welcher Weg der richtige ist, welches Modell zu wem passt, das ist eine individuelle Entscheidung, die von vielem abhängt: Wie hoch und komplex ist der Unterstützungsbedarf des jungen Menschen? Welche Ressourcen sind vorhanden? Und welche Anforderungen haben die Praxisbetriebe? Im Mittelpunkt muss dabei immer der einzelne Mensch mit seinen Bedürfnissen und Talenten stehen. Das heißt aber auch: Die Maßnahme muss sich am Jugendlichen orientieren – und nicht umgekehrt. Es gilt also, eine gute Balance zu finden und die jungen Menschen zu fördern, ohne sie zu überfordern. Und dabei braucht es eben eine Vielfalt an passgenauen Möglichkeiten, zu denen – so unsere feste Überzeugung – auch Spezialeinrichtungen und Kompetenzzentren gehören. Es gibt viele Jugendliche mit Förderbedarf, die nicht das ganze Unterstützungsprogramm benötigen, um beruflich und persönlich auf Kurs zu kommen. Doch es gibt auch viele junge Menschen, die eine intensivere Begleitung brauchen auf dem Weg in den Beruf und ein eigenständiges Leben. Für beide Wege sind wir da. Deshalb kommen auch Teilnehmer von weiter her zu uns. Weil die Angehörigen ein gutes Gefühl haben, uns ihren Nachwuchs anzuvertrauen. Weil wir das entsprechende Know-how haben, gerade auch bei Autismus, ADHS oder psychischen Störungen. Und weil wir Experten sind für Menschen mit besonderem Förderbedarf. Diese finden in unserem BBW wenn nötig auch ein differenziertes Wohnangebot vor und können – wenn das Pendeln zu weit wäre oder es für ihre Entwicklung sinnvoll ist – auch etwas entfernt von ihrer Heimat ihre Ausbildung machen. Gleichzeitig sind wir tief und fest verankert in der Region. Wir haben Hunderte von Partnerbetrieben zwischen Alb und Bodensee, die unseren jungen Menschen wohnortnahe Praktikumsplätze bieten. Wir engagieren uns in Netzwerken. Wir haben neben unserem Ravensburger Internat eine Reihe von Außenwohnheimen in verschiedenen Städten und Gemeinden. Unsere Azubis sind draußen unterwegs – auf Baustellen, beim Catering, bei Messen, bei Veranstaltungen und Aktionen, wir unterhalten Ausbildungsstätten nicht nur in Ravensburg, sondern auch in Biberach, Liebenau, Aulendorf, Wangen – und natürlich in Ulm. 20-jähriges Jubiläum in Ulm Dort – das erfahren Sie ab Seite 12 in dieser Ausgabe der „Auf Kurs“ – haben wir in den vergangenen 20 Jahren unsere „Spuren hinterlassen“, wie das Jubiläumsmotto des RAZ Ulm und der Max-Gutknecht-Schule lautet. Spuren durch Fachkräftenachwuchs in der Wirtschaft, Spuren bei den vielen Absolventen, die wir auf dem Weg in den Beruf begleitet haben. Solche Spuren wollen wir auch in Zukunft hinterlassen. In Ulm, Ravensburg und der ganzen Region. Dort, wo junge Menschen unsere Unterstützung brauchen. Christian Braun und Herbert Lüdtke Geschäftsführer Liebenau Berufsbildungswerk gGmbH Auf Kurs 2-2018 | 3

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