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Auf Kurs 01/2017

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BBW im Überblick MdB

BBW im Überblick MdB Waldemar Westermayer zu Gast bei Tagung der katholischen Berufsbildungswerke „Kein Jugendlicher darf verloren gehen“ Bundespolitiker trifft auf Bildungsexperten beim Treffen der katholischen Fraktion der Berufsbildungswerke in Ravensburg (von links nach rechts): Bernd Zimmer, Michael Breitsameter, MdB Waldemar Westermayer, Dr. Markus Feußner, Herbert Lüdtke, Konrad Fath, Klaus Ortner, Christian Braun und Andreas Halbig. Foto: Klaus Dialog mit der Politik: Der Leutkircher Bundestagsabgeordnete Waldemar Westermayer (CDU) war zu Gast bei der Herbsttagung der katholischen Fraktion der Berufsbildungswerke in Deutschland. Zu diesem Treffen waren Vertreter von Einrichtungen aus dem ganzen Bundesgebiet in das Berufsbildungswerk Adolf Aich nach Ravensburg gekommen. Rund ein Viertel der 52 deutschen Berufsbildungswerke ist in katholischer Trägerschaft. Doch wie äußert sich diese Prägung? Wie spiegeln sich die christlichen Werte und das entsprechende Menschenbild in der alltäglichen Arbeit bei der Ausbildung von Jugendlichen mit besonderem Teilhabebedarf wider? Und was treibt diese Einrichtungen aktuell um? In einem regelmäßigen Austausch untereinander versuchen die katholischen BBWs, aus diesen Fragen heraus ein klares Selbstverständnis zu entwickeln (siehe auch Seite 3). Dabei suchen sie immer auch den Dialog mit der Politik – diesmal mit Waldemar Westermayer, der im Bundestag den Wahlkreis Ravensburg vertritt. „Hier sitzen 180 Berufe“ „Hier sitzen 180 Berufe“, erklärte Michael Breitsameter, Vorstandsvorsitzender des Dachverbandes der deutschen Berufsbildungswerke (BAG BBW), dem Gast aus der Politik das breite Angebot. Und die Erfolgsquoten – so erfuhr der Abgeordnete weiter – seien hoch. Im gastgebenden Ravensburger BBW können beispielsweise rund zwei Drittel der Absolventen Jahr für Jahr zeitnah in eine Beschäftigung vermittelt werden, wie die Geschäftsführer Christian Braun und Herbert Lüdtke vorrechneten. Es geht nicht nur um die Quote Gerade angesichts ihrer katholischen Trägerschaft sei es den Einrichtungen aber wichtig, nicht nur auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Jugendlichen zu schauen. „Um des Menschen selbst Willen darf niemand verloren gehen“, betonte Konrad Fath, Leiter des BBW Dürrlauingen in Bayern. So umfasse das Bildungsverständnis der BBWs „viel mehr als nur berufliche Ausbildung“. Gleichwohl lohne sich die Investition in die Jugendlichen auf Dauer auch volkswirtschaftlich, wie wissenschaftliche Studien belegen. „Unterm Strich“ – so Michael Breitsameter – „ist es eine Arbeit, die zur Wertschöpfung beiträgt“. Streitpunkt Bundesteilhabegesetz Was sie vom derzeit heiß diskutierten Bundesteilhabegesetz halten, wollte MdB Westermayer noch von den BBW-Vertretern wissen. Grundsätzlich begrüßen die Berufsbildungswerke eine Weiterentwicklung dieses Gesetzes in Richtung einer weiteren Personenzentrierung und eines selbstbestimmten Lebens. Man müsse aber darauf achten, dass Menschen mit einer Lernbehinderung oder psychischen Behinderung nicht aus dem 14 | Auf Kurs Dezember 2016

System herausfallen, da sie bei einer weiteren Digitalisierung der Arbeitswelt und des gesellschaftlichen Lebens vielleicht zu Personen mit weniger Teilhabechancen gehören könnten. Es bestehe die Gefahr, viele Betroffene im Zuge einer neuen Klassifizierung von „Behinderung“ von Leistungen auszuschließen. Zudem sei nicht geklärt, wie man das Mehr an zugestandenen Rechten ohne Budgeterhöhung finanzieren wolle. „Unsere Ängste waren auch, dass Spezialeinrichtungen wie die Berufs- bildungswerke aufgrund eines ideologischen Inklusionsverständnisses herausfallen“, so Breitsameter, was aber nicht geschehen ist. Engagement für Flüchtlinge Was die BBWs sonst noch aktuell beschäftigt? Die Unterfinanzierung ihrer Schulen etwa, oder die Situation der tarifgebundenen katholischen BBWs, die auf dem Bildungsmarkt mit Anbietern konkurrieren, die nur Dumpinglöhne zahlen. Ein weiteres Gesprächsthema: Das Engagement der Berufsbildungswerke in Sachen Flüchtlingshilfe, sei es mit Wohnangeboten für Unbegleitete minderjährige Ausländer oder mit dem Unterricht für geflüchtete Schüler in so genannten VABO-Klassen (Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse). „Sprache und Ausbildung“ – so auch Westermayers Credo, seien die Voraussetzung für eine gelingende Teilhabe. Christof Klaus Liebenau: Deutschkurs für Flüchtlinge Im Auftrag des Bodenseekreises hat das BBW einen Sprachkurs für die in Liebenau untergebrachten Flüchtlinge organisiert. Zwölf Frauen und Männer nahmen daran teil und legten am Ende ihre Deutsch-Prüfung ab. Freuten sich mit den Teilnehmern über den erfolgreichen Kursabschluss: die Dozentinnen Barbara Hirschle (Zweite von links) und Katharina Michel (rechts) sowie Kursleiterin Monika Kordula aus dem BBW (Mitte). Foto: privat Mit mehreren VABO-Klassen sowie als Träger der Jugendhilfe ist das BBW schon seit Längerem aktiv bei der Beschulung und Unterbringung junger Flüchtlinge. Darüber hinaus stellte die Ravensburger Bildungseinrichtung nun in Zusammenarbeit mit der Stiftung Liebenau aber auch ein Deutsch- Angebot für geflüchtete Erwachsene auf die Beine – im Auftrag des Landratsamtes und angesichts fehlender Kursplätze. Als Dozenten wurden vier bereits in der Flüchtlingsarbeit engagierte Honorarkräfte mit entsprechender Qualifizierung gewonnen. Und dann ging es los: Jeden Nachmittag drückten die syrischen Flüchtlinge – zwei Männer und zehn Frauen im Alter von Mitte 20 bis Mitte 40 – die „Schulbank“. Ihr Klassenzimmer: die Liebenauer Kantine. Insgesamt 300 Stunden Deutsch-Unterricht standen zwischen Mai und Oktober 2016 auf dem Programm. Dabei ging es in der ersten Linie darum, sich einen Wortschatz für die alltäglichen Dinge anzueignen. So übten die Kursteilnehmer zum Beispiel, wie man für seine Kinder eine Entschuldigung für die Schule schreibt. „Das Lernen fiel einigen nicht immer leicht“, berichtet Monika Kordula, die für das Projekt zuständige Bildungsmanagerin im BBW. Zumal die meisten von ihnen ohne einen Schulabschluss nach Deutschland gekommen waren – aber mit der Motivation, die schwierige fremde Sprache möglichst schnell zu lernen. Und so legten am Ende alle ihre Prüfung ab – kurz bevor sie in Liebenau ihre Koffer packten, um in ihre neue Unterkunft nach Uhldingen zu ziehen. Vor der Abreise gab es aber noch ein Abschiedsfest – und für die Sprachkurs-Teilnehmer ein Zertifikat. Auf Kurs Dezember 2016 | 15

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