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Auf Kurs 01/2017

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Inhalt Unsere Autoren in diesem Heft: Christian Braun Geschäftsführer Berufsbildungswerk Adolf Aich gGmbH Herbert Lüdtke Geschäftsführer Berufsbildungswerk Adolf Aich gGmbH Christof Klaus freier Journalist (NETZ-3) Elke Benicke freie Journalistin Claudia Wörner freie Journalistin Svenja Kranz freie Journalistin Inhalt Titel Leben im BBW-Außenwohnheim (Foto: Kranz) Standpunkt3 Titelthema: Wohnen im BBW Mehr als ein Dach überm Kopf: Lernort Wohnen 4 Mitten im Geschehen: Leben im Außenwohnheim 6 BBW im Überblick Auf eigene Faust: zum Praktikum nach Norwegen 8 Besuch: Landespolitiker informieren sich im BBW 9 Loslassen: Therapeutisches Bogenschießen 10 Als Arzt im BBW: mehr als nur Weißkittel-Medizin 12 Guck mal: Impressionen vom „BBW Open 2016“ 13 Tagung: katholische BBWs treffen sich in Ravensburg 14 Sprachkurs: Flüchtlinge lernen Deutsch 15 BBW-Teilnehmer: immer mehr psychische Störungen 16 Absolventen 2016: ein starker Jahrgang 17 Einen Augenblick bitte… Valentin Dölker 11 Unsere Betriebe Fahrzeugtechnik: Schrauben unter Praxisbedingungen 18 Ausbildungsberufe im BBW Fachkraft im Gastgewerbe 19 Schillerstraße 15 Ulm Einstein-Marathon: Schüler beweisen Ausdauer 20 Startklar: RAZ Ulm verabschiedet Absolventen 2016 20 Gast aus Berlin: Bundestagsabgeordnete trifft Schüler 21 Service Das Ausbildungsangebot im BBW 22 Übersicht: Ihre Ansprechpartner 23 Impressum Auf Kurs Magazin der Berufsbildungswerk Adolf Aich gGmbH Herausgeber: Berufsbildungswerk Adolf Aich gGmbH Schwanenstraße 92 88214 Ravensburg Tel.: 0751/3555-8 Fax: 0751/3555-6109 info@bbw-rv.de Redaktion: Berufsbildungswerk Adolf Aich gGmbH Herbert Lüdtke und Christian Braun (verantwortlich), Christof Klaus (NETZ-3), Susanne Droste-Gräff Grafik: Natalie Baumbusch (NETZ-3) Auflage: 4000 Erscheinungsweise: 2 Ausgaben pro Jahr 2 | Auf Kurs Dezember 2016

Standpunkt Christlich 52 Berufsbildungswerke gibt es in Deutschland. Mit 38 Einrichtungen steht ein Großteil davon unter christlicher Trägerschaft. Dieser Umstand erklärt sich zunächst einmal durch die Entstehungsgeschichte der Berufsbildungswerke, welche im Zuge eines Aktionsprogrammes in den 1970er Jahren konzipiert wurden. Die nach einem Rahmenplan über die ganze Bundesrepublik verteilten Einrichtungen gingen dabei vor allem aus Strukturen der Freien Wohlfahrtspflege hervor. Neben Organisationen aus den Reihen des DRK und der Diakonie gehörte im Falle unseres Ravensburger Berufsbildungswerkes Adolf Aich (BBW) – als Mitglied der Caritas – auch die Stiftung Liebenau dazu, ein Sozialunternehmen auf kirchlicher Grundlage. Doch was heißt es eigentlich, ein christliches BBW zu sein? Wie wirkt sich diese Prägung auf unsere tägliche Arbeit aus? Merken unsere vielen Jugendlichen überhaupt etwas davon? Was ist mit denen, die mit Kirche gar nichts am Hut haben, was ist mit den konfessionslosen Teilnehmern, was mit den Azubis, die einen muslimischen Glauben haben oder den Schülern unserer Flüchtlingsklassen? Was macht uns eigentlich aus – als katholisches Berufsbildungswerk? Zunächst einmal geht es – ganz im Sinne des Leitwortes der Stiftung Liebenau („In unserer Mitte – Der Mensch“) – darum, den Einzelnen in den Mittelpunkt allen Handelns zu stellen. Der junge Mensch. Seine Geschichte. Seine Persönlichkeit. Seine Bedürfnisse. Seine Schwächen und Stärken, seine Talente und Wünsche. Diese Personenzentrierung verstehen wir als eine Fortschreibung des christlichen Auftrages, jeden Menschen als ein Geschöpf Gottes zu sehen – als einzigartiges Individuum, dem wir dabei helfen wollen, sich und seine Potenziale zu entfalten, sich zu entwickeln und sich gut, selbstbestimmt und möglichst eigenständig im Leben zurecht zu finden. So wie Jesus es vorgelebt hat. Die christliche Nächstenliebe dient uns als Triebfeder, um all das zu beseitigen, was Menschen an Teilhabe hindert. Als Inklusionsschlüssel – wie wir uns gerne aus Überzeugung bezeichnen – wollen wir diese „Behinderungen“ beseitigen und unseren Jugendlichen einen wirklich gleichberechtigten Zugang zur Gesellschaft ermöglichen – persönlich, beruflich, sozial. Als BBW arbeiten wir auf Grundlage von Menschenrechten, insbesondere auch der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie ist Ausgangspunkt und Verpflichtung für unser Tun. Dieses menschenrechtliche Paradigma lässt sich gut mit christlichen Paradigmen wie Barmherzigkeit und Liebe vereinen. Im Leben und Wirken, in der Person und in der Botschaft von Jesus von Nazareth sehen die christlichen BBWs das Vorbild, das ihnen sowohl Auftrag als auch Vergewisserung ist. Zu unserem christlichen Selbstverständnis gehören aber auch der achtsame und wertschätzende Umgang mit den eigenen Mitarbeitern und ein faires Miteinander. Denn nicht zuletzt geht es um Glaubwürdigkeit. Nur wenn Berufsbildungswerke in christlicher Trägerschaft sich auch selbst an die Werte halten, für die sie öffentlich eintreten, bleiben sie auf Dauer glaubwürdig und können einen wichtigen Beitrag leisten zur Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation. Gerade mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft. Denn unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelt werden sich spürbar wandeln. Traditionelle Aufgaben verschwinden im Zuge der sogenannten Arbeit 4.0, manche einfachere Tätigkeiten werden der Digitalisierung zum Opfer fallen, ganze Berufsbilder werden sich komplett verändern. Und im Zuge dieser Entwicklungen werden wir uns als Gesellschaft immer wieder auch die ethische Frage stellen müssen, was wir für jene jungen Menschen zu machen bereit sind, die Gefahr laufen, durchs Raster zu fallen. Wir meinen: Es darf niemand auf der Strecke bleiben. Es darf niemand nicht mehr gebraucht werden. Es darf niemand nicht mehr dazugehören. Und zwar nicht, weil dieser Mensch uns dann als Gesellschaft auf der Tasche liegen würde. Vielmehr geht es darum, den Wert des Menschen nicht nach Leistungsfähigkeit und Produktivität zu bemessen, sondern weil es unser Ethos, unser christliches Menschenbild, nicht zulässt, ihn fallen zu lassen. Wir als BBW wollen diese Menschen unbedingt mitnehmen – egal welchen IQ, welche Benachteiligung, welche soziale und nationale Herkunft, welche Hautfarbe und welchen Glauben sie haben. Bei uns ist niemand falsch. Als moderne Institution managt ein BBW die unterschiedlichsten Interessen an der Schnittstelle von Sozialgesetzen, Kostenträgern und Stakeholdern. Natürlich ist hierbei auch die eigene Wirtschaftlichkeit ein wesentliches Kriterium für die Überlebensfähigkeit, ohne aber einen Selbstzweck darzustellen. Unser Tun stellen wir in den Dienst der uns anvertrauten Menschen. Wir verfolgen einen umfassenden Bildungsauftrag am Übergang von Schule und Beruf. Dabei agieren wir nicht autonom, sondern vernetzt und in enger Kooperation mit anderen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kirchlichen und politischen Akteuren. Wir wirken sozialraumorientiert und erschließen unseren Teilnehmern neue, inklusive Sozialräume. Und wir selbst als BBW gehören dazu. Nach unserem Verständnis sind wir ein Teil der Gesellschaft. Deshalb wollen wir uns – als sozialer Akteur auf Augenhöhe – auch nicht reduzieren lassen auf die Rolle eines reinen Dienstleisters. Geprägt von einem christlichen Geist sind wir vielmehr Begleiter, Unterstützer und Weggefährte unserer jungen Menschen mit besonderem Teilhabebedarf – und ein echter Inklusionsschlüssel. Christian Braun und Herbert Lüdtke Geschäftsführer Auf Kurs Dezember 2016 | 3

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