Mediathek der Stiftung Liebenau
Aufrufe
vor 3 Jahren

Auf Kurs 02/2018

  • Text
  • Liebenau
  • Bbw
  • Kurs
  • Ausbildung
  • Menschen
  • Liebenau
  • Berufsbildungswerk
  • Stiftung
  • Azubis
  • Ravensburg

BBW IM ÜBERBLICK uu

BBW IM ÜBERBLICK uu Neuer „Raum der Stille“ ermöglicht Auszeit Eine Oase der Ruhe im Trubel des Ausbildungs- und Arbeitsalltags, ein spiritueller Ort zum Krafttanken und Besinnen sowie ein neuer geeigneter Platz für den Religionsunterricht: Im Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich gibt es nun einen „Raum der Stille“. Einen großen Teil der Bauarbeiten erbrachten die jungen Auszubildenden in Eigenleistung. Zudem bezuschusste die Mutter-Teresa-Stiftung das Projekt mit 22.000 Euro. Idee und Konzept zum „Raum der Stille“ wurden erarbeitet und umgesetzt von Kunstlehrer Uli Schubert vom Ravensburger Welfen-Gymnasium und seinen Schülern sowie dem Architekturbüro Briegel aus Argenbühl. Christliche Symbolik wurde dabei sehr dezent eingesetzt. „Es Ein Ort mit besonderer Atmosphäre und kreativer Architektur: der neue „Raum der Stille“. Foto: Rupp, Kempten soll ein offener und einladender Raum für jeden sein, unabhängig von Religion und Konfession“, so Geschäftsführer Herbert Lüdtke. uu Jubilare stehen für geballte Fachlichkeit 32 Fachkräfte hat das Berufsbildungswerk der Stiftung Liebenau für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit zwischen zehn und 45 Jahren geehrt. Ihnen wurde nicht nur eine hohe Fachlichkeit bescheinigt, sondern auch gedankt für ihr Engagement und die Fähigkeit, sich dem Wandel zu stellen. Aber auch der gewissenhafte Umgang mit und der Respekt für die Jugendlichen wurden als wichtige Eigenschaften der Mitarbeiter hervorgehoben. 32 Fachkräfte in Diensten des Liebenau Berufsbildungswerkes feierten langjährige Jubiläen. Foto: Wörner uu Azubis im Gespräch mit EU-Kommissarin Wie werden Gelder der Europäischen Union (EU) vor Ort genutzt? Welche Erfahrungen machen die Teilnehmer solcher Förderprojekte? Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung und Soziales sowie die Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle (CDU), wollten das bei ihrem Besuch beim Förderband e. V. in Mannheim im Gespräch mit ausgesuchten Trägern und jungen Erwachsenen wissen. Mit dabei: zwei Azubis des Ravensburger Berufsbildungswerks. Die beiden Schreiner-Azubis Marvin Otto und Kevin Karr hatten im Rahmen des EU-Förderprogramms „Erasmus+“ Auslandspraktika in Norwegen absolviert. Die Gäste aus Brüssel wollten nun genau wissen, EU-Kommissarin Thyssen (3. v. l.) und Europapolitikerin Dr. Gräßle (links) trafen sich mit BBW-Azubis. Foto: European Union wie es ihnen dabei erging. Und so freute sich Marianne Thyssen über die positiven persönlichen Erfahrungen der beiden Azubis und lobte sie für ihr Engagement. 10 | Auf Kurs 2-2018

UNSERE BERUFE Neue Ausbildungsberufe: Fachpraktiker/-in Gebäudereinigung und Alltagsbetreuer/-in Handwerkliches Geschick oder soziale Ader? „Ab jetzt: Zukunft!“ Diesem Motto entsprechend, gibt es im Berufsbildungswerk (BBW) für wohl fast jeden Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf eine Ausbildung, die seinen Fähigkeiten, Talenten und Interessen entspricht – und ihm gute Chancen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt bietet. Mehr als 50 Berufe umfasst das aktuelle Ausbildungsangebot: von A wie Altenpflegehelfer/-in bis Z wie Zimmerer/-in. In einer Serie stellt „Auf Kurs“ die einzelnen Berufe vor. Diesmal: Fachpraktiker/-in Gebäudereinigung und Alltagsbetreuer/-in. Seit dem vergangenen Jahr werden im Ravensburger BBW auch angehende Fachpraktiker für Gebäudereinigung ausgebildet. Sie säubern Innenräume, Fassaden und Fenster von Gebäuden und sorgen für die Reinigung umliegender Flächen – mit Einsatz von verschiedensten Maschinen und Arbeitsgeräten. Gefragt sind unter anderem handwerkliches Geschick und Sorgfalt. Das Tolle an dem Job? „Man sieht gleich das, was man gemacht hat“, sagt einer der aktuellen Azubis. Und die nötige Übungsfläche für die Ausbildungsinhalte gibt es im und um das Ravensburger Berufsbildungswerk genug: „Wir können hier im Haus fast alles abbilden“, weiß BBW-Ausbilder und Gebäudereinigungsmeister Johannes Hunger, während sich seine Azubis gerade einer Fensterreihe widmen und die Scheiben mit gekonnten Handgriffen und den richtigen Hilfsmitteln wieder zum Glänzen bringen. Dreijährige Ausbildung Die Ausbildung dauert drei Jahre. Grund für die Aufnahme in die BBW- Berufsliste: Immer mehr Männer interessieren sich für eine Dienstleistungstätigkeit innerhalb der Hauswirtschaft, wie Manfred Haas, Leiter Eine der angehenden Fachpraktiker Gebäudereinigung: die 19-jährige Stephanie Kloss. Sie hat in einem Praktikum Gefallen an dem Beruf gefunden. Foto: Klaus der BBW-Abteilung Bildung und Arbeit, berichtet: „Und mit der Ausbildung in der Gebäudereinigung können wir hier eine weitere berufliche Alternative anbieten.“ Neuer Beruf in Ulm Während die vier Gebäudereiniger- Azubis der ersten Stunde jetzt schon ins zweite Lehrjahr kommen, steht ein weiterer neuer Ausbildungsberuf gerade in den Startlöchern: So feiert im neuen Schuljahr 2018/2019 an der Max-Gutknecht-Schule des BBW in Ulm die Ausbildung in der Alltagsbetreuung ihre Premiere. Alltagsbetreuerinnen und -betreuer unterstützen hilfs- und pflegebedürftige Menschen: bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, im Haushalt, bei Einkäufen, als Begleiter bei Arztterminen oder Behördengängen, bei Freizeitaktivitäten oder einfach als vertrauensvoller Gesprächspartner. „Dabei geht es bei diesem Beruf weniger um die Pflege dieser Personen, sondern mehr um ein Sich-Kümmern, um ein Da-Sein, aber natürlich auch um die Erledigung von individuellen Anliegen und alltäglichen Aufgaben im persönlichen Umfeld“, betont Schulleiter Roland Groner. „Die Ausbildung richtet sich deshalb vor allem an Menschen, für die eine Pflegehelfertätigkeit (noch) nicht in Frage kommt.“ So wird auch ein Hauptschulabschluss nicht vorausgesetzt. Einen gleichgestellten Abschluss erhalten die Absolventen dann aber mit ihrer staatlichen Anerkennung nach Ende der zweijährigen Ausbildung. Zwei Schultage pro Woche Während dieser besuchen die Azubis an zwei Tagen in der Woche die Max- Gutknecht-Schule. Und an drei Tagen machen sie ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung – zum Beispiel in der Alten- oder Behindertenhilfe oder in der Krankenpflege. Christof Klaus Auf Kurs 2-2018 | 11

Stiftung Liebenau Österreich